Lebensmittel im Müll.
Ellen Hartmann | am

Internationaler Tag gegen Lebensmittelverschwendung

Schon zum zweiten Mal findet morgen (29. September) der Internationale Tag gegen Lebensmittelverschwendung statt. Ausgerufen wurde der Tag durch die Vereinten Nationen (UNO), die Idee stammt aber aus Braunschweig und Argentinien.

Im Ramen eines internationalen Expertentreffens während der G20-Präsidentschaft von Argentinien hatten das argentinische Agrarministerium und das Braunschweiger Thünen-Institut gemeinsam die Etablierung eines Tages gegen die Lebensmittelverschwendung angeregt. In der Agenda 2030 fordert die UNO, dass bis Ende dieses Jahrzehnts die weltweite Lebensmittelverschwendung im Einzelhandel, der Gastronomie und im Haushalt pro Kopf um die Hälfte verringert werden soll. 

Private Haushalte schmeißen am meisten weg

Weiter heißt es in dem Konzept für nachhaltige Entwicklung, dass Lebensmittelverluste, die entlang der Produktions- und Lieferkette entstehen würden, ebenfalls verringert werden sollen. Das Braunschweiger Thünen-Institut bearbeitet das Thema Lebensmittelverluste und -abfälle von der landwirtschaftlichen Produktion bis zu den Privathaushalten. Dabei hat eine Analyse der Situation in Deutschland für 2015 gezeigt, dass rund 12 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen werden. Dabei stammt die Hälfte davon aus privaten Haushalten: pro Kopf sind das 85 Kilogramm. Weiter stammen 11 Prozent der Lebensmittelabfälle aus der Landwirtschaft (Nachernteverluste), rund 17 Prozent aus der Verarbeitung, 13 Prozent aus der Gastronomie und vier Prozent aus dem Handel. 

Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel" startet

Neben dem Internationalen Tag gegen Lebensmittelverschwendung gibt es vom 29. September bis 6. Oktober auch die bundesweite Aktionswoche "Deutschland rettet Lebensmittel". Viele Vereine, Unternehmen, Institutionen sowie Forschungseinrichtungen machen sich in dieser Woche für die Wertschätzung von Lebensmitteln stark. Bereits am 25. September gibt es in Braunschweig einen gemeinsamen Aktionstag des Thünen-Institutes und des Agnes-Pockels-Labors der TU Braunschweig sowie den Vereinen Transition Town Braunschweig e.V., foodsharing und ProVet e.V.. 

Mit Material von idw
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