Seite aus der LAND & FORST zeigt damalige Agrarpolitik
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75 Jahre Niedersachsen: So sah die LAND & FORST im Gründungsjahr aus

Zum 75-jährigen Bestehen des Landes Niedersachsen am 1. November 1946 haben wir in unsere Archive in Oldenburg und Hannover geschaut. Wir wollten wissen, welche Themen für die damaligen Leserinnen und Leser wichtig waren.

Zunächst werfen wir noch einen Blick zurück ins Jahr 1933. Gleich nach der Machtergreifung hatten die Nationalsozialisten begonnen, nicht nur die Presse in Deutschland gleichzuschalten, dasselbe geschah mit allen landwirtschaftlichen Organisatonen, die im sogenannten Reichnährstand aufgingen. Ziel des NS-Regimes war die Selbstversorgung des deutschen Binnenmarkts und eine Abschottung vom Weltmarkt zu erreichen. Aufgrund der Gleichschaltung erschienen die "Land- und Forstwirtschaftliche Zeitung" (Die "Grüne") und das "Landwirtschaftsblatt Weser-Ems" (Die "Gelbe") bis zum Ende des zweiten Weltkrieges als Mitteilungsblätter des "Reichsnährstandes". 

Fachinformationen auf nur acht Seiten

Nach Kriegsende wird Norddeutschland durch die Britische Militärbehörde verwaltet. Sie führt die bis dahin zentralistisch geführten Verbände und Organisiationen wieder in ihre regionalen Funktionen zurück. 1946, die Landwirtschaftskammer Hannover besteht bereits wieder, wird am 5. April ihrem Präsidenten, Baron von Reden, die Lizenz für die Hannoversche "Land- und Forstwirtschaftliche Zeitung" von der britischen Militärbehörde überreicht. Ähnlich verläuft es im "Weser-Ems-Gebiet". So erscheinen nun beide Blätter 14-tägig als Lizenznehmer der Britischen Militärregierung. Aufgrund der Papierknappheit beträgt der Umfang lediglich acht eng beschriebene Seiten. Neben aktueller Agrarpolitik gibt es kompakte Fachinformationen für alle Produktionszweige und die Hauswirtschaft. Fotos waren die Ausnahme. 

Beim Durchblättern machen zahlreiche Schlagzeilen deutlich, dass es 1946 – im Gründungsjahr des niedersächsischen Landtags – für einen Großteil der Menschen ums nackte Überleben ging, viele litten bittersten Hunger. Viele Städte liegen in Trümmern, die Familien leben dicht gedrängt im verbliebenen Wohnraum.

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