Schweinehälften im Schlachtbetrieb
Anne-Maria Revermann | am

Weniger Schlachtungen, volle Ställe

Durch den Wegfall von zehntausenden Schlachtungen pro Tag ergäben sich große Tierschutzprobleme, warnt die Bundestierärztekammer.

Wegen geschlossener Schlachthöfe, unter anderem Tönnies, können weniger Tiere geschlachtet werden. Tierärzte warnen nun vor übervollen Ställen und längeren Transporten für die Tiere. Da zehntausende Schlachtungen pro Tag wegfallen, könnten daraus "große Tierschutzprobleme" resultieren, teilte die Bundestierärztekammer am Montag (6. Juli) mit.

Es wird eng

Wenn die Ställe enger besetzt werden müsseten, könnte das - besonders bei sommerlichen Temperaturen - zu Kreislaufbelastung für Tiere führen. Auch die Transportwege zu anderen Schlachtstätten würden deutlich länger. Fehlende Schlachtkapazitäten durch andere Standorte zu kompensieren, sei nur schwer möglich: Die notwendigen Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln haben bereits deutliche Kapazitätseinbußen zur Folge, so die Bundestierärztekammer weiter.

Krisengipfel nötig

Zudem stünden weniger Mitarbeiter zur Verfügung, da branchenweit noch Corona-Tests durchgeführt werden und zahlreiche Testergebnisse offen sind. Es sei zu erwarten, dass sich die Lage weiter zuspitze.

Die Bundesregierung müsse umgehend einen Krisengipfel einberufen, um mit Tierärzten, Landwirten, Schlachthofbetreibern und Behörden Lösungen zu finden. Eine Sprecherin der für Tierwohl zuständigen Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner bestätigte, dass es ein Riesenproblem für Landwirte gebe aufgrund der geringeren Schlachtkapazitäten.

Es werde an einer Lösung gearbeitet, Konkretes dazu gebe es aber noch nicht.

Mit Material von dpa

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