Hinweisschild im Wald, Vorsicht vor der Afrikanischen Schweinepest
Christel Grommel | am

Ticker: Afrikanische Schweinepest in Deutschland und die Folgen

Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland angekommen. Alle Neuigkeiten zur ASP lesen Sie hier.

Zweite weiße Zone fertig - 779 ASP-Fälle

8. März:

In Brandenburg wurde die Umzäunung der zweiten Weißen Zone in den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald und damit dem größten ASP-Kerngebiet abgeschlossen, in dem nun die Entnahme der Wildschweine beginnt. Gleichzeitig können Tätigkeiten der Forst- und Landwirtschaft in dem Gebiet weitestgehend wieder aufgenommen werden.

Gegen vermehrten Vandalismus und Diebstahl von Zäunen wurden nun Maßnahmen ergriffen. Tore, Pfosten und Zäune werden von der Polizei durch Nummern codiert, um eine Nutzung oder den Weiterverkauf zu erschweren.

Die Zahl der bestätigten ASP-Fälle stieg weiter. Inzwischen gibt es aktuell insgesamt 779 bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Brandenburg (723) und Sachsen (56).

Öffnungsschritte für Drittlandsexporte erreicht

5. März:

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat in intensiven Verhandlungen erreicht, dass einige Drittländer das sogenannte Regionalisierungskonzept akzeptieren.

Eine solche Vereinbarung ist kürzlich auch mit Vietnam gelungen: Deutschland kann ab sofort wieder frisches Schweinefleisch nach Vietnam exportieren.

Nach intensiven, fachlichen Verhandlungen hat Singapur ebenfalls erst kürzlich einer Regionalisierung zugestimmt. Zudem ist es gelungen, in Verhandlungen mit Brasilien, Argentinien, Südafrika und Südkorea Ausnahmen von der vollständigen Exportsperre für behandelte/verarbeitete Schweinefleischerzeugnisse oder Produkte vom Schwein zu erreichen.

Das BMEL steht weiter in Verhandlungen mit China. Auch unter Einbeziehung des Bundeskanzleramtes würden alle zur Verfügung stehenden Kontaktmöglichkeiten für die Regionalisierungsverhandlungen mit China genutzt.

ASP-Fund in Frankfurt (Oder)

5. März:

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat den Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein-Kadaverfund im Bereich der nördlichen Oderwiesen der Stadt Frankfurt (Oder) bestätigt.

Der Kadaver wurde östlich der festen Wildschweinbarriere hin zur polnischen Grenze gefunden, die notwendigen Maßnahmen wurden sofort eingeleitet.

Die Stadt Frankfurt (Oder) habe umgehend einen Krisenstab eingerichtet. Es werde unverzüglich westlich der festen Wildschweinbarriere zielgerichtet und großflächig nach Schwarzwildkadavern gesucht. Jäger, Menschenketten, Fallwildsuchhunde und Polizeihubschrauber seien im Einsatz.

Die Zahl der bestätigten Fälle in Brandenburg erhöht sich damit auf 719.

Die Gesamtzahl der ASP-Fälle in Deutschland liegt nun bei 767.

EFSA mahnt intensivere Überwachung der Wildschweinbestände an

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die EU-Mitgliedstaaten zu einer schärferen Überwachung ihrer Schwarzwildbestände auf das Vorhandensein der Afrikanischen Schweinepest (ASP) angemahnt. Um das Seuchengeschehen genauer und sicherer im Blick zu haben, empfiehlt die EFSA ein Überwachungsmodell mit zwei Phasen.

In der ersten Phase - der Screening-Phase - geht es zunächst um die Routineüberwachung der Wildschweinbestände. Dieser soll im Anschluss eine kürzere Phase der intensiven Überwachung - die Bestätigungsphase - folgen.

Entsprechende Modellierungen hätten der EFSA zufolge gezeigt, dass die Erfolgsaussichten für eine Ausmerzung der ASP damit deutlich stiegen.

747 ASP-Fälle - Sachsen plant weitere Zäune

26. Februar:

Die Zahl der amtlich bestätigten Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Deutschland ist in den letzten Tagen auf 747 gestiegen. 

In Brandenburg wurde mittlerweile bei insgesamt 692 Wildschweinen die ASP festgestellt. Vor allem in den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald sind weitere Fälle dazugekommen. In Sachsen werden aktuell 55 ASP-positive Fälle gezählt. Festgestellt wurden 52 ASP-Fälle bei bisher 113 Fallwildfunden und ein positiver ASP-Fall bei bisher 13 Unfalltieren, wobei noch Befunde erwartet werden. Zwei Fälle wurden bei Entnahmen festgestellt.

In Sachsen ist insbesondere ein Naturschutzgebiet betroffen, welches nur schwer zugänglich ist. Um die Wanderung der Wildschweine in ASP-freie Gebiete zu unterbinden, ist die Errichtung weiterer Zäune geplant. 

Entwarnung bei Verdachtsfall in Hamburg

25. Februar:

Der ASP-Verdachtsfall des tot aufgefundenen Wildschweins am Elbufer in Othmarschen wurde nicht bestätigt. Die Untersuchungsergebnisse des Instituts für Hygiene und Umwelt schließen eine Infektion aus. Hamburg ist somit weiterhin frei von der Tierseuche.

In den letzten Tagen wurden weitere ASP-Fälle in Brandenburg und Sachsen festgestellt. Die Funde stammen aus den Landkreisen Oder-Spree und Görlitz. 

Insgesamt wurden durch das Friedrich-Loeffler-Institut inzwischen 723 ASP-Fälle bei Wildschweinen amtlich bestätigt.

Neue Durchführungsverordnung ab dem 21. April

23. Februar: 

Im Fall eines ASP-Ausbruchs bei Wildschweinen ist das Verbringen von Hausschweinen aus den betroffenen Restriktionsgebieten nur nach Genehmigung durch die zuständige Behörde zulässig. Diese können Schweinehalter auch zukünftig erhalten, wenn sie bestimmte tiergesundheitliche Untersuchungen vorweisen können. Die ASP-Statuserhebung bleibt auch in der neuen Durchführungsverordnung zur Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) der Europäischen Kommission bestehen, wie das BMEL mitteilte. 

Julia Klöckner habe auf EU-Ebene erreicht, dass die zuständigen Behörden in den Bundesländern auch nach der Anpassung der Schweinepestverordnung bis zu drei Monate vorher stattgefundene tierärztliche Bestandsuntersuchungen berücksichtigen können, wenn ein Ausbruch der ASP bei Wildschweinen festgestellt wurde. Die neue Durchführungsverordnung soll ab dem 21. April 2021 gelten.

ASP-Fall im Landkreis Dahme-Spreewald

22. Februar:

In Brandenburg wurde ein ASP-Fall im Landkreis Dahme-Spreewald bestätigt. 

Nach Angaben des Landkreises befindet sich der Fundort des toten Tieres im bereits festgelegten Kerngebiet 3, das sowohl Teile des Landkreises Oder-Spree als auch Dahme-Spreewalds (rund 2.100 Hektar) umfasst. Da der jüngste Positiv-Kadaverfund innerhalb der bestehenden Kernzone liegt, hat dies keine weiteren Auswirkungen auf die bereits im Dahme-Spreewald-Kreis festgelegten Restriktionszonen.

Das Land Brandenburg ruft zur besonderen Vorsicht auf und mahnte zu einem umsichtigen Umgang mit Wildtieren bei Begegnungen an Wildschutzzäunen. Ausreichend Abstand und kein Gestikulieren, Hupen oder Aufblenden seien richtiges Verhalten, um die Tiere nicht in Panik zu versetzen. Diese könnten dann versuchen, den Zaun zu durchbrechen.

Aktuell gibt es 702 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (660) und Sachsen (42).

 

Mehr als 700 ASP-Fälle - Sachsen überschreitet die 40

18. Februar: 

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat in den vergangenen Tagen weitere Verdachtsfälle der ASP bei Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen nachgewiesen.

Nach Angaben des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) wurden im Verlauf der letzten Tage weitere ASP-Fälle im bereits bestehenden Restriktionsgebiet des Landkreises Oder-Spree in Brandenburg festgestellt.

Auch in Sachsen gab es neue ASP-Fälle: das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt meldet für den Landkreis Görlitz weitere Funde.

Damit gibt es jetzt 702 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (660) und Sachsen (42).

685 ASP-Fälle - neue Fälle in Sachsen

12. Februar:

Nach Angaben des TierSeuchenInformationsSystems (TSIS) wurden mehrere weitere ASP-Fälle in den bereits bestehenden Restriktionsgebieten der Landkreise Märkisch-Oderland und Oder-Spree in Brandenburg festgestellt.

Damit gibt es jetzt 685 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (650) und Sachsen (35).

10. Februar: 

Erneut wurden in Brandenburg und Sachsen Fälle von ASP bestätigt. 

19 neue Fälle wurden festgestellt: Davon 15 Fälle in den gefährdeten Gebieten in den Landkreisen Märkisch-Spree und Märkisch-Oderland in Brandenburg und vier Fälle im Landkreis Görlitz in Sachsen. Damit gibt es jetzt insgesamt 673 bestätigte ASP-Fälle in Brandenburg (638) und Sachsen (35).

9. Februar: 

In Sachsen wurden weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen festgestellt. Die zwölf Fälle liegen im bestehenden gefährdeten Gebiet. 

Die Fundorte liegen südlich des Truppenübungsplatzes Oberlausitz im Niederspreer Teichgebiet, einem großen Naturschutzgebiet nordwestlich von Neusorge. Das Gebiet ist nur schwer zugänglich. Bei vier weiteren Verdachtsfälle, die ebenfalls dort gefunden wurden, steht der Befund noch aus. Ein weiterer Fall wurde nördlich von Hähnichen bei Quolsdorf gefunden.

In Brandenburg wurden 13 neue ASP-Fälle in der bestehenden Restriktionszone im Landkreis Oder-Spree bestätigt. Damit gibt es aktuell insgesamt 654 bestätigte Fälle von Afrikanischer Schweinepest in Brandenburg (623) und Sachsen (31).

