Marienkäfer im Winter

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Hilke Lehmann | am

So schützen sich Insekten im Winter

Auch wenn es derzeit mild ist: Es kann in diesem Winter nochmal richtig kalt werden. Wie ergeht es da eigentlich den Insekten?

Noch ist der Winter mild. Doch es kann in Niedersachsen noch klirrend kalt werden. Wie ergeht es da eigentlich den Insekten? Erstaunlich, mit welchen Tricks der Natur manche Arten die Kälte überleben.  

Ab in die Kältestarre

Unsere Insekten sind wechselwarme Tiere. Das heißt: Je wärmer die Umgebungstemperatur ist, desto aktiver sind sie. Je kälter es wird, umso langsamer und träger werden sie. Viele Insekten verbringen den Winter meist als Eier, Puppen oder Larven im Boden oder unter der Rinde von Bäumen.

Andere Arten verkriechen sich in der Erde, in Laubhaufen, im Mauerwerk, in Scheunen und auf Dachböden und verfallen in eine Kältestarre, auch Winterstarre genannt. Dadurch ist auch wochenlanger Frost für sie kein Problem. Manche Krabbler kommen mit einem „eingebauten“ Trick gegen das Erfrieren auf die Welt: Sie haben Frostschutzmittel in ihrer Körperflüssigkeit.

Eingebautes Frostschutzmittel

Marienkäfer zum Beispiel produzieren körpereigenes Glycerin, das den Gefrierpunkt ihrer Körperflüssigkeit senkt. Bei Kälte kühlen sie aus und fallen in Winterstarre. Ihre Körpertemperatur kann dann unter null Grad Celsius sinken, ohne dass sie erfrieren. Auch einige Mückenarten und der Borkenkäfter setzen auf die Frostschutz-Strategie.

Gärten unaufgeräumt lassen

Bei den Wespen stirbt die alte Königin im Herbst und damit löst sich auch der ganze Wespenstaat auf. In der Kälte sterben alle Arbeitswespen, nur die Jungkönigin überlebt den Winter. Sie versteckt sich unter morschem Holz oder in Hohlräumen und verfällt in Winterstarre. So können ihr auch Minusgrade nichts anhaben.

Viel schlimmer für die Insekten ist mildes und feuchtes Wetter. Bei Plusgraden und Regen drohen Bakterien und vor allem tödliche Pilzkrankheiten – dann verschimmeln sie.

Und können wir auch was für  Insekten tun? Ja! Es hilft ihnen, wenn Gärten unaufgeräumt bleiben: also Laub und Totholz liegen lassen, Wiesen nicht mähen und Nisthilfen wie Insektenhotels bauen. Das ist überlebenswichtig.

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