Geflügelbetrieb mit Hähnchen
Christel Grommel | am

Vogelgrippe: FLI warnt vor Ausbreitung

Nach den ersten Fällen von Vogelgrippe bei Wildvögeln in Norddeutschland warnt das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) vor dem hohen Risiko weiterer Ausbreitung und Einschleppung in Nutzgeflügelbestände.

Fälle von Infektionen mit hochpathogenener aviärer Influenza (HPAI) / Vogelgrippe vom Subtyp H5 wurden fast zeitgleich an Nord- und Ostseeküste nachgewiesen, zuvor gab es eine Serie von Ausbrüchen in den Niederlanden, Russland und Israel. 

Das Risiko weiterer Einträge nach Deutschland, der Ausbreitung in Wasservogelpopulationen und des Eintrags in deutsche Nutzgeflügelhaltungen wird als hoch eingestuft. Das FLI rät, Überwachungsmaßnahmen hinsichtlich toter oder kranker Wildvögel unverzüglich weiter zu intensivieren sowie die Biosicherheit in den Geflügelbetrieben zu überprüfen und ggf. zu optimieren, insbesondere bei Auslauf- und Freilandhaltung. 

Die einschlägig empfohlenen Biosicherheitsmaßnahmen und Überwachungs- bzw. Abklärungsuntersuchungen müssen überprüft und unbedingt konsequent eingehalten werden. Kontakte zwischen Geflügel und Wildvögeln sollten unbedingt verhindert werden, die Errichtung einer funktionierenden physischen Barriere zwischen den Habitaten von wilden Wasservögeln und den Geflügelhaltungen ist wesentlich. Berücksichtigt werden müssen auch indirekte Eintragswege wie kontaminiertes Futter, Wasser oder verunreinigte Einstreu und Gegenstände.

Auffälliges Verhalten und Totfunde bei Wildvögeln sollten umgehend den Veterinärbehörden zur Bergung und Untersuchung gemeldet werden.

Die Aufstallung von Freilandgeflügel in betroffenen Regionen kann als wirksame Methode zur Verhinderung der Viruseinschleppung in Erwägung gezogen werden.

Mit Material von FLI
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