Vergangenen Donnerstag (3. März) wurde in Preußisch Oldendorf bei Bad Essen ein Wolf entdeckt. Sichtungen gibt es hier immer öfter

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Ellen Hartmann | am

Nach Sichtung: Siedelt sich der Wolf in Preußisch Oldendorf an?

Immer wieder kommt es zwischen dem Landkreis Osnabrück, dem Kreis Minden-Lübbecke und dem Kreis Diepholz zu Wolfssichtungen. So auch am vergangenen Donnerstag (3. März) in Preußisch Oldendorf in Nordrhein-Westfalen.

Laut Informationen der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) soll das Tier in Preußisch Oldendorf gesichtet und von Jägerinnen und Jägern mittels eines Videos als Wolf identifiziert worden sein. Entdeckt hatte das Tier Sven Rosemann, der in Getmold im Kreis Minden-Lübbecke lebt. Er filmte den Wolf am Donnerstagmorgen gegen 8:35 Uhr. 

Immer wieder Wolfsichtungen in der Dümmerregion

Nun solle das Video von Rosemann vom zuständigen Wolfsberater beim Regionalforstamt Ostwestfalen-Lippe in Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in NRW geprüft werden. Diese Untersuchung solle dann zeigen, ob es sich bei dem Tier wirklich um einen Wolf gehandelt habe. Bereits sei 2015 gibt es in der Region um den Dümmer - also in Hunteburg, Bohmtes Nachbargemeinde Stemwede, in Damme und im Raum Wittlage und Belm - immer wieder Wolfssichtungen. 

Ein Wolf im Wald.

Macht es sich der Wolf heimisch?

So seien im Moor rund um Brockum (Landkreis Diepholz) sowie im Oppenweher Moor (Kreis Minden-Lübbecke) 2019 und 2020 vermehrt Wölfe gesichtet und auch identifiziert worden. Dass es Wölfe nördlich von Brockum gebe, wurde auch vom niedersächsischen Umweltministerium bestätigt. Denn im Herbst 2019 kam es nachweislich zu einem Wolfsriss von drei Schafen in Bissendorf-Grambergen. Damals wurde stark diskutiert, ob ein Rudel im Bad Essener Berg leben könnte. 

Wölfe leben in den Kreisen Diepholz, Osnabrück und Minden-Lübbecke

Bereits 2021 sagte Dr. Marcel Holy, Umweltwissenschaftlicher Mitarbeiter der Naturschutzstation Hüde, gegenüber der NOZ: "Das Auftauchen der Wölfe in Brockum ist sicher." Laut Holy sei dies nicht "ungewöhnlich, denn wir haben die Rudel hier". Er geht davon aus, dass es Wolfsrudel im Kreis Diepholz in Sulingen, Barnstorf und Rehde gebe. Gerade das Oppenweher Moor, das Rehdener Geestmoor und das Campmoor sowie das Schwegermoor seien von den Raubtieren besiedelt. Laut Holy halten sich demnach Wölfe zwischen den Kreisen Diepholz, Osnabrück und Minden-Lübbecke auf. Dies passt auch zu Sichtungen in Petershagen, Kirchlengern und Porta Westfalica. 

Mit Material von NOZ
In Niedersachsen sind im vergangenen Jahr mehr Wölfe tot aufgefunden worden.

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