Immer neue Fälle der Afrikanischen Schweinepest immer näher Richtung Deutschland. Ein Hauptgrund sind mangelnde Hygienevorschriften, die jeder von uns beachten sollte, beispielsweise auf Rastplätzen an Autobahnen. Ein Beispiel aus Rheinland-Pfalz.

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ASP: Größtes Ausbreitungsrisiko ist der Mensch

Julia Klöckner fordert, die ASP-Prävention zu intensivieren und weist nochmal darauf hin: Der Mensch ist das größte Risiko.

Anfang Dezember haben die polnischen Behörden über weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen in Westpolen informiert. Das Virus kommt der deutsch-polnischen Grenze immer näher. Bundesministerin Julia Klöckner appellierte jetzt in einem Schreiben an die zuständigen Landes- und Bundesministerien, weiterhin bei der Aufklärung über die ASP zu unterstützen.

Besonders wichtig seien Präventionsmaßnahmen, denn: Der größte Risikofaktor für die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest ist der Mensch.

Aufklärung und Prävention obenan

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) setzt daher bereits seit mehreren Jahren auf zielgruppengerechte Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor der ASP:

  • Landwirtschaftliche Betriebe werden regelmäßig darauf hingewiesen, dass die Sicherheitsmaßnahmen der Schweinhaltungshygiene-Verordnung strikt eingehalten werden müssen.
  • Fortlaufend sollen diejenigen informiert und sensibilisiert werden, die häufig in Länder reisen, die von ASP bei Wild- oder Hausschweinen betroffen sind. Insbesondere angesprochen sind dabei Jäger, Landwirte sowie Fernfahrer. Diese sollen erreicht werden beispielsweise über die Auslage von mehrsprachigen Broschüren in Zügen, durch mehrsprachige Plakate an Raststätten und über die sozialen Medien.
  • Über das Bundesverteidigungs- und das Bundesgesundheitsministerium werden ebenfalls die Bundeswehr und Pflegekräfte sensibilisiert, die häufig innerhalb Europas grenzüberschreitend unterwegs sind.

Den Ernstfall im Blick

    Aktuell erfolgt durch die auf deutscher Seite betroffenen Bundesländer eine Bewertung und Beurteilung, ob weitere Maßnahmen erforderlich sind. Hierzu gehören insbesondere jagdliche Maßnahmen, wie beispielsweise der Austausch mit den Jägern in Bezug auf Drück- und Treibjagden, sowie das Wildschweinmanagement.  

    Kontinuierlich bereitet sich das BMEL aber auch auf den Ernstfall vor. Es werden notwendige Anpassungen im Tiergesundheits- und im Jagdrecht geprüft. Im Ausbruchsfall soll damit beispielsweise der Zugang zu betroffenen Gebieten reglementiert und eingeschränkt werden. Außerdem wird sichergestellt, dass die Schwarzwildreduzierung zielgerichtet erfolgen kann, um die Tierseuche einzudämmen.

    Restriktionszone reicht bis deutsch-polnische Grenze

    Wegen der aktuellen ASP-Fälle im Westen Polens werden die sogenannten Restriktionszonen in Kürze neu definiert. Die in Westpolen eingerichtete Restriktionszone wird dann unmittelbar bis zur deutsch-polnischen Grenze reichen.

    Restriktionszonen sind Gebiete, in denen gewissen Einschränkungen wie zum Beispiel Ausfuhrbeschränkungen für Schweine und Fleischprodukte gelten. Die Grenzen dieser Zonen sind in einem Durchführungsbeschluss der EU-Kommission definiert und werden je nach aktuellem Krankheitsgeschehen angepasst.

    Das BMEL ist zum Ausbruchsgeschehen im engen Austausch mit den polnischen Behörden, der EU-Kommission und den Bundesländern. In der kommenden Woche wird es ein Treffen von polnischen und deutschen Veterinären im Grenzgebiet geben, um Informationen auszutauschen und über das weitere Vorgehen zu beraten.

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