Schafe auf einer Weide hinter Elektrozaun
Christel Grommel | am

Wolf: Klöckner will Abschüsse erleichtern

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat sich für einen härteren Umgang mit Wölfen ausgesprochen.

Der gute Erhaltungszustand sei beim Wolf in einigen Bundesländern erreicht - darunter Niedersachsen, so Klöckner. Deswegen setze sie sich für ein regionales Bestandsmanagement ein. 

2019 habe es laut Klöckner durch Wolfsrisse fast 3.000 tote oder verletze Nutztiere gegeben. "Wo soll das enden, wenn man es einfach ließe?", so Klöckner.

Vor zwei Jahren brachte die Bundesregierung eine Verschärfung des Bundesnaturschutzgesetzes auf den Weg. Das habe jedoch nicht ausgereicht. "Das habe ich von Anfang an gesagt, aber mit der SPD in der Regierung ging nicht mehr."

Deshalb will die Union im Bundestagswahlkampf für einen rigoroseren Umgang mit dem Wolf werben. Man wolle sich nicht mit den wachsenden Problemen auf dem Land abfinden, sagte Klöckner.

Den Wolf nicht ausrotten

Keineswegs gehe es darum, den Wolf ausrotten zu wollen. Aber Klöckner bekomme mittlerweile von SPD-Politikern aus Niedersachsen Briefe, die schärfere Maßnahmen forderten, so die Ministerin. An der Stelle verweist sie auf Kollegin Schulze aus dem Umweltministerium - deren Blockadehaltung halte Klöckner für weltfremd. 

In Niedersachsen hatte die Große Koalition aus SPD und CDU Mitte Februar in einem sogenannten Entschließungsantrag im Landtag für die Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht gestimmt. Vorbild für das Management soll Frankreich sein. Dort gibt es eine Untergrenze von landesweit 500 Wölfen. Allein in Niedersachsen sind derzeit etwa 350 Wölfe (Stand Februar 2021) dokumentiert.

Mit Material von dpa, NDR
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