Wölfe

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Christel Grommel | am

Tirol: Wölfe reißen 300-Kilo-Ochsen

Nachdem Wölfe in Tirol Schafe, Ziegen und einen 300-Kilo-Ochsen gerissen haben, will man diese entnehmen.

Auf der Lavanter Alm in Osttirol bietet sich ein schlimmes Bild. Wölfe haben Ende Juli dutzende Tiere gerissen: 17 Schafe, eine Ziege und auch ein 300 Kilogramm schwerer Jungochse, Kadaver liegen noch dort. Der Ochse wurde vermutlich von einer Wölfin erlegt, die schon im vergangenen Sommer im Drautal unterwegs war.

Fachkuratorium empfiehlt Entnahme

Nun empfiehlt das Fachkuratorium die Entnahme des männlichen Wolfindividuums 108 MATK und des weiblichen Wolfindividuums 121 FATK. Diese beiden Tiere werden für die Risse auf der Lavanter Alm verantwortlich gemacht. Der männliche Wolf ist ebenso wie das weibliche Tier schon länger in Tirol unterwegs und beging nachweislich mehrere Risse. „Um weiteren Schaden abzuwenden und zum Schutz vor weiteren Übergriffen“ empfiehlt nun das Fachkuratorium den Abschuss beider Wölfe. Man fürchtet, dass weitere Rinder attackiert werden und erkannte die Herdenschutzmaßnahmen des betreffenden Bauern an. Der Ausnahmebescheid zur Entnahme ist in Ausarbeitung.

Landvolk Niedersachsen will Bekenntnis zur Weidetierhaltung

In Niedersachsen geht derweil der Ärger um den Wolf weiter. Vizepräsident Jörn Ehlers fordert vom Bund, sich des Themas auf Grundlage von Fakten endlich anzunehmen. „Was muss noch geschehen, dass der Bund endlich seine Aufgaben erledigt und für klare Gesetze und Strukturen beim Thema Wolf sorgt?“ fragt Ehlers. Laut Ehlers würden die politisch Verantwortlichen in Berlin die reelle Lage verkennen und stattdessen der verträumten, realitätsfremden und romantischen Sicht der Wolfs-Befürworter hinterherlaufen.

„Das ist eine Einstellung fernab der Faktenlage“, sagt Ehlers und verweist auf nunmehr zwei wissenschaftliche, unabhängige Studien aus Niedersachsen zum Wolf. Diese ergaben, dass selbst unter der Annahme verschiedenster Szenarien mit einer weiter exponentiellen Zunahme der Wölfe in Deutschland zu rechnen sei. „Das bedeutet, dass selbst bei kontrollierten Abschüssen ein Aussterben des Wolfes unwahrscheinlich ist“, argumentiert Ehlers. Die Bestandsregulierung müsse kommen, fordert der Vizepräsident.

Mit Material von LPD, dolomitenstadt.at
Zwei-Woelfe-miteinander

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