In der Ferkelaufzucht wird viel Wärme benötigt - die aktuell sehr teuer geworden ist.

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Christa Diekmann-Lenartz | am

TA Luft: Wärmetauscher und Abluftreinigung kombinieren?

Schweineställe mit einer großer BImSchG-Genehmigung müssen laut neuer TA Luft bis 2030 unter Umständen eine Abluftreinigung nachrüsten. Interessant könnte eine Kombination mit Anlagen zur Wärmerückgewinnung sein.

Die TA Luft ist Ende vergangenen Jahres novelliert worden. Für bestehende Schweineställe mit „großer“ BImSchG-Genehmigung fordert sie die Nachrüstung einer Abluftreinigung - soweit dies verhältnismäßig ist. Der Begriff „verhältnismäßig“ ist nach aktuellem Stand noch Auslegungssache und liegt im Ermessen der Landkreise. Auch in Niedersachsen haben schon einige Landkreise Briefe an betroffene Schweinehaltungsbetriebe verschickt, zunächst soll wohl erst einmal der Status quo erfasst werden.

Auslegung TA-Luft unklar

Auch wenn die Umsetzung der TA Luft in Teilen noch nicht geklärt ist, stellen sich betroffene Betriebe die Frage, ob und wie sie diese ggf. umsetzen können. Eine Abluftreinigungsanlage bedeutet hohe Anschaffungskosten, erst recht bei einer Nachrüstung, wenn diese überhaupt möglich ist. Zu den Anschaffungskosten kommen laufende Betriebskosten dazu. Die sind aktuell in Folge der hohen Energiepreise deutlich gestiegen. Die Abführung der Stallluft durch den/die Filter benötigt mehr Energie als eine normale Stalllüftung, weil die Ventilatoren dabei höhere Strömungswiderstände der Abluft überwinden müssen. Ein höherer Stromverbrauch bedeutet auch immer mehr CO2-Emissionen, ein Thema, das für die Landwirtschaft immer wichtiger wird.

Interesse an Wärmerückgewinnung ist groß

Ein Forschungsprojekt an der Universität Bonn befasst sich mit der Fragestellung, wie sich eine Abluftreinigung mit einer Wärmerückgewinnung kombinieren lässt. Speziell in der Ferkelerzeugung und der -aufzucht gibt es einen hohen Wärmebedarf – neben dem Strombedarf für Fütterung, Lüftung oder Beleuchtung. Überwiegend werden hierzulande Öl oder Gas zur Bereitstellung der Wärme im Ferkelbereich genutzt - es sei denn, es gibt Abwärme von einer Biogasanlage. Die gestiegenen Öl- und Gaspreise machen sich auch hier bemerkbar.

Das Interesse an einer Wärmerückgewinnung ist demzufolge momentan sehr groß. Es gibt diese Technik zwar schon lange, sie hat durch die veränderte Kostensituation jedoch stark an Aktualität gewonnen. Zwar steigt beim Einsatz eines Wärmetauschers der Bedarf an elektrischer Energie für die Ventilatoren – auch hier steigen die Strömungswiderstände der Luftmassen - doch meist wird ein Vielfaches an thermischer Energie rückgewonnen.

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