Der Corona-Impfstoff muss gekühlt gelagert werden.

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Laura Schneider | am

US-Fleischkonzern Smithfield will Corona-Impfstoff lagern

Der größte Fleischkonzern der USA will die Gesundheitsbehörden unterstützen. Er könnte in seinen Gefrierschränken Impfstoffe lagern.

Der amerikanische Fleischkonzern Smithfield hat den US-Gesundheitsbehörden angeboten, in seinen Gefrierhäusern Covid-19-Impfstoffe zu lagern und bei der Verteilung zu helfen. Das Unternehmen gehört zur chinesischen WH-Gruppe und ist der größte Schweinefleischproduzent in den USA.

„Das Unternehmen ist bereit, Gesundheitsbehörden zu unterstützen, falls die Speicherkapazität für dem Impfstoff eingeschränkt ist", erklärte Verwaltungschefin Keira Lombardo gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters.

Geräte ermöglichen Kühlung auf bis zu -70 Grad

Der Moderna-Impfstoff benötige eine Kühltemperatur von -20 Grad Celsius. Smithfield sei möglicherweise in der Lage, ihn in statischen Gefrierschränken aufzubewahren, in denen der Konzern sonst Fleisch vor dem Export oder Verkauf lagere.

Daneben gäbe es noch leistungsfähigere Gefriergeräte, die kalte Luft auf Fleisch drücken, bevor es in statische Gefriergeräte überführt wird. Diese Geräte könnten bei einer Temperatur von -70 Grad Celsius möglicherweise auch das Vakzin von Pfizer-Biontec aufnehmen. Allerdings wäre es sehr teuer, diese Kühlung über einen längeren Zeitraum laufen zu lassen.

Mitarbeiter in der Lebensmittelherstellung schnell impfen

In Zusammenarbeit mit Gesundheitsbehörden könne Smithfield laut Lombardo dazu beitragen, Impfstoffe schnell an Mitarbeiter in der Lebensmittelherstellung zu verteilen. Diese seien von der Pandemie schwer betroffen.

Das Unternehmen bot außerdem an, die Verteilung an andere wichtige Arbeitnehmer über Gesundheitsbüros in seinen Einrichtungen zu unterstützen.

Während der Corona-Pandemie haben sich in den USA tausende Schlachthofmitarbeiter infiziert. Im Frühjahr mussten fast 20 Betriebe ihre Arbeit einstellen. Seitdem gelten Schlachthöfe als systemrelevant. Die Mitarbeiter stehen aber nicht oben auf der Prioritätenliste beim Impfen.

Mit Material von AgE

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