Mehr als 600 ASP-Fälle

4. Februar:

In Brandenburg wurden elf weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen festgestellt und vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt. 

Insgesamt gibt es nun 615 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (596) und Sachsen (19).

2. Februar: 

In Brandenburg wurden zehn weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt. Insgesamt gibt es nun 604 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (585) und Sachsen (19).

In Nordrhein-Westfalen wurde die ASP-Jagdverordnung angepasst. Um den Wildschweinbestand effektiver regulieren zu können, ist zukünftig die Jagd auf Wildschweine auch mit künstlichen Lichtquellen und Nachtsichtgeräten möglich. In der zurückliegenden Jagdperiode wurde in Nordrhein-Westfalen deutlich mehr Wild erlegt als in den Vorjahren. Unter anderem überstieg die Schwarzwild-Strecke deutlich den Wert des Vorjahres.

Das ASP-Geschehen in Polen bleibt weiterhin sehr hoch. Die oberste Veterinärbehörde Polens bestätigte seit dem 1. Januar 2021 fast 50 neue ASP-Fälle. Viele Funde wurden dabei aus den Wojewodschaften Westpommern und Lebus gemeldet, also in unmittelbarer Nähe zu Deutschland. Die Gefahr einer weiteren Einschleppung in die Bundesrepublik dürfte damit hoch bleiben.

Sachsen erweitert Restriktionszonen - 583 ASP-Fälle

29. Januar:

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat weitere ASP-Verdachtsfälle bei Wildschweinen amtlich bestätigt. Alle Fälle stammen aus den bisherigen Kerngebieten in Brandenburg in den Landkreisen Oder-Spree, Märkisch-Oderland, und Spree-Neiße.

Insgesamt gibt es somit 583 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (564) und Sachsen (19).

27. Januar:

In Brandenburg wurden acht weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt. Die Gesamtzahl der ASP-Fälle liegt somit bei 564 in Brandenburg (545) und Sachsen (19).

26. Januar:

Sachsen erweitert nach dem Fund eines mit ASP infizierten Wildschweins außerhalb des gefährdeten Gebiets die Restriktionszonen.

Der Fundort des Kadavers liege in der bestehenden Pufferzone, ca. 2 km westlich des Flugplatzes Rothenburg/Görlitz und ca. 3,5 km von der Neiße entfernt. Sozialministerin Köpping erklärte, man werde um den Fundort mit einem Radius von zwei bis drei Kilometern einen mobilen Elektrozaun ziehen, um eine Versprengung eventuell weiterer infizierter Tiere zu verhindern. Danach werde schnell das bestehende gefährdete Gebiet und die Pufferzone räumlich angepasst.

Mit dem weiteren Fund in Sachsen gibt es jetzt insgesamt 556 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (537) und Sachsen (19).

ASP-Fall in Sachsen außerhalb des gefährdeten Gebiets

22. Januar:

Das FLI hat einen neuen Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Sachsen bestätigt. Dieser liegt außerhalb des gefährdeten Gebiets, aber innerhalb der bestehenden Pufferzone um das aktuelle Seuchengeschehen. 

Das Land Sachsen muss die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen jetzt entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern.

In Brandenburg wurden zehn weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen bestätigt. Damit gibt es jetzt 555 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (537) und Sachsen (18).

Julia Klöckner forderte Sachsen und Brandenburg auf, die Hausschweinbestände zu schützen und eine Aufstallung anzuordnen: "Unser Ziel ist es, die Seuche einzudämmen und zu verhindern, dass sie in den Hausschweinebestand überspringt." Gerade Hausschweine in Freilandhaltung oder Auslaufhaltung müssten daher bestmöglich nach außen abgeschottet werden. 

Das BMEL informiert zudem aktuell, dass die Dringlichkeitsverordnung, mit der bereits im vergangenen Jahr geregelt wurde, dass Wildschweine in den ASP-Gebieten als Ausnahme bis auf einen Bestand „0“ geschossen werden dürfen, entfristet wird.

ASP-Fälle außerhalb der Kernzone - 544 Fälle

21. Januar:

In Brandenburg gibt es 30 neue Funde von mit ASP infizierten Wildschweinen. Erstmals liegen Funde außerhalb der Kernzone.

Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den amtlichen ASP-Verdacht bei den gefundenen Tieren. Zwei Fallwildfunde liegen rund zwei Kilometer außerhalb des Kerngebietes im Landkreis Märkisch-Oderland.

In der unmittelbaren Umgebung wird nun intensiv und systematisch mit Kadaversuchhunden, Hubschraubern und Drohnen nach Fallwild gesucht. Die Leiterin des ASP-Krisenstabs analysiert die Situation: "Seit Monaten haben wir ein stabiles Seuchengeschehen in den drei Kerngebieten. Die beiden jetzt gefundenen Kadaver liegen zwar innerhalb der Weißen Zone und somit im Gefährdeten Gebiet, aber außerhalb des bestehenden umzäunten Kerngebietes in Märkisch-Oderland. Der äußere Ring der Weißen Zone ist mit einem festen Zaun bereits umschlossen. Das Kerngebiet wird nun erweitert und sofort mit einem mobilen Elektrozaun vorläufig umzäunt." Im nächsten Schritt werde das erweiterte Kerngebiet mit einem festen Zaun umschlossen. 

Mit den neuen Funden gibt es nun 544 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild, 527 in Brandenburg und 17 in Sachsen.

Zaunbau geht voran - Entnahme in erster "weißer Zone" gestartet

20. Januar:

Als Maßnahme gegen eine weitere Ausbreitung der ASP wird aktuell ein fester Zaun entlang der brandenburgisch-polnischen Grenze errichtet. Von insgesamt rund 250 Kilometern sind etwa 150 Kilometer fertiggestellt. Im Süden von Brandenburg ist der Infektionsdruck aus Polen am stärksten. Hier gibt es seit Mitte Dezember einen geschlossenen Zaun zwischen Frankfurt (Oder) der sächsischen Grenze.

In Neuzelle hat in der ersten "Weißen Zone" die Entnahme der Wildschweine begonnen. Um das zweite Kerngebiet im Landkreis Märkisch-Oderland ist der äußere Ring der Weißen Zone geschlossen, im dritten und größten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree werden beide Ringe derzeit gebaut.

Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer und Agrarstaatssekretärin Silvia Bender zeige sich das Seuchengeschehen insgesamt stabil, neue Fälle kamen in den letzten Wochen nur innerhalb der Restriktionsgebiete hinzu. 

Aktuell gibt es 514 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (497) und Sachsen (17).

Mehr als 500 ASP-Fälle

19. Januar:

Nach Angaben des TierSeuchenInformationsSystems (TSIS) wurden am 15.01.21 sieben weitere ASP-Fälle im bestehenden Restriktionsgebiet des Landkreises Oder-Spree in Brandenburg festgestellt. Damit gibt es jetzt 513 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (496) und Sachsen (17).

18. Januar:

Inzwischen gibt es 509 vom FLI bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild, 489 in Brandenburg und 17 in Sachsen.

15. Januar:

Seit dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Deutschland bei einem Wildschwein am 10.09.2020 wurde das Virus bei insgesamt über 500 weiteren Wildschweinen festgestellt. Bisher wurden mit ASP-infizierte Wildschweinkadaver in den Bundesländern Brandenburg und Sachsen gefunden.

In den letzten zwei Tagen wurden elf weitere ASP-Fälle festgestellt. Diese traten in den bereits bestehenden Restriktionsgebieten der Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Spree-Neiße in Brandenburg auf. 

Damit gibt es jetzt 506 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (489) und Sachsen (17).

FLI empfiehlt Aufstallungen

14. Januar:

In seiner aktuellen Risikoeinschätzung weist das FLI darauf hin, dass Hausschweinebestände, in deren Nähe ASP-infizierte Wildschweine festgestellt wurden, einem höheren Risiko unterliegen, einen ASP-Ausbruch zu erleiden.

Die in der SchHaltHygV vorgesehenen Maßnahmen für Auslauf- und Freilandhaltungen können laut FLI einen Eintrag des ASP-Virus nicht mit der erforderlichen Sicherheit verhindern. Das FLI empfiehlt daher die Aufstallung aller in Auslauf oder Freilandhaltungen lebenden Schweine (Aufstallungsgebot). Biobetriebe sollten dafür Sorge tragen, ihren Biosiegelstatus dann nicht zu verlieren.

Im Zuge der ASP-Bekämpfung hat die oberste Jagdbehörde in Brandenburg die Jagdzeit auf Schalenwild in den von ASP betroffenen Gebieten bis zum 31. Januar verlängert. 

Vandalismus erschwert ASP-Bekämpfung - Entwarnung in Potsdam

13. Januar:

In Brandenburg wurden weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen festgestellt. Die Fundorte befinden sich in den bestehenden Restriktionsgebieten in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße.  

Damit gibt es jetzt 495 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (478) und Sachsen (17).

12. Januar:

Immer wieder berichten Behörden von mutwilliger Beschädigung von Wildschutzzäunen, die bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Brandenburg und Sachsen eine weitere Ausbreitung der Tierseuche im Schwarzwildbestand verhindern sollen. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner kritisierte dies letzte Woche scharf und warnte vor einer Gefährdung des Erfolgs der Seuchenbekämpfung.

In Sachsen sei es bereits wiederholt zur Zerstörung mehrerer hundert Meter langer Zaunabschnitte gekommen.

Auch würden Gatter und Gittertore auf Feldwegen nach dem Durchfahren nicht wieder geschlossen. 

Entlang der deutsch-polnischen Grenze wurden bisher in Mecklenburg-Vorpommern 63 Kilometer Wildschutzzaun, in Brandenburg 127 km Kilometer und in Sachsen 56 Kilometer aufgestellt. 

Entwarnung in Potsdam: Umfangreiche Untersuchungen des FLI ergaben, dass das aufgefundene Wildschwein nicht mit ASP infiziert war. Eine erste Untersuchung durch das Landeslabor waren zuvor positiv ausgefallen und hatten den ASP-Verdacht aufkommen lassen.

