Schweine drängen sich im Stall
Christel Grommel | am

Schweinestau: Immer noch 750.000 Tiere

Laut Ministerin Otte-Kinast ist der Stau keineswegs überwunden. Bundesweite gebe es einen Überhang von 750.000 Tieren.

Die Lage in den Ställen habe sich "überhaupt noch nicht entspannt". Sie wies auf die psychologische Belastung der betroffenen Landwirte hin: "Die Verzweiflung ist riesengroß." Dazu noch kommen die extrem niedrigen Erzeugerpreise.

Nachdem eine vom niedersächsischen Landwirtschaftsministerium geplante kurzfristige Schlachterlaubnis an Sonn- und Feiertagen zunächst nicht zu einer Besserung geführt hatte, erhofft man sich nun mehr Wirkung vom "Ampelsystem". Mit diesem soll vermieden werden, dass ein Corona-Ausbruch in einem Schlachtbetrieb zu einer kompletten Schließung führt. Der Leitfaden soll Behörden im Fall eines Ausbruchs in einem Schlachtbetrieb als Hilfestellung dienen. 

Otte-Kinast mahnte dazu, diese Krise als Chance zu nutzen, um die Landwirtschaft neu zu denken. Es müsse darüber nachgedacht werden, ob nicht regionale Wertschöpfungsketten gestärkt werden sollten. Der niedersächsische Landwirt solle nicht finanziell vom asiatischen Markt abhängig sein.

Beschleunigter Abbau im nächsten Jahr?

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) hofft auf einen schnelleren Abbau des Überhangs im nächsten Jahr. Wenn sich die Situation zum Umgang mit Corona-Infektionen bei Schlachthof-Mitarbeitern weiter verbessere und sich der reduzierte Ferkelimport aus Niederlanden und Dänemark bemerkbar mache, könne es im höheren Tempo vorangehen. Mit zeitlicher Verzögerung dürfte sich auch die Reduzierung der Sauenbestände der hiesigen Ferkelerzeuger auswirken.

Mit Material von dpa, NDR, ISN
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