Kühe auf einer Weide
Janina Schuster | am

Weidetierprämie: auf ein Neues

Der Wolf ist und bleibt Thema im Bundesrat. Und deshalb unternimmt Niedersachsen den inzwischen dritten Anlauf, um eine bundesweite Weidetierprämie durchzusetzen.

Es geht darum, bereits ab kommendem Jahr Ziegen- und Schafhalter zu unterstützen. Nach Angaben des Bundesrats sollen pro Mutterschaf 30 Euro gezahlt werden. Diese würden von den sogenannten Direktzahlungen abgezweigt werden und „die Einkommenssituation der Schäfer nachhaltig verbessern“, heißt es im Antrag, der dem Bundesrat vorliegt.  Aufgrund der anhaltenden Problematik mit dem Wolf, stünden Weidetierhalter weiterhin vor Problemen wie Einbußen durch Wolfsrisse und Investitionen in wolfssichere Zäune.

Bundesministerium blockiert vorgezogene Weidetierprämie

Für eine Umsetzung braucht es die Unterstützung der Bundesregierung, selbst wenn im Bundesrat eine Mehrheit besteht. Im Zuge der Reform der EU-Agrarsubventionen sei eine Weidetierprämie ab 2023 geplant, so das Bundeslandwirtschaftsministerium. Die Prämie um ein Jahr vorzuziehen, scheint das Ministerium nicht zu unterstützen. Die Reform sieht vor, auch Mutterkühe in die Prämien einzubeziehen. Das ist im niedersächsischen Ansatz nicht vorgesehen und führt zu Kritik seitens der Grünen. Miriam Staudte, agrarpolitische Sprecherin der Grünen kritisiert, dass der Antrag eine Art "Trostpflaster" vor der Bundestags- und Kommunalwahl in Niedersachsen sei.

Mit Material von noz
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