Mastschweine im Stall

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Christa Diekmann-Lenartz | am

Schweinefleischimporte verschärfen Krise am Schweinemarkt

Der Landesverband Niedersächsischer Schweineerzeuger (LNS) kritisierte massive Schweinefleischimporte und forderte einen Rückgang der Importe.

Trotz einer rückläufigen inländischen Erzeugung hat Deutschland 2020 mehr als 1 Mio. t Schweinefleisch aus dem Ausland eingeführt. Dies kritisierte der Landesverband Niedersächsischer Schweineerzeuger (LNS) und warnt, dass die massiven Importe von preisgünstigen Schweinefleischerzeugnissen das vom deutschen Lebensmittelhandel (LEH) geschaffene System der Initiative Tierwohl (ITW) untergraben würden. Der LNS-Vorsitzende Jürgen Albers monierte, dass bei der angebotenen Produktpalette Verbraucher immer noch genügend Gelegenheit hätten, Billigfleisch aus dem Ausland zu kaufen. Auch Bestrebungen zur Regionalvermarkung würden so torpediert.

Die heimische Ware bleibt liegen

Momentan stocke der Absatz der heimischen Ware, weil gerade aus Spanien und Belgien die Importe zugenommen hätten, berichtet Albers. Dies bringe die deutschen Schweinehalter in eine existenzbedrohende Situation. Auch bei anderen Absatzkanälen von Schweinefleisch - beispielsweise in der Gastronomie oder in der Fertiggericht- und Feinkostindustrie - muss dem LNS zufolge klar nachvollziehbar sein, woher die Schweinefleischprodukte stammen. Der Verband fordert daher ein öffentliches Bekenntnis aller Marktbeteiligten zur deutschen Herkunft nach dem 5xD-Prinzip mit Geburt, Aufzucht, Mast, Schlachtung und Zerlegung in Deutschland. Da die deutsche Tierschutzgesetzgebung in Kombination mit den stark gestiegenen Anforderungen des LEH mittlerweile weit über dem EU-Niveau liege, müssten Konsumenten beim Einkauf sofort erkennen, woher die Ware stamme, so Albers weiter.

Mit Material von LNS

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