Schweinepest jetzt auch in Potsdam?

8. Januar 2021:

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) soll nun auch ins Landesinnere vorgerückt sein. In Potsdam soll ein Wildschwein-Kadaver gefunden worden sein. Dieser steht in Verdacht, sich zuvor mit der Tierseuche infiziert zu haben. Das FLI prüft den Fall derzeit.

Aktuell gibt es insgesamt 480 Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in zwei Landkreisen Brandenburgs (Oder-Spree und Märkisch-Oderland, 463 Fälle) sowie in Sachsen (17). Der erste ASP-Ausbruch bei einem Wildschwein wurde am 10. September 2020 amtlich festgestellt. Hausschweinbestände sind nach wie vor nicht betroffen.

BMEL appelliert an Aufrechterhaltung der Maßnahmen - 391 ASP-Fälle

30. Dezember:

In Brandenburg wurde ein weiterer Fall vom FLI bestätigt. Der Fall stammt aus den bisherigen Restriktionszonen.

Damit gibt es jetzt 391 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (375) und Sachsen (16).

29. Dezember:

In Brandenburg wurden gestern 17 weitere ASP-Fälle durch das FLI bestätigt. Die Fundorte liegen alle in den bisherigen Restriktionszonen in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland.

Damit gibt es jetzt 390 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (374) und Sachsen (16).

28. Dezember:

Das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) weist darauf hin, dass die ASP-Bekämpfung im Wildschweinbereich nur erfolgreich sein kann, wenn alle Maßnahmen weiterhin eingehalten werden.

Der parlamentarische Staatssekretär Uwe Feiler appelliert daher an Landwirte, Jäger, Behörden und Bürger, dringend Seuchenbekämpfungs- und auch Schutzmaßnahmen konsequent anzuwenden. 

Nach Angaben des Tierseucheninformationssystem TSIS wurden in der vergangenen Woche 14 weitere ASP-Fälle bei Schwarzwild in Brandenburg durch das FLI bestätigt. Es handelt sich um Fälle aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland. 

Damit gibt es jetzt insgesamt 373 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg (357) und Sachsen (16).

Weiterer Fund in Sachsen - Belgien international ASP-frei

23. Dezember: 

Das FLI hat einen weiteren Fall von ASP bei einem Wildschweinkadaver in Sachsen bestätigt. 

Damit gibt es jetzt insgesamt 359 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg (343) und Sachsen (16).

Der Fund wurde wie alle anderen vorher in unmittelbarer Nähe der Neiße, östlich des jüngst errichteten festen Wildschweinabwehrzauns festgestellt. Sämtliche in den aktuellen Allgemeinverfügungen der Landesdirektion Sachsen festgelegten Maßnahmen im gefährdeten Gebiet und in der Pufferzone bleiben gültig.

Belgien erhält den Status ASP-frei auf internationaler Ebene zurück. Gestern genehmigte die Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) die von Belgien am 27. Oktober vorgelegte Selbsterklärung zur Wiederherstellung des Status frei von Afrikanischer Schweinepest (ASP) für Haus- und Wildschweine auf internationaler Ebene. Auf europäischer Ebene wurde Belgien schon im November als ASP-freies Land anerkannt.

358 ASP-Fälle

22. Dezember:

In Brandenburg wurde gestern bei 12 weiteren Wildschweinen der amtliche ASP-Verdacht vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt. Es handelt sich um Fälle aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland. Damit gibt es jetzt insgesamt 358 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg (343) und Sachsen (15).

21. Dezember:

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat Ende vergangener Woche bei 23 weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt.

Es handelt sich um Fälle aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und Märkisch-Oderland. Damit gibt es jetzt insgesamt 345 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg (330) und Sachsen (15).

17. Dezember:

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat bei zwanzig weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt.

Es handelt sich um Fälle aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Spree-Neiße, Oder-Spree und Märkisch-Oderland. Damit gibt es jetzt insgesamt 322 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg (307) und Sachsen (15).

14. Dezember:

Ende letzter Woche wurden neun weitere ASP-Fälle bei Schwarzwild im Landkreis Oder-Spree durch das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt.

Damit gibt es jetzt insgesamt 302 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg (287) und Sachsen (15).

Sachsen erweitert Restriktionszonen bis an brandenburgische Landesgrenze

11. Dezember:

Der Freistaat Sachsen legt die Restriktionszonen im Landkreis Görlitz neu fest, um eine weitere Ausbreitung der ASP zu verhindern. Aufgrund der neuesten Funde mehrerer infizierter Tiere bei Sagar wird die als gefährdetes Gebiet bezeichnete innere Infektionszone im Norden bis an die Landesgrenze zu Brandenburg erweitert. Sie vergrößert sich damit von 135 Quadratkilometer auf 157 Quadratkilometer. Die feste Umzäunung des gefährdeten Gebiets läuft auf Hochtouren, damit die gezielte Entnahme aller Wildschweine beginnen kann. Ebenso wird weiter intensiv nach Fallwild gesucht.

293 ASP-Fälle - BMEL weiter in Verhandlungen mit China

10. Dezember:

Vom FLI wurde bei mehreren weiteren Wildschweinen der amtliche ASP-Verdacht bestätigt. Es handelt sich um Fallwildfunde aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland. 

Damit gibt es nun insgesamt 293 bestätigte ASP-Fälle, 278 in Brandenburg und 15 in Sachsen.

Das BMEL hat kürzlich einen umfassenden chinesischen Fragenkatalog an das chinesische Landwirtschaftsministerium übermittelt. Darin geht es unter anderem um die ergriffenen Maßnahmen, damit sich die Afrikanische Schweinepest nicht weiter verbreitet, die Verhinderung von Neueinträgen nach Deutschland sowie zur Früherkennung von ASP-Ausbrüchen in der Wild- und Hausschweinepopulation Deutschlands. Eine Reaktion der Volksrepublik China auf den Fragenkatalog steht bisher aus.

Die Staatssekretärin im BMEL, Beate Kasch, hat in den zuletzt geführten Gesprächen mit der chinesischen Hauptzollbehörde (GACC) und dem chinesischen Landwirtschaftsministerium (MARA) erreicht, dass die chinesische Seite bereit ist, die Gespräche zunächst auf Ebene der Chefveterinäre fortzusetzen. In deren Mittelpunkt wird der Wunsch der Anerkennung der Regionalisierung stehen, damit ein Export aus ASP freien Gebieten in Deutschland wieder möglich wird.

263 ASP-Fälle - Sachsens Zaun schließt an Brandenburg an

8. Dezember:

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat bei neun weiteren Wildschweinen den amtlichen Verdacht der ASP bestätigt. Die Fälle stammen aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree.

Insgesamt gibt es nun 263 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (248) und Sachsen (15).

7. Dezember:

Nach Angaben des TierSeuchenInformationsSystems (TSIS) wurden am vergangene Woche Freitag und Samstag zehn weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen in Brandenburg im Landkreis Märkisch-Oderland festgestellt.

Damit gibt es jetzt 254 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (239) und Sachsen (15).

In den ASP-Restriktionszonen in Brandenburg wurden weitere Nutzungsverbote von land- und forstwirtschaftlichen Flächen zurückgenommen. Mit dem nun erfolgten Abschluss der Eingrenzung der Weißen Zone um das erste Kerngebiet in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße ist hier die Nutzung von Forst- und Waldwirtschaft wieder möglich.

In Sachsen konnte Vollzug beim Bau eines stabilen schwarzwildsicheren Schutzzauns gemeldet werden. Dieser ist 56 km lang und reicht entlang der polnischen Grenze von Görlitz bis Bad Muskau, wo der Anschluss an den Zaun in Brandenburg nun hergestellt wurde.

240 ASP-Fälle - 40 Fälle auf der Oderinsel

3. Dezember:

Das FLI hat bei 42 weiteren Wildschweinen den amtlichen Verdacht von ASP bestätigt.

Dabei stammen 40 Fälle von der Oderinsel bei Küstrin-Kietz im Kerngebiet des Landkreises Märkisch-Oderland. Zwei Fälle stammen aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree. Alle Funde befinden sich in den bereits eingerichteten Kerngebieten in Brandenburg, sodass sich keine neue Sachlage bei der Ausbreitung des Seuchengeschehens ergibt.

Damit liegt die Gesamtzahl der bestätigten ASP-Fälle bei 240, davon 225 in Brandenburg und 15 in Sachsen.

197 ASP-Fälle - Wildschweinentnahme in der weißen Zone beginnt

2. Dezember:

Im Landkreis Görlitz in Sachsen wurden vier weitere Fälle von ASP bestätigt. Die Zahl steigt damit auf 197 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (182) und Sachsen (15).

Die Errichtung der weißen Zone, die doppelte Umzäunung des ersten Kerngebiets in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße, ist in Brandenburg fast abgeschlossen. Nach vollständiger Eingrenzung kann die Entnahme der Wildschweine aus diesem Gebiet beginnen. Mit der Wildschweinbejagung in der weißen Zone soll die Infektionskette durchbrochen werden. Ziel ist nun die zügige, möglichst vollständige Entnahme des Schwarzwildes in der weißen Zone.

Bei ihrem Besuch in der weißen Zone bei Neuzelle zeigten sich die Leiterin des ASP-Landeskrisenstabs, Verbraucherstaatssekretärin Anna Heyer-Stuffer und Agrarstaatssekretärin Silvia Bender beeindruckt von den Arbeiten, die in den vergangenen Wochen geleistet wurden: rund 125 Zaunkilometer wurden verbaut und mehr als 120 Lebendfallen wurden aufgestellt.

Beim Bau des festen, schwarzwildsicheren Wildschutzzauns (sogenanntes Knotengeflecht) entlang der Grenze zu Polen konnte Sachsen heute an den Zaun in Brandenburg anschließen.

Zaunbau in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern abgeschlossen

1. Dezember:

In Bayern sind die festen Wildzäune zur Abwehr der ASP entlang der Bundesautobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik fertiggestellt. Auf einer Gesamtlänge von rund 500 Kilometern wurden die bestehenden Wildzäune durch die zuständigen Autobahnmeistereien auf Schäden überprüft, in Stand gesetzt und vorhandene Lücken durch das Errichten neuer Zäune geschlossen. 

