Schwein mit Ringelschwanz

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Anne-Maria Revermann | am

Ringelschwanzprämie in Niedersachsen bis November 2020 fortgeführt

Schweinehalter in Niedersachsen erhalten bis November 2020 eine Prämie, wenn sie auf das Kürzen von Ringelschwänzen verzichten.

Schweinehalter in Niedersachsen erhalten auch im neuen Jahr eine Prämie, wenn sie auf das Kürzen der Ringelschwänze verzichten. Seit Anfang Dezember läuft eine erneute Förderperiode bis Ende November 2020, wie das Agrarministerium in Hannover auf Anfrage mitteilte.

Demnach bekommen die Halter wie bisher 16,50 Euro pro Schwein und 5 Euro pro Ferkel, das seinen Ringelschwanz behält. Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) hatte im Sommer 2018 gesagt, dass die Prämie nicht dauerhaft gezahlt werde und Ende 2019 auf den Prüfstand solle. Eingeführt wurde die Prämie 2015 vom damaligen Agrarminister Christian Meyer (Grüne).

Das sagen Schweinehalter zum Kupierverzicht

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) mit Sitz im Kreis Vechta berichtet, dass der Kupierverzicht mit Sicherheit nicht einfach und ein vorsichtiges Herantasten dringend geboten sei. Eine Blaupause, die den Betrieben zeige, wie es gehe, gebe es nicht: "Daran ändert auch das Geld nichts."

Die Ringelschwanzprämie habe aber bewirkt, dass Hunderte Betriebe in Niedersachsen wenigstens bei einem Teil ihrer Schweine auf das Kupieren verzichten. Hürden gebe es allerdings noch bei der Genehmigung daraus folgender baulicher Veränderungen der Ställe.

So wird die Ringelschwanzprämie angenommen

Die Kurve zeigt nach oben: Die Zahl der berücksichtigten Tiere steigt seit Einführung der Prämie kontinuierlich. Wurde 2017 noch knapp eine Million Euro für rund 60.000 Schweine gezahlt, waren es ein Jahr später bereits 1,6 Millionen Euro für fast 100.000 Schweine. Bei der bislang letzten Auszahlung flossen mehr als 3,1 Millionen Euro für rund 257.000 Schweine.

Für wie viele Tiere wird die Prämie gezahlt?

In der gerade begonnen Förderperiode wurden Anträge für fast 775.000 Tiere bewilligt: 432.425 Ferkel, 337.443 Mastschweine und 4.395 Sauen. Das bereitgestellte Geld summiert sich auf fast 8,4 Millionen Euro - davon knapp 5,6 Millionen Euro für die Mastschweine und 2,2 Millionen Euro für die Ferkel. Ausgezahlt wird das Geld für die aktuelle Periode im Jahr 2021.

Mit Material von dpa

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