Bestandsregulierung Wolf: Olaf Lies und Jörn Ehlers halten Umfrageergebnis in die Kamera

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Christel Grommel | am

Umfrage zeigt: Mehrheit für Bestandsregulierung des Wolfes

Die ständig wachsende Wolfspopulation in Niedersachsen bereitet Probleme. Eine Umfrage zeigte, dass eine Mehrheit sich für eine Bestandsregulierung ausspricht.

Die Mitglieder des Aktionsbündnisses Aktives Wolfsmanagement waren sich bei einem Treffen mit Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies in dieser Woche einig: Herdenschutzmaßnahmen reichen nicht aus, auch eine Regulierung des Bestands muss sein.

Die finalen Ergebnisse der vom Landesbauernverband und weiteren Partnern in Auftrag gegebenen Umfrage zum Wolf untermauern: die Menschen in Niedersachsen befürworten die Rückkehr der Wölfe (67 %). In der urbanen Bevölkerung votieren 68 % für die Bestandsregulierung; die ländliche Bevölkerung stimmt mit 72 % zu.

65 % stimmen dem Abschuss von Wölfen in bestimmten Fällen zu. Beispielsweise, wenn Wölfe widerholt Nutztiere reißen oder diese sich Menschen nähern. Denn eine Mehrheit von 72 % der Befragten sieht die Probleme für Weidetierhaltung und Mensch.

"Wolf in Niedersachsen ja, aber nicht in Wohnortnähe und begrenzt auf eine festzulegende Anzahl. Wir brauchen im Hinblick auf die hohen Reproduktionszahlen ein vernünftiges und rechtssicheres Wolfsmanagement", erklärte Jörn Ehlers im Anschluss an die Veranstaltung im Landvolkhaus in Hannover.

Lies will zwei Schwellen definieren

Vor allem die jüngere und städtische Bevölkerung sehe mit mehr als 70 % die Rückkehr des Wolfs positiver als die ländliche und ältere Generation. Sind die Befürworter Mitglied in einer Umweltorganisation, steigt der Wert auf 82 %.

Olaf Lies wertet die Umfrage als einerseits deutliche Akzeptanz des Wolfes. Andererseits zeige es auch die Erwartung in der Bevölkerung, eine maximale Zahl von Wölfen in Niedersachsen zu definieren. Lies will bei der Zahl der Wölfe in Niedersachsen zwei Schwellen definieren: Anzahl der Wölfe, um die Population nicht zu gefährden und eine Akzeptanzgrenze in Bezug auf Risse und Nahbegegnungen. "Mit Erreichen dieser Akzeptanzgrenze müssen wir als Staat dann auch in der Lage sein, die Population zu regulieren", sagte Lies.

Rund die Hälfte der Befragten hält die die in der Berichterstattung dargestellten Risiken durch den Wolf für übertrieben. Eine breite Mehrheit von 91 % finden Vorschläge zur Unterstützung von Nutztierhaltern mittels finanzieller Zuschüsse bei Schutzmaßnahmen wie z.B. Zäunen gut, 85 % sind für Entschädigungen bei durch Wölfen verursachten Schäden. Denn sobald es Berührungspunkte mit dem Wolf gibt, sehen die Menschen die Probleme deutlicher, die der Wolf mit sich bringt. 

Mit Material von LPD

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