Familie Maatmann vor ihrem Bauernhaus
Drucktaster in einem Stall
Techniklösung mit SPS im Stall
Lüfter in einem Milchviehstall
Computerbildschirm in einem Stall

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Laura Schneider | am

Schlaue Technik-Lösungen im Stall

Auf dem Betrieb der Familie Maatmann findet man eine Vielzahl von technischen Lösungen, die man so noch nicht gesehen hat.

Der Landwirt dreht den Wasserhahn auf, um das Kälbertaxi zu befüllen. In den zehn Minuten Wartezeit macht er schnell etwas anderes – und plötzlich sind 20 Minuten vorbei und 100 Liter Wasser weg. Er vergisst, nach einer Behandlung das Fressgitter zu öffnen und die Kuh steht die ganze Nacht am Futtertisch und kann weder liegen noch zum Melkroboter. Mitarbeiterin A denkt, dass Mitarbeiter B die Kälber gefüttert hat und umgekehrt, während die Kälber einen halben Tag fasten.

So oder so ähnlich ist es wahrscheinlich jeder Landwirtin und jedem Landwirt schon ergangen. Für Gerald Maatmann sind solche Erlebnisse oft Auslöser für eine neue Idee. „Wenn wir auf ein Problem stoßen oder sehen, dass wir irgendwo zu viel Zeit brauchen, suchen wir eine technische Lösung“, erzählt der Milchviehhalter aus Osterwald in der Grafschaft Bentheim. Wenn er anfängt, alle technischen Hilfsmittel auf seinem Hof zu zeigen, ist man eine ganze Weile unterwegs und entdeckt in fast jeder Ecke des Betriebes ein Beispiel dafür, wie Technik die tägliche Arbeit erleichtern und Fehler vermeiden kann.

Das ist der Hof Maatmann

  • Hof Maatmann in Osterwald – Betriebsspiegel und Management
  • 116 Hektar Fläche (je 50 Hektar Mais und Gras, Rest Getreide)
  • 130 Milchkühe plus Jungvieh
  • Milchleistung: 11.200 Liter (3,62 % Fett, 3,4 % Eiweiß)
  • bisher Sauenhaltung mit 100 Sauen (stattdessen künftig Elterntierhaltung mit Partner)
  • Arbeitskräfte: Betriebsleiter Gerald Maatmann mit Ehefrau Hilke und Eltern Jan und Gerda Maatmann, ein Angestellter, ein bis zwei Lehrlinge

Gerald Maatmann stieg 2010 in den elterlichen Betrieb mit Sauen- und Milchviehhaltung ein. Nach seiner Ausbildung stand für ihn fest, dass er den Rinderbereich übernehmen wollte.

2012 erweiterte die Familie den Liegeboxenlaufstall von 1991 um einen Selektionsstall und einige Liegeboxen. Die Zahl der melkenden Kühe stieg von 45 auf 130 und der Melkstand wurde durch zwei Roboter ersetzt. Eine dritte Roboterbox rüstete Maatmann 2016 nach. Wartung und Reparaturen übernimmt er in der Regel selbst. Ersatzteile bestellt er über den örtlichen Händler oder stellt sie mit seinem 3D-Drucker her.

Die Kälber werden in den ersten drei Wochen in Einzeliglus gehalten und dreimal täglich mit dem Kälbertaxi versorgt. Die weibliche Nachzucht zieht Maatmann komplett auf – ab der vierten Woche in Zehnergruppen mit Tränkeautomaten. Die Bullenkälber vermarktet er als Fresser.

Jungvieh und Trockensteher stehen auf Stroh. Die tragenden Jungrinder (etwa 50) gehen auf einen gepachteten Nachbarbetrieb, wo sie ein Partner, Jürgen Walkotte, versorgt. Kurz vor der Kalbung kommen sie zurück, genauso wie rund 50 zugekaufte Tiere des Pachtbetriebes, die angemolken und über Auktionen verkauft werden.

Für die Kühe sind Gerald Maatmann und seine Frau Hilke verantwortlich. Unterstützt werden sie von ein bis zwei Auszubildenden und einem ehemaligen Auszubildenden, der jetzt neben seiner Fachschulausbildung im Betrieb mitarbeitet. Die Sauenhaltung haben Gerald Maatmanns Eltern Jan und Gerda Maatmann bisher weiter betrieben. Nun will die Familie sie einstellen und gemeinsam mit einem Partner in die Elterntierhaltung einsteigen.

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