Schäfer-Michael-Seel
Laura Schneider | am

Schafhaltung am Dümmer: Erfolgreich und doch gescheitert

Seit 2012 haben die Schafe von Schäfermeister Michael Seel die Flächen in der Dümmerniederung gepflegt und dort maßgeblich zum Naturschutz beigetragen. Eine Erfolgsgeschichte ist es trotzdem nicht geworden.

Zehn Jahre hatte Michael Seel den Schäferhof südlich des Dümmers gepachtet. Mit seinen Diepholzer Moorschnucken pflegte er die wiedervernässten Niedermoorflächen in den Naturschutzgebieten Ochsenmoor und Westliche Dümmerniederung. Doch was eigentlich ein Beispiel für gelungenen Naturschutz sein könnte, endet nun nach einem langjährigen Ringen um Pflegeverträge und Fördermittel.

Betrieb liegt im Natura 2000-Gebiet

Der Schäferhof am Dümmer wurde 1952 für die Schafe gebaut, die die Deiche am Dümmer und die Dümmerniederung beweideten. Der Betrieb und alle Flächen liegen im Natura 2000-Schutzgebiet. Eigentümer des Hofs ist der Hunte-Wasserverband, der 1999 dem Verein Naturraum Dümmerniederung (NRD) die Nutzungs- und Verpachtungsrechte übertrug. Die Pflegeflächen gehören dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Dieser erstellt die Beweidungsvorgaben und vereinbart einen Pflegevertrag mit dem NRD, der die Pflegegelder beantragt und eine Schäferei mit der Pflege beauftragt.

1.000 Moorschnucken pflegten die Fläche

Seel pflegte mit seinen rund 1.000 Moorschnucken eine Fläche von 300 Hektar plus 80 Hektar Betriebsfläche, die zum Hof gehören. Die Rasse ist ideal an die Bedingungen am Dümmer angepasst (Kasten). Die Schnucken sind möglichst ganzjährig auf der Weide und verbringen nur zirka sechs Wochen rund um die Lammzeit im Stall. Wie lange sie im Winter im Ochsenmoor bleiben konnten, war Seel zufolge witterungsabhängig, weil die Flächen ab November oder Dezember unter Wasser stehen und die Futtergrundlage dann schlecht ist. Sobald die Schafe die Moorflächen verlassen mussten, beweideten sie in den vergangenen Jahren benachbarte Ackerflächen mit Zwischenfrüchten.

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