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Laura Schneider | am

Bestandsmeldungen an Niedersachsens Tierseuchenkasse bis 17. Januar

Niedersachsens Tierhalter sollten jetzt ihre Bestände bei der Tierseuchenkasse melden. Stichtag ist der 17. Januar.

Afrikanische Schweinepest und Geflügelgrippe gelten aktuell als die großen Bedrohungen für Tierhalter. Umso wichtiger sind die Seuchenvorsorge und eine gute Absicherung. Für Tierhalter, auch im Hobbybereich, zählt dazu die Meldung an die Niedersächsische Tierseuchenkasse. Bis zum 17. Januar müssen die Bestandszahlen dort gemeldet werden.

Voraussetzungen für Leistungen der Tierseuchenkasse im Seuchenfall sind korrekte Tierbestandsmeldungen und die fristgerechte Beitragszahlung. Die Tierseuchenkasse errechnet aus dem Bestand den fälligen Beitrag und stellt die Bescheide bis Ende Februar zu.

Tierart bestimmt Beitragshöhe

Die Beiträge variieren von Tierart zu Tierart. Die Mindestbeiträge belaufen sich auf 15 Euro für Schaf- oder Ziegenhalter und 12,50 Euro bei allen anderen Tieren. Nach Angaben von Dr. Ursula Gerdes, Geschäftsführerin der Tierseuchenkasse, werden die Beiträge durch verschiedene Faktoren bestimmt. Dazu zählt in erster Linie die Leistung im Seuchenfall.

So haben die Geflügelhalter nach dem Seuchengeschehen im Jahr 2016/17 Entschädigungen für die behördlich angeordnete Tötung von Tieren erhalten. Die Reserven der Geflügelkasse mussten danach wieder aufgefüllt werden. Dieser Prozess ist inzwischen abgeschlossen und hier zeichnen sich geringere Beiträge ab.

Auch Vorsorgemaßnahmen, zum Beispiel gegen Paratuberkulose bei Rindern, kosten Geld. Für Rinderhalter wird der Seuchenschutz daher etwas teurer. Als außerordentliche Belastung führt Dr. Gerdes die deutlich gesunkenen Erlöse für Tiermehl oder Tierfett an. Diese treiben die Kosten der Tierbeseitigung in die Höhe.

Weniger Zuschüsse des Landes

Nicht zuletzt muss die Tierseuchenkasse mit geringen Zuschüssen des Landes kalkulieren. Für die Tierhalter resultieren daraus Beitragserhöhungen für Rinder und kleinere Verschiebungen bei anderen Tierarten.

Erstmals sind nach dem Tiergesundheitsgesetz jetzt auch Esel, Maulesel und Maultiere zu melden. 

Die Möglichkeit zur Online-Meldung und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Niedersächsischen Tierseuchenkasse. 

Mit Material von Landvolk Pressedienst

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