Schweine in einem Stall
Christel Grommel | am

Schweinestau reduziert sich deutlich

Der Abbau des Schweinestaus geht in großen Schritten voran, die Lage am Schweinemarkt entspannt sich mehr und mehr.

Der Überhang an schlachtreifen Schweinen konnte in der vergangenen Woche um 140.000 Tiere auf ca. 620.000 Schlachtschweine reduziert werden, trotz witterungsbedingter Einschränkungen.

Die hohe Geschwindigkeit des Abbaus sei auf die Anpassungsreaktionen der landwirtschaftlichen Betriebe zurückzuführen. Auch sind derzeit wenige Mitarbeiter in Schweinschlachtbetrieben von Corona-Infektionen betroffen. Die theoretisch verfügbaren Schlachtkapazitäten würden tatsächlich auch größtenteils genutzt.

Seit Jahresanfang habe sich der Schweinestau nun laut ISN halbiert. Der weitere Abbau nehme an Geschwindigkeit zu. 

Ist eine Preiserholung möglich?

Auch an den durchschnittlichen Schlachtgewichten der amtlichen Statistik sei eine Verbesserung der Lage abzulesen, diese nahmen in den letzten zwei Wochen um ein halbes Kilo ab und liegen nun bei 99,1 kg. Die Schlachtgewichte im Nordwesten Deutschlands seien stärker rückläufig als im Süden. 

ISN-Marktanalyst Klaus Kessing wagte eine Prognose mit Bezug auf die aktuelle Marktsituation: "Auch wenn der Stau derzeit noch nicht aufgelöst ist, wirkt er aktuell nur noch wenig belastend für den Markt. Von vielen Marktbeteiligten werden Preissteigerungen auch derzeit schon als nicht unwahrscheinlich angesehen." 

In den anderen EU-Ländern zeigten sich in den vergangenen Tagen positive Preistendenzen. In Belgien, Österreich und Spanien verzeichneten die Notierungen in leichtes Plus. Kessing ist optimistisch - der deutsche Markt laufe sich frei, deutsches Fleisch auf dem EU-Markt sei so konkurrenzfähig wie lange nicht.

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