Ein Forscher analysiert Hackfleisch in einem Reagenzglas im Labor
Ellen Hartmann | am

Wurst und Burger-Patties aus dem Labor: Geht das?

Es soll genau wie Fleisch schmecken und auch so aussehen - ohne dass dafür ein Tier sterben musste: In-vitro-Fleisch (IVF). Bisher ist es allerdings eher ein Nischenprodukt und noch nicht massentauglich.

Ganz ohne Tiere kann jedoch auch das In-vitro-Fleisch nicht hergestellt werden. Lebenden Tieren werden mithilfe einer Biopsie Stammzellen entnommen, um aus Zucker, Mineralien und Sauerstoff Muskelfasern, Fett und anderes Gewebe züchten zu können. Besonders die Temperatur muss bei dieser Prozedur beachtet werden, denn die muss unbedingt der Körpertemperatur des Tieres entsprechen. Dabei ähnelt die Erzeugung stark der Gewebe-Züchtung in der Medizin und kann in etwa mit einer Hauttransplantation verglichen werden.

Grillabende mit In-vitro-Fleisch?

Bisher können die Experten Wurst und Burger-Patties kreieren, an Steaks oder Braten scheitern sie noch. Da das Gewebe künstlich ist, wächst es in einer dünnen Schicht zusammen. Hieraus können keine Steaks geschnitten, sondern eher Frikadellen oder Würste geformt werden.

Noch nicht das Fleisch der Zukunft

Zwar sinkt der Fleischkonsum in Deutschland in den letzten Jahren, laut einer Statista-Erhebung, doch jeder Deutsche isst pro Jahr weiterhin rund 60 Kilogramm Fleisch. Obwohl verschiedene Unternehmen in Amerika, Israel oder den Niederlanden an einer In-vitro-Produktion arbeiten, ist es bisher nicht gelungen, das Laborfleisch industriell für den Einzelhandel herzustellen.

Mit Material von MDR, Statista
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