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Kristina Wienand | am

Tierschutzbund fordert Impfung gegen Afrikanische Schweinepest

Schock für Schweinehalter: Die Afrikanische Schweinepest ist im Emsland nachgewiesen worden. Wie kann man die Tiere künftig schützen? An einer Impfung gegen ASP soll geforscht werden.

Wildschwein

Nach Ausbrüchen der Afrikanischen Schweinepest in Niedersachsen und Brandenburg hat der Deutsche Tierschutzbund Forschung an einem Impfstoff gegen die Tierseuche gefordert.

Der Bund müsse ausreichend Mittel für die Impfstoffforschung zur Verfügung stellen, sagte Tierschutzbund-Präsident Thomas Schröder der Neuen Osnabrücker Zeitung. „Das Nottöten Tausender Schweine kann nicht die letzte Antwort auf diese Tierseuche sein.“

Gerade der Ausbruch in Westniedersachsen, der Hochburg der deutschen Schweinehaltung, mache die Dringlichkeit deutlich. In der Region würden Millionen von Schweinen gehalten.

ASP-Ausbruch im Emsland und Brandenburg

Am Wochenende waren Ausbrüche der für Schweine tödlichen Krankheit in Ställen im Landkreis Emsland und in Brandenburg bestätigt worden. Im emsländischen Emsbüren ist ein Betrieb mit 280 Sauen und rund 1500 Ferkeln betroffen. Der gesamte Bestand sollte getötet werden. Einen zugelassenen Impfstoff gibt es bislang nicht.

In beiden Fällen ist unklar, wie sich die Hausschweine angesteckt haben.

Der Erreger grassiert seit Jahren unter Wildschweinen in Deutschland. Lambert Hurink, Hauptgeschäftsführer des Landvolks Emsland, sagte der Zeitung zu dem Fall in Niedersachsen „Der Betriebsleiter ist vollkommen ratlos. Wir sind vollkommen ratlos. Niemand hier kann sich erklären, wie das Virus in den Stall gekommen sein kann.“

Mit Material von dpa, Neue Osnabrücker Zeitung
Ein Wildschwein wühlt im Boden

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