Warnschild Vogelgrippe
Christel Grommel | am

Vogelgrippe: Zweiter Fall in Baden-Württemberg

Drei Wochen nach einem Fall von Vogelgrippe in Brandenburg wurde ein Fall in Baden-Württemberg festgestellt. Eine Geflügelhaltung mit etwa 30 Tieren ist betroffen.

Der Bestand im Hohenlohekreis sei getötet worden, teilte die Kreisverwaltung mit. Aufgrund der Nähe der Geflügelhaltung zu einem Fließgewässer wird vermutet, dass Kontakt mit wildlebenden Wasservögeln die Infektionsursache gewesen ist. Es wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von zehn Kilometern eingerichtet. Geflügelhalter in diesem Gebiet müssen ihre Tiere im Stall halten und Vorsichtsmaßnahmen treffen. 

Schwere der Epidemie noch nicht abschätzbar

Auch beim Fall im Januar nahe der polnischen Grenze waren vermutlich Zugvögel die Quelle der Infektion. Seit Jahresbeginn gebe es ein überregionales Ausbruchsgeschehen von H5N8 in osteuropäischen Geflügelbetrieben, so das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). 

Im Winterhalbjahr 2016/2017 gab es eine verheerende Vogelgrippe-Epidemie. Ob sich dies wiederholt, ließe sich noch nicht abschätzen, teilte das FLI mit. Im vergangenen Jahr hatte es keine Ausbrüche von H5N8 gegeben, 2016/2017 jedoch mussten aufgrund von Ausbrüchen in etlichen Geflügelhaltungen hunderttausende Tiere getötet werden. Laut FLI war dies die bislang schwerste erfasste Vogelgrippe-Epidemie in Europa. 

Übergänge von H5N8 auf den Menschen sind bisher nicht bekannt. 

Mit Material von dpa

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