Darüber hinaus wurde für Bayern bislang insgesamt rund 500 Kilometer Zaunmaterial (Elektro-, Wildschutz- und Duftzäune) beschafft, das im Seuchenfall schnell und unbürokratisch vor Ort eingesetzt werden könne. Zusätzlich wurden nochmal 3 Millionen Euro für weiteres Zaunmaterial zur Verfügung gestellt. Damit kann das bestehende Zaunmaterial noch einmal ungefähr verdoppelt werden.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern hat Agrar- und Umweltminister Dr. Till Backhaus gestern bei Pomellen den letzten Pfahl für den Wildschutzzaun gesetzt. Der Zaun zieht sich entlang der Grenze zu Polen auf rund 63 Kilometern Länge. 

Um einen weiteren Anreiz für eine verstärkte Bejagung zu bieten, haben beide Bundesländer eine Erhöhung der Abschussprämie für Wildschweine beschlossen. In Bayern soll die Aufwandsentschädigung in Höhe von 70 Euro pro Wildschwein ab heute für das aktuelle Jagdjahr gezahlt werden. In Mecklenburg-Vorpommern gibt es ab heute 50 statt 25 Euro pro erlegtem Stück Schwarzwild.

193 ASP-Fälle - Hessen erhöht Aufwandsentschädigung für Jäger

30. November:

In Brandenburg und Sachsen wurden acht weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen festgestellt. 

Die fünf Fälle in Brandenburg stammen aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland.

Drei weitere Fälle wurden im Landkreis Görlitz in Sachsen festgestellt. 

Damit gibt es jetzt 193 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (182) und Sachsen (11).

27. November: 

Ein weiterer ASP-Fall wurde amtlich bestätigt. Der neue Fund in Brandenburg stammt aus der bisherigen Restriktionszone im Landkreis Oder-Spree.

Damit gibt es jetzt 185 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (177) und Sachsen (8).

Ab dem 01. Dezember 2020 erhalten Jäger in Hessen eine erhöhte Aufwandsentschädigung von 50 Euro, wenn sie Wildschweinkadaver auffinden und diese beproben. Das Hessische Umweltministerium hat den Entschädigungsbeitrag erhöht und das Verfahren zur Probeneinsendung erleichtert, um mehr Jäger zur Kadaversuche zu animieren. Laut Umweltministerin Priska Hinz sei die frühzeitige Erkennung der ASP entscheidend für eine erfolgreiche Bekämpfung in Hessen.

184 ASP-Fälle - Zaunbau in Sachsen geht voran

26. November:

Bei vier weiteren Wildschweinen in Brandenburg wurde der amtliche Verdacht auf ASP bestätigt. Alle vier Fälle stammen aus den bestehenden Kerngebieten in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland.

Damit gibt es jetzt 184 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (176) und Sachsen (8).

25. November:

In Brandenburg wurden vier weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen festgestellt. 

Die neuen Funde in Brandenburg stammen alle aus der bisherigen Restriktionszone im Landkreis Oder-Spree. Damit gibt es jetzt insgesamt 180 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (172) und Sachsen (8).

In Sachsen wurden inzwischen 25 Kilometer fester Metallzaun um das gefährdete Gebiet und entlang der Grenze zu Polen installiert. Im Landkreis Görlitz ist die flächendeckende Fallwildsuche des gefährdeten Gebiets abgeschlossen.  Auf der insgesamt 13.500 Hektar großen Restriktionszone an der Grenze zu Polen wurden bei der sogenannten Fallwildsuche insgesamt 53 Kadaver bzw. Kadaverteile entdeckt, bei 7 davon wurde ASP nachgewiesen. Alle positiven ASP-Funde wurden im grenznahen Bereich der Neiße gemacht.

Die bestehende Infektionslage wird nun zusammen mit dem FLI bewertet und es soll über weitere Maßnahmen und Schritte entschieden werden.

176 ASP-Fälle - Belgien wieder ASP-frei

24. November:

In Brandenburg und Sachsen wurden sechs weitere ASP-Fälle bei Wildschweinen festgestellt. Alle Funde liegen in den bisher bestehenden Restriktionsgebieten.

Im Landkreis Oder-Spree in Brandenburg wurden fünf weitere Fälle und im Landkreis Görlitz in Sachsen wurde ein weiterer Fall gemeldet.

Damit gibt es jetzt insgesamt 176 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (168) und Sachsen (8).

Die Europäische Kommission hat heute bekannt gegeben, dass sie eine Verordnung angenommen hat, mit der Belgien wieder als frei von der Afrikanischen Schweinepest (ASP) gilt. Vorausgegangen war eine Präsentation Belgiens im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF), in der die belgischen Behörden über die Erfolge bei der ASP-Bekämpfung berichtet hatten.

Dasselbe strebt Deutschland an, wie die Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner im Interview mit der Augsburger Allgemeinen am 16. November erklärte.

Weiße Zone in Brandenburg kurz vor Abschluss

23. November: 

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg (MSGIV) hat bekannt gegeben, dass die erste weiße Zone und damit die doppelte Umzäunung des Kerngebiets um den ersten Fundort bei Neuzelle im Landkreis Oder-Spree kurz vor dem Abschluss steht. Knapp zwölf von insgesamt 125 Zaunkilometern müssen noch gebaut werden. Sobald der innere Ring endgültig geschlossen sei, werde man mit der Entnahme der Wildschweine beginnen. Das Gebiet wurde inzwischen mehrfach nach Fallwild abgesucht. Rund 100 Angehörige der Bundeswehr haben 176 Quadratkilometer abgesucht.

Laut MSGIV können dann auch die Einschränkungen in Land- und Forstwirtschaft innerhalb des eingezäunten Gebietes sukzessive aufgehoben werden. 

170 ASP-Fälle - Experten bestätigen Vorgehen in Brandenburg

20. November: 

Das FLI hat weitere ASP-Fälle nachgewiesen. In Brandenburg gab es sechs weitere Fälle im Restriktionsgebiet im Landkreis Oder-Spree. In Sachsen wurden zwei weitere Fälle festgestellt, die in der Gemeinde Krauschwitz im Restriktionsgebiet im Landkreis Görlitz gefunden wurden.

Damit gibt es jetzt insgesamt 170 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild in Brandenburg (163) und Sachsen (7).

Experten des EU-Veterinärnotfallteams (EUVET) haben das Vorgehen in Brandenburg bei der Bekämpfung der ASP bestätigt. In einem Bericht loben die Mitglieder des EUVET-Teams die Behörden vor Ort und geben konkrete Empfehlungen zur Eindämmung des Seuchengeschehens: unter anderem vorübergehende Einschränkung von land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeiten, eine schnelle Einzäunung der Kerngebiete, die zügige Errichtung von wildschweinfreien Weißen Zonen und eine großflächige Suche nach Fallwild. Zudem empfehle das EUVET-Team den Bau eines festen Wildschwein-Zauns an der deutsch-polnischen Grenze.

Die Experten gehen von einem Übertritt der Tierseuche aus Polen aus. 

162 ASP-Fälle - Brandenburg erweitert Restriktionszonen

19. November:

Das FLI hat vier weitere ASP-Fälle in Brandenburg bestätigt. Die Fälle stammen aus den bestehenden Kerngebieten im Landkreis Oder-Spree. 

Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle liegt damit bei 162, davon fünf in Sachsen.

18. November: 

Es wurden vier neue Fälle von ASP bei Wildschweinen bestätigt. Die Fälle stammen aus den Kerngebieten aus Oder-Spree und Märkisch-Oderland.

Auch bei zwei weiteren Wildschweinen im Landkreis Görlitz hat sich der amtliche Verdacht auf ASP bestätigt. Die Gesamtzahl der Fälle liegt damit bei 158, davon fünf in Sachsen. 

Per Allgemeinverfügung hat das Land Brandenburg gestern die Restriktionszonen im Kampf gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aktualisiert. In den Landkreisen Märkisch-Oderland und Uckermark wurden die Pufferzonen erweitert bzw. neu eingerichtet. Damit schließe der Landkreis Märkisch-Oderland den Korridor bis Barnim, über dem Landkreis Barnim schließe die neue Pufferzone im Landkreis Uckermark an. Damit ist jetzt ein Gebiet über rund 250 Kilometer als ASP-Restriktionszone definiert.

Die Leiterin des ASP-Krisenstabs in Brandenburg, Anna Heyer-Stuffer, teilte gestern mit, dass das dritte Kerngebiet in den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald um Friedland/Klein Briesen mit einem vorläufigen Zaun umschlossen sei. Heyer-Stuffer erklärte, dass das gesamte Kerngebiet und die künftige Weiße Zone innerhalb von zwei Wochen systematisch nach Fallwild abgesucht wurde.

Zwei weitere ASP-Fälle in Sachsen

16. November:

Im Landkreis Görlitz wurden bei der Fallwildsuche mehrere verendete Wildschweine aufgefunden. Bei zwei Wildschweinen hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) den amtlichen Verdacht auf ASP bestätigt. Es handelt sich dabei um Knochenfunde, die ca. 8 km entfernt vom ersten Fundort in Sachsen nahe der polnischen Grenze liegen. Damit liegt die Gesamtzahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen zusammen jetzt bei 152.

Seit der Festlegung der Restriktionszonen am 11. November 2020 wird gezielt und verstärkt nach Fallwild gesucht. Aktuell waren zuletzt 11 Suchstaffeln mit über 150 Personen im gefährdeten Gebiet im Landkreis Görlitz im Einsatz. Im Rahmen der Fallwildsuche wurden mehrere verendete Wildschweine aufgefunden. Jedes aufgefundene Tier wird beprobt und auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest untersucht. 

150 ASP-Fälle - effizientere Kadaversuche

13. November:

Das FLI hat bei drei weiteren Wildschweinen den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. Alle drei Wildschweine stammen aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree.

Damit liegt die Gesamtzahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen jetzt bei 150.

