Wolf im Wald
Christel Grommel | am

Wolf: Jäger wollen quotenbasierte Schutzjagd

Der Zentralverband der Jagdgenossenschaften und Eigenjagden in Niedersachsen (ZJEN) fordert die Einführung einer Obergrenze im Bestand durch den Bund und die betroffenen Länder.

"Darüber hinaus brauchen wir eine quotenbasierte Schutzjagd, also den Abschuss bestimmter Kontingente als Teil eines zukünftigen aktiven Managements. Diese Erfordernisse müssen unverzüglich gesetzgeberisch angegangen werden", so ZJEN-Präsident Ehlen.

Der Wolf müsse dem Jagdrecht überstellt werden, fordert Ehlen. Die entsprechenden Zuständigkeiten müssten in das Landwirtschaftsministerium übergehen und somit alle zusätzlichen Möglichkeiten des Jagdrechts genutzt werden. Auch die Landesjägerschaft unterstützt diese Forderung inzwischen.

Ehlen fordert aktives Wolfsmanagement

Mitte März 2020 trat die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes in Kraft, die eine Entnahme einzelner, verhaltensauffälliger Wölfe erleichtert. Abschüsse sind möglich, wenn Weidetierhalter "einen ernsten Schaden" durch Wölfe erleiden oder unklar ist, welcher Wolf genau für die Risse verantwortlich ist. 

In einer Niedersächsischen Wolfsverordnung soll geregelt werden, ob und wie Wölfe verscheucht, vergrämt oder geschossen werden dürfen und welche zumutbaren Schutzmaßnahmen Weidetierhalter zu errichten haben. "Angeordnete Entnahmen" können durch den Jäger umgesetzt werden.

ZJEN-Präsident Ehlen geht das nicht weit genug: "Auch wenn die vorgesehene Wolfsverordnung an vielen Stellen für mehr Rechtsklarheit sorgen wird – ein aktives Wolfsmanagement im Sinne einer generellen Bestandsregulierung bleibt auch nach den genannten Gesetzesänderungen weiterhin ausgeschlossen."

Mit Material von Landvolk Niedersachsen

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