Zecke auf einer Pflanze
Janina Schuster | am

Alle Jahre wieder: Vorsicht vor Zeckenbissen

Zecken mögen es feucht und warm. Die Frühjahrs- und Sommermonate sind immer auch Zeckenzeit. Doch wie schützt man sich am besten?

"Mit den aktuell steigenden Temperaturen und einer feuchten Wetterlage nimmt auch die Zeckenaktivität zu", sagte Masyar Monazahian, Virologe am Niedersächsischen Landesgesundheitsamt (NLGA). Um sich nicht mit den gefährlichen Borreliose- oder Frühsommer-Meningienzephalitis-Erregern (FSME) zu infizieren, gilt es das Tier möglichst schnell zu entfernen. Einmal festgebissen, können die Spinnentiere die Erreger auf den Menschen übertragen. Doch nicht jede Zecke ist auch automatisch Überträger.

Wo ist das Risiko am höchsten?

In Deutschland gibt es FSME-Risikogebiete, in denen besonders viele Infektionen mit diesem Erreger festgestellt wurden. In Niedersachsen gilt seit 2019 nur der Landkreis Emsland als Risikogebiet. Dort empfiehlt die Ständige Impfkommission eine Impfung gegen FSME. Bundesweit lag die Zahl der Meldefälle im letzten Jahr bei 704. Das war ein bisheriger Höchststand seit Einführung des Infektionsschutzgesetzes. Gründe sah das Gesundheitsamt unter anderem im Klimawandel und dem veränderten Freizeitverhalten der Bevölkerung. Seit der Pandemie hätten sich mehr Menschen in der Natur aufgehalten. In Niedersachsen lag die Höhe der Meldefälle bei elf Stück. Im Jahr 2020 sogar nur noch bei vier.

Woran erkennt man die Infizierung mit Erregern?

Wer sich mit Borreliose infiziert hat kann dies an der Rötung rund um den Zeckenbiss erkennen. Dieses Symptom kann auch noch sechs Wochen nach dem Biss auftreten. In den meisten Fällen verläuft die Krankheit wie ein grippaler Infekt, bei manchen Erkrankten ist jedoch auch ein Teil des Nervensystems betroffen. Obwohl Borreliose nicht meldepflichtig ist, geht man davon aus, dass die Erreger in bis zu 30 Prozent der Zecken vorkommen. Eine Impfung zur Vorsorge gibt es nicht, sie lässt sich jedoch behandeln.

Schutzmaßnahmen treffen

Zecken halten sich vorzugsweise im kniehohen Gras in der Nähe von Waldrändern, in Gärten oder in Parks auf. Wer sich schützen möchte, greift bestenfalls zu festem Schuhwerk und körperbedeckender Kleidung. Auch zeckenabweisende Hautschutzmittel sind ein gutes Mittel sich die Spinnentiere vom Leib zu halten. Nach Spaziergängen empfiehlt es sich, sich gründlich abzusuchen. Hat es eines der winzigen Tierchen dennoch geschafft sich festzubeißen, kann es mit einer Pinzette oder einer sogenannten Zeckenkarte vorsichtig entfernt werden.

Mit Material von dpa
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