Wolf im Wald
Christel Grommel | am

Abschussgenehmigung Wolf: Grünes Licht vom Bundesrat

Rechtssicherheit beim Abschuss von Wölfen - der Bundesrat stimmte am heutigen Freitag, 14. Februar einer Änderung im Bundesnaturschutzgesetz zu. In bestimmten Fällen wird damit der Abschuss früher zulässig.

Künftig ist der Abschuss ausdrücklich erlaubt, wenn unklar ist, welcher Wolf Herdentiere angegriffen hat. Bei anhaltenden Nutztierrissen ermöglicht das Gesetz die Tötung von weiteren Rudeltieren. Ein räumlicher und zeitlicher Zusammenhang zum Rissereignis ist dafür jedoch Voraussetzung. 

Jeder Abschuss muss durch die Länderbehörden einzeln genehmigt werden. Berechtigt zum Abschuss ist die Jägerschaft. Diese muss vorher informiert werden, wenn der Abschuss nicht durch die Jägerschaft erfolgt - Ausnahme ist Gefahr im Verzug. 

In einer begleitenden Entschließung erneuert der Bundesrat seine Forderung nach einer Weidetierprämie.

Die Neuregelungen sollen die Sorgen der Bevölkerung, Interessen der Weidetierhalter und den Schutz der Wölfe in einen angemessenen Ausgleich bringen. 

Lies will verstärkt Problemwölfe schießen

Nach der Lockerung des Gesetzes will Niedersachsens Umweltminister Lies verstärkt Problemwölfe abschießen lassen. 

«Auch ein drohender ernster Schaden reicht aus, um konsequent zu reagieren und Wölfe zu entnehmen», sagte Lies. Trotz des wichtigen Naturschutzes dürfe nicht jeder Wolf alles. Lies brachte den Vorschlag, wie in Frankreich eine Obergrenze für Wölfe festzulegen und so die Zahl der Tiere zu regulieren. 

Auch Niedersachsens CDU-Fraktionschef Toepffer will den Umweltminister unterstützen, beispielsweise beim Schutz von Schafherden in Deichregionen. Der Entscheid ermögliche es dem Staat, sich schützend vor Tierhalter zu stellen, die sich durch Wolfsattacken in ihrer Existenz bedroht sähen. "Wir unterstützen den Umweltminister in unserem gemeinsamen Vorhaben, nun eine Regelung zu finden, die wolfsfreie Zonen wie etwa entlang von nicht zu schützenden Deichen ermöglicht."

Mit Material von dpa und Bundesrat

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