Wiesenhof-LKW
Anne-Maria Revermann | am

Vechta: Strafe in Millionenhöhe für Wiesenhof

Die Wiesenhof-Schlachterei in Lohne, Kreis Vechta, und ein Subunternehmen müssen insgesamt eine Million Euro Strafe zahlen. Lohnarbeiter sollen illegal beschäftigt worden sein.

Das Oldenburger Landgericht hat entschieden, dass die Wiesenhof-Schlachterei in Lohne und ein Subunternehmen insgesamt 1 Million Euro zahlen, weil jahrelang bulgarische Arbeitnehmer unerlaubt eingesetzt wurden.

Angeklagt waren die beiden Geschäftsführer einer Vermittlerfirma. Laut Staatsanwaltschaft hatten sie von 2007 bis 2010 in sieben Fällen zahlreiche Ausländer unrechtmäßig mit Werkverträgen bei Wiesenhof beschäftigt. Den 53 und 56 Jahre alten Angeklagten waren ursprünglich sieben Fälle zur Last gelegt worden, bei denen es mal um 118, mal um 145, mal um 89 bulgarische Arbeiter geht, die in Kolonnen in dem Fleischbetrieb für Filettierungs- und Verpackungsarbeiten eingesetzt wurden, wie die NWZ berichtet.

Den Firmen selbst wurde keine Straftat zur Last gelegt. Da aber Straftaten objektiv begangen wurden, errechnete das Gericht den durch diese Taten erlangten Gewinn auf 1 Million Euro. Fünf der sieben Fälle stufte das Landgericht Oldenburg als verjährt ein. Gegen zwei Manager war das Verfahren bereits zuvor gegen Geldauflagen von 20.000 beziehungsweise 30.000 Euro eingestellt worden.

Mit Material von NWZ online, NDR
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