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Christa Diekmann-Lenartz | am

Wertschätzung im Markenfleischprogramm

LAND & FORST stellte vor drei Jahren Familie Possenriede vor. Sie begann damals, in das Markenfleischprogramm von Kaufland zu liefern. Sie sind heute noch dabei und sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit.

Hinrich und Inga Possenriede aus Hilkenbrook im Landkreis Emsland, können ihre inzwischen dreijährige Zusammenarbeit mit Kaufland gut in einem Satz zusammenfassen: "Wir fühlen uns und unsere Arbeit wertgeschätzt", sagen beide. Inga Possenriede ergänzt: "Das Markenfleischprogramm von Kaufland, in das wir liefern, heißt ‚Wertschätze‘. Wir finden, dass dieser Name tatsächlich Programm ist. Das gilt nicht nur für das Produkt Fleisch, sondern eben auch für uns als Erzeuger", betont die gelernte Landwirtin. Sie bewirtschaftet den Betrieb mit rund 1.300 Mastplätzen und einer flexibilisierten 1,2 MW-Biogasanlage zusammen mit ihrem Mann und ihren Eltern.

Mindestpreis für die Schlachtschweine

Das "gute Gefühl" wurde unter anderem dadurch bestätigt, dass Kaufland beim Absturz der Schlachtschweinenotierung im Herbst 2020 von sich aus den Grundpreis auf im Minimum 1,40 €/kg Schlachtgewicht festsetzte. Grundlage der Bezahlung ist bei Kaufland die Notierung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG), auf die dann die Kaufland-Boni aufgeschlagen werden. "Diese 1,40 € plus Boni haben wir bis jetzt durchgängig erhalten", sagt Hinrich Possenriede.

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Seit dem Frühjahr 2019 gehört die GVO-freie Fütterung zu den Kriterien von "Wertschätze"-Schweinefleisch. Die Erzeuger erhalten auch dafür einen Extra-Aufschlag. Dieser wurde, so Inga Possenriede, kürzlich angehoben, weil sich der Abstand zwischen konventionellem und GVO-freiem Futter noch mal erhöht hatte: "Die Preissteigerung bei GVO-freiem Soja war größer als bei konventionellem Soja", erklärt sie dazu. Ein anderer Punkt: Neben mehr Platz, Außenklima und Einsatz von Stroh gehörte vor drei Jahren zu den Kriterien noch eine relativ enge Maske, was den Magerfleischanteil des Schlachtkörpers angeht. Dieser enge Prozentbereich wurde inzwischen erweitert.

Das "Wertschätze"-Programm

Kaufen konnte der Kunde das "Wertschätze"-Fleisch zunächst nur an den Bedientheken, inzwischen wurde das Konzept geändert und es gibt das Markenfleisch auch im SB-Bereich. Das "Wertschätze"-Programm ist in der Haltungsstufe 3 laut Kennzeichnungssystem des Handels angesiedelt. Possenriedes nehmen auch wieder an der Initiative Tierwohl, ITW, teil. Seit Anfang des Jahres ist die Teilnahme an ITW allerdings auch verpflichtend für Mastbetriebe, die in das "Wertschätze"-Programm liefern. Den ITW-Bonus von 5,28 €/Schlachtschwein haben Possenriedes vom Start an über die Schlachthof-Abrechnung erhalten.

Die feste Anbindung an Kaufland hat sich bei ihnen nicht nur bei den Erlösen bezahlt gemacht, sondern auch darin, dass es während des massiven Schweinestaus zum Jahreswechsel 2020/21 keine Ablieferprobleme gab. "Das hat die ganze Zeit gut funktioniert", bestätigt Hinrich Possenriede.

Automatisierung der Strohgabe eingebaut

"Bei uns waren keine großen Investitionen erforderlich, um am Kaufland-Programm teilnehmen zu können", sagt Bernhard Possenriede. Eingebaut wurde vor zwei Jahren jedoch eine Automatisierung der Strohgabe. Die Anlage dosiert mindestens einmal täglich gehäckseltes Stroh auf die geschlossene Liegefläche in den Buchten aus. Der Vorratsbehälter nimmt einen Quaderballen auf. "Das ist eine enorme Arbeitsersparnis", so Bernhard Possenriede. Abgewickelt wird die Vermarktung der Schlachtschweine über die in der Region ansässige Erzeugergemeinschaft für Qualitätsvieh Hümmling: "Wir sind dort nicht die einzigen Wertschätze-Mäster", erzählt Hinrich Possenriede. Gerade im vergangenen Jahr seien noch Betriebe hinzugekommen.

Die ganze Reportage finden Sie in der LAND & FORST 47/21. 

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