Kabinenansicht einer selbstfahrenden Pflanzenschutzspritze
Cord Leymann | am

Helmstedt: Praxislabor für digitalen Ackerbau

Digitale Lösungen für Landwirte: In Königslutter im Kreis Helmstedt wird ein Praxis-Labor Digitaler Ackerbau eingerichtet.

Auf der Domäne Schickelsheim in Königslutter am Elm (Kreis Helmstedt) gibt es in naher Zukunft ein Praxislabor zum Thema Digitaler Ackerbau. Vergangene Woche haben Vertreter der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen, des Landwirtschaftsministeriums, Vertreter der Region und die Gesellschafter der beteiligten Ackerbaubetriebe eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. 

Die LWK unterhält auf der Domäne seit Jahrzehnten eine Versuchsstation. Diese soll nun auf Basis eines hohen Versuchsstandards digitalisiert und für die neutrale Bewertung von ackerbaulichen Fragestellungen im Zusammenhang mit Ressourcenschutz ausgebaut werden.

Kammer-Experten für Pflanzenbauversuche und Landtechnik stellten am Mittwoch auf der Fläche Arbeits- und Funktionsweisen verschiedener digitaler Landmaschinen und die Messung von Auswirkungen auf natürliche Ressourcen vor. Damit wird der Grundstein für ein bundesweit einmaliges Leuchtturmprojekt gelegt. 

Zusammenarbeit von Landmaschinen optimieren

Teilnehmer der Einrichtungsveranstaltung des Praxis-Labors Digitaler Ackerbau in Königslutter

Drohnen, Roboter und computergesteuerte Landmaschinen: Welche Anwendungsmöglichkeiten und Chancen die technischen Lösungen den landwirtschaftlichen Betrieben in Niedersachsen bereits konkret bieten, wird die LWK in Königslutter testen.

Ein Ziel ist die optimale Zusammenarbeit von Landmaschinen durch digitalen Datenaustausch in der Pflanzenproduktion. So soll der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln im Ackerbau optimiert und passende Erträge erzielt werden.

Die Ergebnisse aus Versuchen, Projekten und Erprobungen sollen in die Beratung, Qualifizierung und die behördlichen Aufgaben einfließen. 

Chancen praktisch und breit nutzen

„Bei den aktuellen Herausforderungen für die Landwirtschaft durch den Markt, die Rechtsvorgaben und durch gesellschaftliche Erwartung müssen wir die Chancen der Digitalisierung praktisch und breit nutzbar machen“, erläuterte Kammerpräsident Gerhard Schwetje das Projekt. 

Nur so könne betriebswirtschaftlich optimaler Ackerbau betrieben werden bei gleichzeitig maximaler Rücksicht auf die natürlichen Ressourcen.

Neutrale, unabhängige Instanz

Bislang gebe es keine umfassende betriebliche Umsetzung von Tests digitaler Technologien auf einem niedersächsischen Ackerbaubetrieb, die hinsichtlich der Effekte auf die Arbeitsprozesse und Arbeitsergebnisse sowie zugleich auf den Ressourcenschutz bewertet werde.

Dies solle jetzt durch das Praxislabor möglich werden, durch eine neutrale, unabhängige Instanz für Beratung, Qualifizierung und behördliche Aufgaben, betonte Schwetje. Auf der Domäne Schickelsheim werden künftig aktuell verfügbares Wissen und erhältliche Technik in Versuchen, Erprobungen und Demonstrationen eingesetzt.

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