Tarpan-Pferde im Wacholderhain

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Kristina Wienand | am

Wildpferde pflegen in Haselünne die Landschaft

In Haselünne im Emsland kümmern sich Wildpferde in einem Naturschutzgebiet um die Landschaftspflege. Seit 20 Jahren verhindern sie eine Verbuschung des Wachholderhains.

Es ist mit knapp 40 Hektar der größte seiner Art in Norddeutschland. Damit der Wacholderhain auch in Zukunft erhalten bleiben kann, werden unter anderem Wilfpferde als Landschaftspfleger eingesetzt. Auf dem Wacholderhain, der zu einem etwa 72 Hektar großen Naturschutzgebiet in der unteren Hase-Niederung gehört, grasen neben den Tarpanpferden auch Schafe und schottische Hochlandrinder.

Die robusten Tarpane sind Rückzüchtungen der ursprünglich europäischen Wildpferde, die im 19. Jahrhundert ausgestorben sind. Sie sind damit eine Mischung als Przewalski-Hengsten und Stuten von skandinavischen, isländischen und polnischen Ponys.

Die Herde lebt nun schon seit etwa zwanzig Jahren nahe Haselünne und verhindert im Wacholderhain eine Verbuschung des Naturschutzgebietes.

Schon im Mittelalter üblich

Schon im Mittelalter wurde der Wacholderhain als Weidegebiet genutzt. Er steht seit 1937 unter Naturschutz. Heutzutage kommen regelmäßig Spaziergänger durch den Hain. Denn durch die parkähnliche Landschaft mit Wiesen, den Altarmen der Hase, sumpfigen Niederungen und sandig-trockenen Heideflächen führt ein Naturerlebnispfad.

Außer Wacholder und Besenheide wachsen dort auch seltene Wasserpflanzen wie das Pfeilkraut und der Wasserfenchel. Generell gilt: Das Füttern der Wildpferde ist verboten. Denn die robusten Tiere, die das ganze Jahr draußen bleiben, könnten von solchem Futter eine tödliche Kolik erleiden.

Tarpane Ende des 19. Jahrhunderts ausgestorben

Bis vor etwa 240 000 Jahren waren Tarpane von Westeuropa bis Alaska weit verbreitet. Im Laufe des 16. Jahrhunderts verschwanden die Wildpferde aus weiten Teilen Europas. Ein Grund dafür war eine starke Bejagung. In den südrussischen Steppen überlebten die Tarpane am längsten. 1879 wurde das letzte wissenschaftlich belegbare Exemplar getötet.

Mit Material von NWZ, NDR, Heimatverein Haselünne.
Schafe in Bramsche

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