12. November: 

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat bei fünf weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. 

Die Fälle stammen zum Teil von der Oder-Insel im Kerngebiet des Landkreises Märkisch-Oderland und aus dem Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree. Damit gibt es jetzt insgesamt 146 bestätigte ASP-Fälle beim Schwarzwild im Land Brandenburg und einen ASP-Fall in Sachsen. Damit liegt die Gesamtzahl bei 147 ASP-Fällen.

In Brandenburg können ab heute sieben eigene Suchhunde eingesetzt werden, die bei den ASP-Maßnahmen in den ausgewiesenen Restriktionszonen helfen sollen. Bisher wurden geschulte Suchhunde aus anderen Bundesländern eingesetzt. Die Hunde seien in Restriktionszonen mit Wäldern oder Sumpflandschaften unersetzbar und ein wichtiger Baustein im Kampf gegen die weitere Ausbreitung der ASP, so Staatssekretärin Heyer-Stuffer.

142 bestätigte ASP-Fälle

10. November:

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat gestern bei acht weiteren Wildschweinen den amtlichen ASP-Verdacht bestätigt. Alle Fälle stammen aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree. Damit liegt die Gesamtzahl der ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg und Sachsen jetzt bei 142.

In Sachsen ist es weiterhin bei einem Fund geblieben.

9. November:

Das FLI hat bei sechs weiteren Wildschweinen den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt.

Nach Angaben des TierSeuchenInformationsSystems (TSIS) wurden am vergangenen Freitag 6 weitere ASP-Fälle im bisher bestehenden Restriktionsgebiet festgestellt. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen.

Zwei Wildschweine stammen aus dem ersten Kerngebiet (Landkreis Oder-Spree); vier Wildschweine aus dem zweiten Kerngebiet (Landkreis Märkisch-Oderland).

128 ASP-Fälle - Restriktionszonen wurden angepasst

7. November:

Das FLI hat bei 3 weiteren Wildschweinen den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. Bei allen drei Funden handelt es sich um Fallwild aus dem ersten Kerngebiet im Landkreis Oder-Spree um Neuzelle.

Insgesamt gibt es damit 128 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Deutschland. Im Kampf gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg haben betroffene Landkreise per Allgemeinverfügungen ihre Restriktionszonen an die aktuelle Lage angepasst.

In den Landkreisen Oder-Spree und Dahme-Spreewald wurde ein weiteres Kerngebiet eingerichtet und die übrigen Restriktionszonen erweitert, für den Landkreis Barnim wurde eine Pufferzone eingerichtet. In diesem Gebiet wird verstärkt nach Fallwild gesucht.

ASP: Sachsen legt strengere Regeln fest

5. November: 

Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest (ASP) gelten in Sachsen ab sofort besondere Regelungen für Jäger, Schweinehalter und die Allgemeinheit.

Sachsen eine Allgemeinverfügung erlassen, die eine Restriktionszone festlegt. Diese Zone beschreibt ein gefährdetes Gebiet um die Abschussstelle eines ASP-infizierten Wildschweins in der Ortslage Krauschwitz/Pechern im Landkreis Görlitz. Laut Verfügung gilt in diesem Gebiet ein Jagdverbot, Schweinhalter dürfen hier keine Freilandhaltung mehr betreiben.

Angesichts des ASP-Ausbruchs in Sachsen verstärkt auch das Bundesland Bayern seine Präventionsmaßnahmen. So ist der Bau fester Zäune entlang der Bundesautobahnen im Gebiet der Grenze zu Thüringen, Sachsen und der Tschechischen Republik geplant. Die Gesamtlänge des Zauns soll etwa 500 Kilometer betragen. Die Baumaßnahmen stünden kurz vor dem Abschluss.

Die intensive Bejagung von Wildschweinen wurde in Bayern außerdem für das aktuelle Jagdjahr auf Keiler ausgeweitet. 

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Sieben weitere ASP-Fälle - Insgesamt 124

2. November: 

Das FLI bestätigt sieben weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen. Davon stammen sechs aus dem Landkreis Oder-Spree, davon zwei aus dem ersten Kerngebiet und vier aus dem am 30.10.2020 neu ausgewiesenen, dritten Kerngebiet bei Friedland/Klein Briesen. Ein weiterer Fall komme aus dem Landkreis Spree-Neiße, ebenfalls aus dem ersten Kerngebiet.

Im Land Brandenburg liegen aktuell 123 bestätigte ASP-Fälle bei Schwarzwild vor. Mit dem am Wochenende bestätigten ASP-Fall bei einem Wildschwein in Sachsen im Landkreis Görlitz liegt die Gesamtzahl der ASP-Fälle in Deutschland nun bei 124. 

ASP nun auch in Sachsen

31. Oktober:

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde nun erstmals auch bei einem Wildschwein in Sachsen nachgewiesen. Damit erhöht sich die Anzahl ASP-infizierter Wildschweine auf insgesamt 117 Tiere.

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Weitere elf Fälle

30. Oktober:

Das BMEL informiert, dass sich der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei elf weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt hat. 

Alle Wildschweine stammen aus der bisherigen Restriktionszone.

Insgesamt gibt es jetzt 114 bestätigte Fälle.

103 bestätigte ASP-Fälle

28. Oktober:

Neun weitere ASP-Funde in Brandenburg: Insgesamt gibt es jetzt 103 bestätigte Fälle.

27. Oktober:

Der amtliche Verdacht der ASP hat sich bei drei weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt.

Zwei Wildschweine stammen aus dem ersten Kerngebiet (Landkreis Oder-Spree); ein Wildschwein aus dem zweiten Kerngebiet (Landkreis Märkisch-Oderland).

Insgesamt gibt es jetzt 94 bestätigte Fälle.

23. Oktober:

Das BMEL informiert, dass sich der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei fünf weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt hat.

Drei Wildschweine stammen aus dem ersten Kerngebiet (die drei Funde liegen im Landkreis Oder-Spree); zwei Wildschweine aus dem zweiten Kerngebiet (diese Funde liegen im Landkreis Märkisch Oderland).

Die Anzahl der vom FLI bestätigten Fälle hat sich damit auf 91 erhöht.

22. Oktober:

Das FLI bestätigt sechs weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen in Brandenburg. Die sechs Wildschweine stammen aus dem ersten Kerngebiet – alle Funde liegen im Landkreis Oder-Spree.

Die Zahl der bestätigten Fälle liegt damit bei 86.

21. Oktober: 

Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) bestätigt neun weitere Fälle von ASP bei Wildschweinen in Brandenburg.

Acht Wildschweine stammen aus dem ersten Kerngebiet (Landkreis Oder-Spree); ein Wildschwein aus dem zweiten Kerngebiet (Landkreis Märkisch Oderland). Die Hausschweinbestände in Deutschland sind nach wie vor frei von der ASP.

Die Zahl der bestätigten Fälle steigt damit auf 80. 

 

20. Oktober: Das FLI bestätigt nun insgesamt 71 ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg. Hausschweinbestände sind nach wie vor nicht betroffen.

Freiland-Schweine in Ställen halten?

19. Oktober: 

Julia Klöckner kündigte an, sie wolle sich zeitnah mit ihren Amtskollegen aus Polen und Tschechien treffen, um sich beim Kampf gegen die ASP abzustimmen.

Dazu habe sie bereits mit dem neuen polnischen Agrarminister telefoniert und erörtert, "wie wir die Wildschweinbarrieren noch stärker auf beiden Seiten optimieren können", sagte Klöckner. Ihr Ziel sei es, dass Deutschland so schnell wie möglich wieder ASP-frei werde. Sie wies darauf hin, dass es in einem Land mindestens zwölf Monate lang keinen positiven Befund geben dürfe, damit es als ASP-frei gelte.

DBV-Präsident Rukwied brachte in seiner Grundsatzrede auf dem Bauerntag in Erfurt vor den Delegierten auch Sicherheitsmaßnahmen für die Freiland- und Auslaufhaltung von Schweinen ins Spiel. Man müsse darüber diskutieren, "ob nicht mindestens temporär - ähnlich wie beim Thema, wenn die Geflügelpest ausbricht, Freilandhaltungen in Gebäude gehören". Es gebe Betriebe, bei denen die Sicherungsmaßnahmen nicht dem entsprächen, was notwendig wäre.

70 bestätigte ASP-Fälle

16. Oktober, 15:27:

Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat heute bei einem weiteren Wildschwein den amtlichen Verdacht auf Afrikanische Schweinepest (ASP) bestätigt. Es handelt sich dabei um ein im Landkreis Oder-Spree erlegtes Tier.

Wie das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz (MSGIV) Brandenburg heute bekannt gab, hat das FLI die Tierseuche in der entsprechenden Probe eines weiteren Wildschweins nachgewiesen. Das Tier wurde innerhalb des ersten Kerngebiets bei Neuzelle im Landkreis Oder-Spree erlegt. 

Insgesamt gibt es damit 70 bestätigte Fälle. 

BMEL ermöglicht Schlachtung von Schweinen

16. Oktober:

Der Tierschutz bleibt auch in den Restriktionsgebieten in Brandenburg gewährleistet. In diesen Gebieten liegen über 300 schweinhaltende Betriebe mit circa 85.000 Tieren. Aus Tierschutzgründen ist es notwendig, dass auch diese Tiere geschlachtet werden können, da sonst zunehmend ein Platzproblem in den Ställen droht. Auf Initiative von Julia Klöckner wurde erreicht, dass es nun Schlachtmöglichkeiten gibt: Das dazu erforderliche Verfahren bei der europäischen Kommission hat das BMEL abgeschlossen.

Das BMEL unterstützt zudem das betroffene Bundesland Brandenburg beim Bau des festen Zauns an der Grenze zu Polen. Die Länder sind zuständig für die Finanzierung des Zaunbaus. Bundesministerin Julia Klöckner hat eine Co-Finanzierung seitens der Europäischen Union erreicht.

