Ein Glas wird mit Wasser befüllt
Janina Schuster | am

Weltwassertag: Zugang zu Wasser ist nicht selbstverständlich!

Zum Weltwassertag am 22. März erinnern die Vereinten Nationen seit 2018 daran, welch wertvolle Ressource Wasser eigentlich ist und rufen zu verantwortungsvollerem Umgang auf.

"Für die meisten Menschen ist eine sichere Versorgung mit Trinkwasser in hervorragender Qualität selbstverständlich. Die Wenigsten wissen, welche Anstrengungen Wasserversorger und Behörden unternehmen, um sie mit unserem Lebensmittel Nummer eins zu versorgen", sagt Dr. Jörg Elbracht, Hydrogeologe beim Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).

 

Wasserversorgung ist arbeitsintensiv

Niedersachsens Trinkwasser speist sich größtenteils aus dem Grundwasser. Die Förderung und Aufbereitung, bis es dann aus dem Wasserhahn kommt, ist ein arbeitsintensiver Prozess.

Dem stellen sich in Niedersachsen zahlreiche Wasserversorgungsunternehmen. Informationen zu einem nachhaltigen Umgang mit der erneuerbaren Ressource wurden als Beitrag zur langfristigen und umweltverträglichen Versorgung vom LBEG erarbeitet. Auch die breite Öffentlichkeit kann auf diese Informationen zugreifen.

Bodenschutz ist auch Wasserschutz

"Gerade für uns Landwirte hat Wasser einen entscheidenden Einfluss auf Erfolg und Misserfolg, sowohl in der Tierhaltung, aber noch mehr beim Pflanzenbau in der freien Natur", erklärt Hubertus Berges, Vorsitzender des Umweltausschusses im Landvolk Niedersachsen. Er erklärt, dass nachhaltiges Wirtschaften mit Ressourcen diese erhalten oder sogar verbessern kann. Berges weiter: "Hier ist die Bodenfruchtbarkeit für uns Landwirte von zentraler Bedeutung." Wenn immer weniger Ackerflächen zur Verfügung stehen, werden die Übrigen intensiver genutzt. Unter Ackerflächen findet besonders viel Grundwasserneubildung statt. Der Boden filtert und speichert das Wasser.

Landwirtschaft hat an sauberem Trinkwasser maßgeblichen Anteil

Für Landwirte ist das nicht immer einfach. Vor dem Hintergrund der aktuellen Anpassungen in der Düngeverordnung erinnert Berges daran, dass den Landwirten in den zurückliegenden Jahren durch Novellen und immer neue Vorgaben einiges abverlangt worden ist.

"Wir müssen noch genauer kalkulieren und vor allem dokumentieren, was mit den Nährstoffen passiert. Der Schutz des Grundwassers soll so noch weiter verbessert werden, und da helfen wir so gut wie möglich mit." Das Trinkwasser in Deutschland hat eine hohe Qualität, woran auch die Landwirtschaft ihren Anteil hat. Berger: "Wir Landwirte werden uns auch weiterhin dafür einsetzen, dass bei der Produktion von Lebensmitteln die Ressourcen geschützt werden, denn das ist die Basis unserer Höfe."

Mit Material von LPD/LBEG
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