Maden - Mehlwürmer

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Wiebke Herrmann | am

Ukraine-Krieg: Wiesenhof prüft Insektenmehl statt Getreide

Wiesenhof prüft, ob Getreide und Soja im Geflügelfutter durch Insektenmehl ersetzt werden kann.

Der Wiesenhof-Mutterkonzern PHW prüft den Ersatz von Getreide und Soja im Geflügelfutter durch Insektenmehl. PHW arbeite im Rahmen eines Forschungskonsortiums unter anderem mit Experten der niederländischen Universität Wageningen zusammen, erklärte Marcus Keitzer, für das Thema zuständiger Vorstand bei Deutschlands größtem Geflügelfleisch-Produzenten, gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ). „Die Forscher sollen im großen Stil überprüfen, inwieweit es sinnvoll ist, die Soldatenfliege in den Speiseplan des Geflügels einzubauen.“ Im Fokus stünden dabei Tierwohl- sowie Nachhaltigkeitsfragen.

EU: Insektenmehl in Tierfutter seit 2021 erlaubt

PHW hat sich vor einigen Jahren an dem nordamerikanischen Unternehmen Enterra beteiligt, das Larven der Soldatenfliege zu Tierfutter weiterverarbeitet. In Europa schuf die EU im vergangenen Herbst die rechtliche Grundlage zum Einsatz von Insektenmehl als Tierfutter. Man beschäftige sich intensiv mit dem Thema, erklärt PHW-Vorstand Keitzer in der NOZ. „In welcher Dimension das stattfinden wird, kann ich derzeit nicht sagen.“ Das Insektenmehl könnte zum einen den Getreideanteil im Tierfutter reduzieren. Nach dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine ist Weizen weltweit ein knappes und teures Gut geworden. Zum anderen geht es auch um den Soja-Anteil im Futter. Dieser Futterersatz wird häufig aus Südamerika importiert.

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