Das Bundesministerium setzt sich für die Einrichtung einer weißen Zone ein. Ziel ist auch weiterhin, dass ein zweiter Zaun auf polnischer Seite errichtet wird, um eine sogenannte weiße Zone zu schaffen, die von Wildschweinen freigehalten werden soll. Dazu telefonierte Bundesministerin Julia Klöckner gestern mit ihrem polnischen Amtskollegen.

Vier neue ASP-Funde in Brandenburg

14. Oktober

Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigt vier weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg.

Die Fundorte von drei Wildscheinen liegen innerhalb ersten Kerngebiets – zwei Wildschweine wurden im Landkreis Oder-Spree, ein Wildschwein im Landkreis Spree-Neiße gefunden. Das weitere Wildschwein stammt aus dem zweiten Kerngebiet im Landkreis Märkisch-Oderland.

Insgesamt gibt es damit 69 bestätigte Fälle. 

10 neue ASP-Funde in Brandenburg

12. Oktober: Nach Angaben des FLI gibt es zehn neue ASP-Funde bei Wildschweinen in Brandenburg. Die Fundorte liegen alle innerhalb des ersten Kerngebiets. Insgesamt bestätigt das FLI nun 65 ASP-Fälle.

Neue ASP-Funde bei Wildschweinen in Brandenburg

9. Oktober: Insgesamt gibt es nun 55 bestätigte ASP-Fälle.

8. Oktober: Insgesamt gibt es nun 53 bestätigte ASP-Fälle. Die drei neuen Funde liegen im bestehenden Kerngebiet

7. Oktober: Die Zahl der ASP-Funde steigt auf insgesamt 50 Fälle, so das FLI.

3. Oktober: Drei weitere Fälle: Das FLI bestätigt nun insgesamt 49 ASP-Funde an Wildschweinen.

2. Oktober: Das FLI bestätigt 6 weitere Funde der ASP bei Wildschweinen im Kerngebiet. Damit ist die Zahl auf insgesamt 46 Fälle gestiegen.

1. Oktober: Das FLI bestätigt zwei weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Brandenburg. Die Fundorte befinden sich innerhalb des ersten Kerngebiets.Insgesamt gibt es damit 40 ASP-Fälle.

ASP hat erstmals das Kerngebiet verlassen

30. September: Ein mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) infiziertes Wildschwein wurde im Landkreis Märkisch-Oderland nachgewiesen. Damit hat die ASP das bisherige Kerngebiet in den Landkreisen Oder-Spree und Spree-Neiße verlassen. Der jetzige Fundort liegt etwa 70 Kilometer vom ersten Ausbruchsort entfernt.

Ein Jäger hatte den Überläufer erlegt. Der Landkreis Märkisch-Oderland hatte kurz zuvor den Bau eines festen Zaunes aufgrund zu hoher Kosten und "zweifelhaftem Nutzen" abgelehnt.

Ein weiteres infiziertes Wildschwein wurde außerdem im Kerngebiet gefunden. Aktuell gibt es somit insgesamt 38 bestätigte ASP-Fälle.

Weitere ASP-Fälle in Brandenburg bestätigt

28. September: Insgesamt gibt es jetzt insgesamt 36 bestätigte ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg, so das FLI.

26. September, 17:20: Das BMEL informiert, dass sich der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem weiteren Wildschwein in Brandenburg bestätigt hat. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in der entsprechenden Probe nachgewiesen. Der Fundort liegt innerhalb des Kerngebiets.

Insgesamt gibt es damit 35 bestätigte Fälle.

Niedersachsen ist auf ASP gut vorbereitet

26. September: Niedersachsens Agrarstaatssekretär Prof. Dr. Ludwig Theuvsen ist mit den Ergebnissen der Agrarministerkonferenz (AMK) im Saarland zufrieden.

"Die Ausbreitung der ASP können wir nur verhindern, wenn Bund und Länder jetzt an einem Strang ziehen. Die heutigen Beschlüsse sind eine gute Grundlage für diese schwierige, gemeinsame Aufgabe!" 

Der Agrarstaatssekretär machte in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich, dass Niedersachsen auf die ASP gut vorbereitet ist und diverse Maßnahmen umgesetzt habe. Dazu gehören unter anderem die Sensibilisierung von Schweinehaltern, Jägern, Viehhändlern und Transportunternehmen, die intensivere Bejagung von Wildschweinen sowie die regelmäßige Durchführung regionaler und landesweiter Übungen. 

Insgesamt 34 bestätigte ASP-Fälle

25. September, 17:37: Der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat sich bei zwei weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets.

Insgesamt gibt es damit jetzt 34 bestätigte Fälle.

25. September: Zum Abschluss der Agrarministerkonferenz im Saarland gab Julia Klöckner an, dass man sich auf eine gemeinschaftliche Finanzierung des Zaunbaus geeinigt habe. Die Länder werden sich untereinander solidarisch verhalten. Als Bund wurde mit der EU-Kommission geklärt, dass eine Ko-Finanzierung möglich ist. Weiterhin sei es aber dennoch wichtig, dass die Länder weitere wirksame Maßnahmen ergreifen, wie etwa eine verstärkte Kadaversuche und die genaue Eingrenzung des infizierten Gebietes. 

AMK-Vorsitzender Reinhold Jost gab an, dass ein 17-Punkte-Forderungskatalog erarbeitet worden sei. Arbeitsaufträge wurden an unterschiedliche Ebenen verteilt, die Länder werden sich gegenseitig bei der Kadaversuche unterstützen. 

Brandenburgs Landwirtschaftsminister Vogel bestätigte, dass eine "weiße Zone" eingerichtet werde. Die weiße Zone wird fünf Kilometer um das Kerngebiet herum mit festen, wildschweindichten Zäunen eingegrenzt. Alle darin befindlichen Wildschweine sollen getötet werden. Die Maßnahme war eine Empfehlung der Kommission von EU-Veterinären, die in Brandenburg vor Ort waren.

+++ 24. September, 17:16 +++

Brandenburg hat heute im Süden des Landes mit dem Bau eines festen Zaunes an der Grenze zu Polen begonnen. Dabei handele es sich um einen 1,50 Meter hohen, verzinkten Drahtzaun, der von Schwarzwild nicht durchbrochen werden könne, hieß es im Verbraucherschutzministerium. Der Landkreis Spree-Neiße wolle die Grenze zu Polen zudem von Norden her mit einem festen Zaum absichern, der Baubeginn sei offen.

+++ 24. September, 12:33 +++

Das BMEL informiert, dass sich der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei drei weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt hat. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets.

Insgesamt gibt es jetzt 32 bestätigte Fälle.

+++ 24. September, 12:13 +++

Anlässlich der Agrarministerkonferenz im Saarland fordern der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Deutsche Jagdverband (DJV) ein koordiniertes Vorgehen gegen die ASP: Ein zentraler Krisenstab solle die Aktivitäten über Kreis- oder Bundeslandgrenzen hinweg steuern.

Insbesondere die Grenze zu Polen müsse wildschweinsicher werden. Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen seien aufgerufen, eng zusammenzuarbeiten und die Empfehlungen des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) umzusetzen. DBV und DJV fordern weiterhin die Einbindung von Ortskundigen bei Kadaversuche und Bergung vor Ort, vor allem Jäger, Land- und Forstwirte. 

Bei der wildschweinsicheren Umzäunung bestehe noch erheblicher Handlungsbedarf.

+++ 24. September +++

Die Agrarminister der Länder werden bei ihrer zweitägigen Tagung ab diesem Donnerstag im saarländischen Weiskirchen über den Ausbruch der ASP und die Folgen sprechen. 

In einem Antrag geht es um die Finanzierung von Wildschweinschutzzäunen entlang der deutschen Staatsgrenze zu Ländern, aus denen eine Einschleppung der Tierseuche droht - wie derzeit zu Polen, aber künftig möglicherweise auch zu Belgien oder Tschechien. An den Kosten sollten Bund und Länder "solidarisch" beteiligt werden, da es "ein gesamtstaatliches Interesse" gebe, hieß es in dem Papier.

+++ 23. September, 14:06 +++

Der amtliche Verdacht der ASP hat sich bei neun weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets.

Insgesamt gibt es nun 29 bestätigte Fälle.

+++ 23. September +++

Hundestaffeln aus Schleswig-Holstein und Rheinland Pfalz suchen in den Gefahrenzonen um die Fundorte nach Wildschweinkadavern. Der Landesjagdverband bezweifelte, dass die Staffeln für die Suche reichten. "Was sollen so wenige Hunde auf einer Fläche so groß wie das Saarland ausrichten?" fragte Präsident Dirk-Henner Wellershoff.

Das seit Dienstag sich vor Ort befindende Team von Tierärzten will heute mit Behördenvertretern und Landwirten sprechen. 

+++ 22. September, 16:15 +++

Brandenburg hat nach zunehmenden Forderungen den Bau eines festen Zauns an der Grenze zu Polen angekündigt. 

Es geht zunächst um einen festen Zaun im Kreis Spree-Neiße. Das Ressort von Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher stelle Mittel bereit, um den Landkreis zu unterstützen. Darüber hinaus seien auch Landesmittel geplant, um "feste Zäune auch weiter in Richtung Norden zu bauen". Bisherige Verhandlungen mit Polen über einen festen Zaun seien gescheitert.

Die Ministerin kündigte auch die Einrichtung einer neuen technischen Einsatzleitung an, um die Zusammenarbeit mit Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei, Veterinären und Verbänden zu verbessern. Seit Dienstag sei ein Team von Tierärzten, die die EU-Kommission geschickt habe, in Brandenburg und lasse sich die Schutzmaßnahmen erläutern.

BMEL-Staatssekretärin Beate Kasch gab nach der Sitzung des Zentralen Krisenstabs Tierseuchenbekämpfung an, dass eine große Kraftanstrengung und ein geschlossenes Auftreten vor Ort notwendig seien, um die ASP einzudämmen. Mit den Erkenntnissen der Experten vor Ort gelte es jetzt, die Virusverbreitung in der Schwarzwildpopulation zu analysieren und die Hausschweinebestände weiter zu schützen. Am Morgen hatte Beate Kasch in Berlin bereits Experten der EUVET-Teams – des europäischen Veterinär-Notfallteams – getroffen.

