Christel Grommel | am

100 Tage im Amt - Landvolkpräsident Hennies zieht Bilanz

Der neue Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies ist nun seit einiger Zeit in seinem Amt tätig. Was hat ihn in dieser Zeit bewegt, was möchte er noch erreichen und wie beeinflusst Corona seine Arbeit?

"Wir haben zusammen sehr viel erreicht bei der Landesdüngeverordnung. Die soll künftig regionaler und gerechter werden, so dass mehr grüne Messstellen auch mit berücksichtigt werden", sagt Dr. Holger Hennies. "Die vielen Gespräche mit Politikern haben geholfen, das Land zu einem Umdenken zu bewegen. Das Ergebnis kommt zwar ein Jahr zu spät, aber wir sind auf dem richtigen Weg und optimistisch, dass wir eine vernünftige Lösung erreichen können", ergänzt Hennies zum Thema Düngeverordnung.

Für besseres Insektenschutzpaket kämpfen

Weiter kämpfen wird der 51jährige aktuell für Anpassungen im Insektenschutzpaket. "Insbesondere die Verschärfungen in der Pflanzenschutzanwendngsverordnung führen dazu, dass Betriebe, die aktiven Naturschutz betreiben, dafür bestraft werden. Deswegen müssen wir auf Bundesebene weiter dafür sorgen, dass die Regelungen so ausgestaltet werden, dass Landwirte damit leben können und ihre Leistungen auch bezahlt werden, die sie für die Gesellschaft und für den Naturschutz erbringen", erklärt Hennies auch vor dem Hintergrund der Verabredungen und Festlegungen im Niedersächsischen Weg, die durch das Insektenschutzpaket gefährdet sind.

Ähnliche Herausforderungen gelten für die Zukunft der Tierhaltung. "Die Finanzierungsideen sind okay", sagt Hennies. Wichtig sei aber auch, dass das Baurecht und andere Rahmenbedingungen so angepasst werden, dass Landwirte ihre Ställe zukunftssicher bauen können. "Zu diesen Fragen müssen wir noch sehr viel Arbeit leisten", betont der Landwirt aus Schwüblingsen in der Region Hannover.

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Corona bringt Veränderungen

Aufgrund der Corona-Pandemie läuft "die Verbandsarbeit anders, als ich es mir ursprünglich gedacht habe. Es fehlen die Versammlungen und das Zusammentreffen, zum Beispiel auf der Grünen Woche, es fehlt das Reisen durchs Land - mit Bauern und mit Politikern direkt in Kontakt zu kommen. Dafür findet alles online statt, da kann man fachlich ganz gut arbeiten, aber der persönliche Austausch ist nicht da. Ich habe die Hoffnung, dass ich in der zweiten Jahreshälfte wieder mehr Menschen begegnen und Netzwerke pflegen und ausbauen kann."

Mit Material von LPD
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