ASP-Übung: Barbara Otte-kinast und Männer in Schutzanzügen bergen totes Wildschwein
Christel Grommel | am

ASP: Niedersachsen probt den Ernstfall mit Großübung

Was, wenn der Ernstfall eintritt - ein Ausbruch der ASP in Niedersachsen? Heute wurde in Barme im Landkreis Verden der Ernstfall mit einer Großübung geprobt.

Auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks (THW) wurden tote Wildschweine aus Wald und Fluss geborgen. Extra ausgebildete Suchhunde waren im Einsatz, um Wildschweine zu lokalisieren. Durch die realitätsnähe Simulation werden Abläufe zur wirksamen Eindämmung der hoch ansteckenden Tierseuche trainiert.

Für die vier Übungen hatten sich mehr als 160 Teilnehmer und Teilnehmerinnen angemeldet. Neben Vertretern der niedersächsischen Veterinärbehörden nahmen vor allem Personen aus Institutionen teil, die bei Ausbruch der ASP diese Behörden maßgeblich bei der Tierseuchenbekämpfung unterstützen werden, wie beispielsweise Landesjägerschaft Niedersachsen, Technisches Hilfswerk, Bundeswehr, Feuerwehr, Niedersächsische Landesforsten, Maschinenringe und Landvolk.

Professionelle Maßnahmen zur Eindämmung der ASP

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast nahm an der praktischen Übung teil. Sie zeigte sich beeindruckt von der professionellen Durchführung der einzelnen Maßnahmen, die zur wirksamen Eindämmung der hoch ansteckenden Tierseuche beitragen sollen. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Ausbrüche in Brandenburg ist die Gefahr leider real", so die Ministerin.

Für Niedersachsen hätte ein ASP-Ausbruch eine enorme wirtschaftliche Dimension. Bundesweit werden 24,6 Millionen Schweine (Stand 3.5.2021) gehalten, davon allein in Niedersachsen 9,4 Millionen.

24 Kadaversuchhunde in der Ausbildung

ASP Suchhunde: Trainerin mit Hund

24 Kadaversuchhunde werden nach Angaben des Hundetrainers Thorsten Hirschfeld derzeit für einen potenziellen Seuchenausbruch ausgebildet. Die Suchhunde seien in der Lage, die Kadaver aus bis zu 100 Meter Entfernung zu wittern.

Finden sie ein totes Wildschwein, werde es auf ASP getestet. "Vor dem Hintergrund der aktuellen Ausbrüche in Brandenburg ist die Gefahr leider real", sagte Barbara Otte-Kinast.

Die Hunde sind vor allem in schwer zugänglichem Gelände einsetzbar. Wo man mit Menschen oder Drohnen nicht hinkommt, spüren die Hunde die Kadaver auf. 

Mit Material von ML, dpa
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