+++ 22. September, 12:27 +++

Nach den ersten Fällen der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland sorgt sich Schweden, dass die Krankheit weiter Richtung Norden vorrücken könnte. Die Regierung sei sehr darauf bedacht, sie aus dem Land fernzuhalten, sagte die schwedische Ministerin für den ländlichen Raum, Jennie Nilsson.

Ein Einschleppen der Krankheit hätte schwerwiegende Konsequenzen für die Branche, darunter neben dem Produktionsausfall auch mögliche Exportbeschränkungen, ergänzte sie.

+++ 22. September +++

Der Deutsche Bauernverband will eine bessere Koordinierung der Krisenreaktion in Brandenburg nach den dortigen ASP-Fällen.

Man habe überhaupt kein Verständnis dafür, wenn am Tag X die Bekämpfungsmaßnahmen erst mit Verzögerung anliefen und mehrere Krisenstäbe nebeneinander her arbeiteten, ohne dass eine einheitliche Linie zu sehen sei.

Auch der Landesbauernverband hatte Kritik geübt und einen gemeinsamen Krisenstab in Brandenburg gefordert.

Die Staatssekretärin im Bundesagrarministerium, Beate Kasch, wird heute in Brandenburg vor Ort sein. Sie leitet direkt aus Potsdam eine Sitzung des Zentralen Krisenstabs Tierseuchen-bekämpfung, dem auch Vertreter der Länder und das bundeseigene Friedrich-Loeffler-Institut angehören.

Vor Ort wird sich Kasch mit den zuständigen Behörden auch über den aktuellen Stand der Infektionslage und die entsprechenden Schutzvorkehrungen austauschen. 

+++ 21. September, 15:42 +++

Der amtliche Verdacht der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat sich bei sieben weiteren Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Das Nationale Referenzlabor – das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) – hat die Tierseuche in den entsprechenden Proben nachgewiesen. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets.

Die Zahl der bestätigten Fälle liegt damit bei 20. 

+++ 21. September +++

Das Bundesagrarministerium sagte dem Land Brandenburg weitere Hilfe zu, um die Tierseuche einzudämmen.

Die Suche nach toten Wildschweinen wird ab heute verstärkt. Suchtrupps in der Kernzone des Gefahrengebiets im Landkreis Oder-Spree werden mit vier speziell ausgebildeten Suchhunden aus Rheinland-Pfalz unterstützt. Auch im Landkreis Spree-Neiße soll die Suche nach Kadavern mit Hunden verstärkt werden. Hubschrauber mit Wärmebildkameras und Drohnen kamen zum Einsatz.

+++ 20. September +++

Um die Suche nach weiteren verendeten Wildschweinen in der festgelegten Restriktionszone in Brandenburg zu beschleunigen, zahlt das Land Brandenburg ab sofort jedem Finder eine Prämie zwischen 100 und 150 Euro.

Das Land gab bekannt, dass ab sofort für das Auffinden verendeter Wildschweine (einschließlich Unfallwild) innerhalb von ausgewiesenen ASP-Restriktionszonen eine Aufwandsentschädigung gezahlt werde. Je nach Fundort soll diese 100 Euro (im Kerngebiet) oder 150 Euro (im gefährdeten Gebiet und in der Pufferzone) pro Tier betragen. 

+++ 18. September, 16:42 +++

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) wurde bei sechs weiteren Wildschweinen nachgewiesen, wie das Bundesagrarministerium am heutigen Freitag mitteilte. Insgesamt bestätigte das Friedrich-Loeffler-Institut bis heute dreizehn Fälle - allesamt Wildschweine. Die Orte, an denen die Tiere gefunden wurden, befanden sich alle innerhalb des festgelegten gefährdeten Gebiets.

+++ 17. September, 16:42 +++

Das BMEL meldet sieben bestätigte Fälle von ASP in Brandenburg. 

Der Fundort liegt innerhalb des gefährdeten Gebiets in der näheren Umgebung der Ortschaft Neuzelle im Landkreis Oder-Spree.

+++ 17. September +++

In Brandenburg sind zu den bestehenden sechs Fällen fünf Verdachtsfälle auf Schweinepest hinzugekommen. Diese sind ähnlich wie die am Mittwoch bestätigten fünf Fälle bei Neuzelle im Kreis Oder-Spree gefunden worden. Noch stehen die Ergebnisse über eine Infektion aus.

Die Suche nach verendeten Wildschweinen wird verstärkt. Seit Mittwoch sind nach Angaben des Landkreises 45 Mitarbeiter der Forstwirtschaft sowie Jäger um den Fundort des ersten Kadavers auf Fallsuche unterwegs.

Rund um den ersten Fundort des toten Wildschweins mit Schweinepest ist ein gefährdetes Gebiet mit Radius von bis zu 25 Kilometern abgegrenzt, in dem Restriktionen gelten. Die Nutzung land- und forstwirtschaftlicher Flächen ist verboten. 

+++ 15. September +++

Fünf weitere ASP-infizierte Wildschwein-Kadaver wurden in Brandenburg gefunden.

Es handelt sich um vier tot aufgefundene Wildschweine und ein krank erlegtes Tier. Tests im Landeslabor seien positiv gewesen und würden nun vom nationalen Labor, dem Friedrich-Loeffler-Institut, weiter untersucht.

+++ 14. September +++

Japan stoppt ebenfalls den Import von deutschem Schweinefleisch. 

Man sei mit den Regierungen dieser Länder weiterhin im Gespräch, um Regionalisierungs-Vereinbarungen zu erreichen, so die Bundesregierung.

+++ 12. September +++

China verbietet den Import von deutschem Schweinefleisch. 

Alle Lieferungen von Fleisch und Produkten von Schweinen oder Wildschweinen sollen zerstört oder zurückgeschickt werden. Alle Lieferungen, die vorher geschickt worden seien, sollen verschärft untersucht werden, bevor sie freigegeben werden.

Das Bundesagrarministerium will sich weiter für Handelsmöglichkeiten einsetzen. Man bleibe mit der chinesischen Regierung weiterhin im Gespräch, um eine Regionalisierungs-Vereinbarung zu erreichen. 

+++ 11. September, 16:00 +++

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften von Vieh und Fleisch (VEZG) setzte heute außer der Reihe den Erzeugerpreis für Schweinefleisch neu fest und senkte ihn von 1,47 Euro um 20 Cent auf 1,27 Euro je Kilogramm. "Das ist ein erheblicher Effekt", sagte Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks Niedersachsen. Bei einem Mastschwein mache der Wertverlust etwa 20 Euro aus.

+++ 11. September, 15:40 +++

In Brandenburg soll an diesem Samstag mit dem Aufstellen eines Elektrozauns in einem Radius von drei Kilometern um den Fundort des ersten infizierten Wildschweins begonnen werden, wie der Landkreis Spree-Neiße mitteilte. Um die Fundstelle des weitgehend verwesten Kadavers in der Gemeinde Schenkendöbern wurde ein vorläufiges gefährdetes Gebiet mit einem Radius von 15 Kilometern festgelegt.

+++ 11. September, 13:20 +++

Laut Bundesagrarministerium gibt es vorerst keine weiteren Funde.

Es gebe keinen Fall, der weiter entfernt liege, oder ein Überspringen auf einen Hausschweinbestand, sagte eine Sprecherin am Freitag in Berlin. Das Geschehen bleibe weiterhin sehr begrenzt auf eine Region und ein Wildschwein.

Mit Blick auf drohende Einschränkungen im globalen Handel mit Schweinefleisch liefen Gespräche mit Nicht-EU-Staaten. Ziel ist, Einfuhrstopps für Lieferungen aus Deutschland wegen der Schweinepest nur auf Betriebe aus betroffenen Regionen zu begrenzen.

+++ 11. September +++

Die Fleischwirtschaft sorgt sich in Bezug auf die Auswirkungen, die der erste Fall von Afrikanischer Schweinepest (ASP) in Deutschland haben wird. Vor allem das Geschäft außerhalb der EU ist betroffen.

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) gab an, dass faktisch derzeit kein Schweinefleisch nach China exportiert werden könne, da dafür keine Veterinärzertifikate mehr ausgestellt würden. Das Bundesagrarministerium habe aber bereits mitgeteilt, dass es dazu Gespräche gebe. Wie schnell eine Entscheidung falle, sei aber nicht absehbar. Bereits gestern hatte Südkorea den Import aus Deutschland gestoppt.

Der Handel in der EU sei weitgehend aufrechtzuerhalten, so ISN-Geschäftsführer Staack. "Die Frage ist nun, was tatsächlich passiert. Noch steht eine offizielle Entscheidung der chinesischen Veterinärbehörden aus, ob dennoch Schweinefleisch geliefert werden darf", sagte Staack.

Nun hänge es von den Gesprächen des Bundesministeriums ab, ob es nur regionale Beschränkungen geben werde und einzelne Unternehmen weiter nach China exportieren dürften. 

+++ 10. September, 16:27 +++

Südkorea hat die Einfuhr von Schweinefleisch aus der Bundesrepublik gestoppt. 

Das Verbot gelte für Produkte, die von Donnerstag an ausgeliefert würden, teilte das südkoreanische Landwirtschaftsministerium mit. Schweinefleisch, das bereits aus Deutschland eingetroffen sei, werde vom Zoll gründlich untersucht. Auf deutsche Produkte entfielen den Angaben zufolge mehr als 420.000 Tonnen oder 18 Prozent der Schweinefleischimporte im vergangenen Jahr.

In Südkorea selbst hatten die Behörden im vergangenen Jahr den Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest gemeldet.

+++ 10. September, 15:58 +++

Brandenburg hat möglicherweise betroffenen Landwirten Hilfe zugesichert. "Eines ist ganz klar: dass neben der Seuchenbekämpfung auch die Stabilisierung dieser Betriebe erfolgen muss", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke. 

Mit der Tierseuchenkasse sei Geld für einen solchen Krisenfall vorhanden. "Sollte dieses Geld nicht ausreichend sein, werden wir gemeinsam mit dem Landesbauernverband überlegen, was die Landesregierung tun kann."

Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher sagte, im schlimmsten Fall - wenn Hausschweine befallen seien und Tiere getötet werden müssten - gebe es Hilfen. Diesen Fall sehe sie derzeit aber nicht.

Regierungschef Woidke sprach von einer schwierigen Situation. "Das ist eine wirtschaftliche Bedrohung für eine Vielzahl von Betrieben weit über die betroffene Region hinaus", sagte Woidke. Er habe Kollegen aus Polen bei einer Videokonferenz über den Fall informiert.

In der 15-Kilometer-Zone gibt es laut Verbraucherschutzministerium rund 20 Schweinehalter, einer davon mit rund 5.000 Schweinen ist sieben Kilometer entfernt.

+++ 10. September, 15:12 +++

Barbara Otte-Kinast macht in einer Pressemitteilung deutlich, dass Niedersachsen auf den Ernstfall gut vorbereitet sei. 

Niedersachsen habe diverse Maßnahmen umgesetzt, um eine Einschleppung der ASP zu verhindern und im Fall eines Ausbruchs bestmöglich vorbereitet zu sein. Dazu gehöre die Sensibilisierung von Schweinehaltern, Jägern, Viehhändlern und Transportunternehmen, unter anderem mit Merkblättern und Infoveranstaltungen.

Zudem würden regionale und landesweite Übungen regelmäßig durchgeführt, um die Abläufe bei einem Seuchenfall einzuüben und zu verbessern, landesweite Bekämpfungs- und Prophylaxe-Strategie würden kontinuierlich weiterentwickelt. 

Im Rahmen der Prävention habe außerdem die Reduktion der Schwarzwildbestände eine hohe Bedeutung, erlegte Wildschweine und gefundenes Fallwild würden auf ASP untersucht. 

Die wirtschaftlichen Konsequenzen für die rund 5.300 Schweine haltenden Betriebe in Niedersachsen ließen sich zum derzeitigen Zeitpunkt schwer abschätzen. Auch Otte-Kinast äußerte die Sorge, dass bestimmte Drittländer außerhalb der EU Handelsbeschränkungen verhängen. 

+++ 10. September, 14:13 +++

Zusammen mit dem Landeskrisenstab sollen jetzt so schnell wie möglich die endgültigen Abgrenzungen der Restriktionsgebiete vorgenommen werden. Sie richten sich nach der Topographie, den Strukturen etc. und berücksichtigen dabei unter anderem auch das Vorhandensein von Rückzugsmöglichkeiten für Wildschweinerotten.

Im nächsten Schritt wird dann die Kernzone festgelegt, mit einem Radius von mindestens 3 km um den Fundort des Kadavers. Die Kernzone wird eingezäunt und es wird ein Betretungsverbot geben, um das Virus nicht zu verschleppen. 

Vorrangig soll die Suche nach weiteren ASP-Kadavern sofort intensiviert werden, um so schnell wie möglich Informationen über die räumliche Verbreitung der Seuche rund um den Fundort zu erhalten und so best- und schnellstmöglich eine weitere Verbreitung zu verhindern. 

Ob das ASP-infizierte Wildschwein zur polnischen Population in Westpolen gehörte und über die Grenze gekommen ist oder ob zum Beispiel ein "deutsches" Wildschwein sich über weggeworfene, mit ASP kontaminierte Lebensmittelreste infiziert hat, weiß man derzeit noch nicht. Das sollen aber weitere Untersuchungen klären. Entlang der deutsch-polnischen Grenzen in den beiden Landkreisen Spree-Neiße und Oder-Spree gibt es einen provisorischen Elektrozaun in einer Länge von 120 km, mit dem der Übertritt von Wildschweinen aus Polen nach Deutschland verhindert werden soll. Ein fester Schutzzaun im Kreis Spree-Neiße ist geplant. Auch am sächsischen Grenzverlauf wurde ein Zaun gebaut. Wie Klöckner sagte, kam der von Deutschland angeregte Bau eines gemeinsamen Schutzzauns mit Polen nicht zustande.

In den Schweine haltenden Betrieben des betroffenen Gebietes wird die Einhaltung der ASP-Sicherheitsmaßnahmen überprüft. 

+++ 10. September, 13:47 +++

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Otte-Kinast: "Das ist eine schlechte Nachricht für unsere Schweinehalter. Wir sind in höchster Alarmbereitschaft und müssen noch wachsamer sein, um zu verhindern, dass die Schweinepest nach Niedersachsen kommt."

Jörn Ehlers vom Landvolk Rotenburg-Verden: "Wir Schweinehalter hatten die Chance, uns intensiv auf die zu erwartenden Ereignisse einzustellen. In vielen Bereichen wurden Vorbereitungen getroffen, mehrfach gab es ASP-Übungen, Infrastrukturen wurden geschaffen."

"Mehr denn je kommt es darauf an, die Seuche nicht in unsere Stallungen zu bekommen. Hygienemaßnahmen müssen zum Schutz der eigenen Tiere, aber auch von Nachbarbetrieben konsequent eingehalten werden. Landwirtschaft und Jägerschaft sind gefordert, Hand in Hand für eine Ausdünnung der Wildschweinbestände zu sorgen."

Nach wie vor seien laut Ehlers weggeworfene Lebensmittel eine große Gefahr, auf die konsequent hingewiesen werden müsse. 

Die Situation der Fleischmärkte dürfe nun nicht von Handelspartnern ausgenutzt werden. Hier sei Besonnenheit gefragt: "Wir als Bauernverband setzen uns für regionalisierte Handelsbeschränkungen ein, die sich auf ein Problemgebiet beschränken und somit dem Risiko angepasst sind. Die Schweinehaltung ist für unsere Landwirtschaft ein wichtiges Standbein und muss es auch in diesen Zeiten bleiben."

+++ 10. September, 13:16 +++

In Brandenburg sollen in zwei Landkreisen Krisenmaßnahmen anlaufen: Landkreis Spree-Neiße und Landkreis Oder-Spree.

In einem Radius von 15 Kilometern um den Fundort herum soll ein vorläufiges Gefahrengebiet eingerichtet werden. Dieses umfasst beide Landkreise und reicht auch ins Nachbarland Polen. 

In diesem Gebiet sind Beschränkungen vorgesehen:

  • Striktes Jagdverbot, um keine Wildschweine aufzuschrecken
  • Einrichten von Sammelstellen für Fallwild
  • Verbringungsverbot von Schweinen und Schweinefleischprodukten
  • Nutzungsbeschränkungen für Förster und Bauern, beispielsweise ein Ernteverbot für Maisfelder
  • Veranstaltungen mit Schweinen wie Hoffeste oder Landwirtschaftsschauen werden untersagt
  • Einrichtung einer Kernzone, die einen Radius von drei Kilometern um den Fundort hat. Die Zone wird eingezäunt, das Betreten ist verboten. 

Verbraucherschutzministerin Nonnemacher: "Wir müssen jetzt alles versuchen, um eine weitere Ausbreitung des Seuchengeschehens zu verhindern." 

 

+++ 10. September, 10:19 +++

Der Verdacht auf die Afrikanische Schweinepest hat sich bei dem im Spree-Neiße-Kreis gefundenen Wildschwein bestätigt. 

Das FLI gab an, dass alle drei eingereichten Proben positiv waren. 

Beprobt wurden aufgefundene Knochen des weitgehend verwesten Kadavers. Es ist also davon auszugehen, dass der Eintrag bereits vor einigen Wochen stattgefunden hat. Die Fundstelle wurde desinfiziert.

Es wird jetzt möglichst schnell analysiert, ob es sich um einen Einzelfall handelt oder sich die APS bereits ausgebreitet hat. Dazu wird die Suche nach weiteren Kadavern im Gebiet verstärkt. Die Behörde in Brandenburg wird Maßnahmen zum Schutz der Betriebe im betroffenen Gebiet einleiten. 

Für den Export von Schweinefleisch gibt es momentan innerhalb der EU eine Regionalisierung. Fleisch aus nicht betroffenen Regionen kann innerhalb der EU exportiert werden. Julia Klöckner gab an, dass man für den Export in Drittländer "intensiv an der Regionalisierung" arbeite. Es werde fortlaufender Kontakt mit der europäischen Kommission und Handelspartnern bestehen. 

Folgende Vorkehrungen wurden getroffen: 

  • Absperrung des Gebietes
  • Verbot der Jagd
  • Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen
  • Anlegen von Jagdschneisen
  • Einschränkung des Personenverkehrs

Laut Klöckner seien bisher keine Landwirte betroffen. Sie rief zur Vorsicht und der Einhaltung hygienischer Maßnahmen auf. 

+++ 10. September, 09:45 +++

Den Verdachtsfall teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) am Mittwochabend mit. Ein Wildschwein-Kadaver ist wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze im Spree-Neiße-Kreis von einem Spaziergänger auf einem abgeernteten Maisfeld gefunden worden.

Eine Probe des toten Tieres werde jetzt im Friedrich-Loeffler-Institut virologisch untersucht. Julia Klöckner wird heute über das Ergebnis informieren. 

Erst wenn das nationale Referenzlabor den Verdacht ebenfalls bestätigt, kann von einem Ausbruch gesprochen werden. Das Landeskrisenzentrum und die kommunalen Krisenzentren sind aktiviert. Erste Maßnahmen zum Schutz werden vorbereitet.

Der Ausbruch der Schweinepest kann massive wirtschaftliche Folgen für Schweinehalter haben: Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums könnten Exporte in Nicht-EU-Staaten, vor allem nach Asien, weitgehend wegfallen. Für den Export nach China beispielsweise muss bislang zertifiziert werden, dass Deutschland ASP-frei ist. Der Handel innerhalb der EU kann jedoch aufrechterhalten werden. Nur für Betriebe in der Umgebung des Fundorts gibt es Einschränkungen.

Ein Übertreten der für Menschen ungefährlichen Tierseuche nach Deutschland wurde seit längerem befürchtet. Seit Monaten kursiert sie in Polen.
 

Mit Material von dpa, DBV, ML, BMEL, LsV, ISN, tagesschau.de

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