Weidelandschaft mit Graben
Christel Grommel | am

21 Flurbereinigungsverfahren in Niedersachsen freigegeben

Agrarministerin Otte-Kinast hat das aktuelle Flurbereinigungsprogramm 2020-2024 für Niedersachsen bekanntgegeben.

In Niedersachsen wurden 21 neue Flurbereinigungsverfahren mit einer Gesamtfläche von 26.000 Hektar freigegeben. 

Für 15 der Projekte stehen Fördermittel in Höhe von 17,2 Millionen bereit. Diese 15 Verfahren sollen einen Beitrag zur Agrarstrukturverbesserung durch die Neuordnung des ländlichen Grundbesitzes leisten und dabei auch die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege berücksichtigen. Die Fördersumme wird überwiegend für den Ausbau nachhaltiger ländlicher Wege eingesetzt. 

Einen weiteren Schwerpunkt bilden sechs freigegebene sogenannte Unternehmens-flurbereinigungsverfahren. Sie sollen zur agrarstrukturverträglichen Umsetzung von Infrastrukturprojekten des Straßenbaus beitragen und benötigen keine eigenen Fördermittel.

In einer Pressemitteilung gab Otte-Kinast an, dass an vorderster Stelle der Ausgleich verschiedener Interessen stünde sowie die Vermeidung von Landnutzungskonflikten. "Die Flurbereinigung dient allen im ländlichen Raum", so die Ministerin. 

Drei Projekte in Südniedersachsen

Drei der Projekte befinden sich in Südniedersachsen: Zwei Vereinfachte Flurbereinigungsverfahren im Landkreis Northeim, Echte und Trögen, sowie das Beschleunigte Zusammenlegungsverfahren Rhume-Rüdershausen im Landkreis Göttingen.

Zur Umsetzung dieser Aufgaben und Ziele werden über das aktuelle Programm nunmehr 1,4 Millionen Euro Zuschüsse aus dem EU-Topf sowie aus Bundes- und Landesmitteln für die beiden Räume bereitgestellt. Von der gesamten Fördersumme entfallen 1,1 Millionen Euro Fördergelder auf das etwa 570 ha große Flurbereinigungsgebiet Echte sowie 300.000 Euro auf das mit 270 ha etwas kleinere Projektgebiet Trögen.

Schwerpunkt der Verfahren Echte und Trögen wird die Strukturverbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsflächen (Zusammenlegungen) und die Optimierung des ländlichen Erschließungsnetzes sein. Daneben werden aber auch ökologische Ziele wie die Reduzierung der Bodenerosion, der Schutz der Gewässer und die Verbesserung des Hochwasserschutzes verfolgt. In Trögen sollen hingegen zusätzlich forstwirtschaftliche Maßnahmen wie kleinere Aufforstungen und naturnahe Waldrandgestaltungen gefördert werden.

Das dritte Projekt Rhume-Rüdershausen hat einen überwiegend naturschutzfachlichen Charakter.

Mit Material von ML, Land Niedersachsen
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