Regen über einem Feld in Goslar
Ellen Hartmann | am

Zu wenig Regen in Niedersachsen

Auch wenn es in den vergangenen Tagen viel geregnet hat und es vielerorts auch Schnee gab – Niedersachsen ist mit einem Grundwassermangel in das neue Jahr gestartet.

Laut eines Sprechers der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in Oldenburg sei das Niederschlagsdefizit seit drei Jahren sehr hoch. Die bisherigen Regenperioden hätten den Verlust bisher nicht wettmachen können. "Eine stichprobenartige Prüfung an 20 Messstellen landesweit hat ergeben, dass der Grundwasserstand in der winterlichen Neubildungsphase bis zum Jahreswechsel 2020/21 nur sehr schleppend anzieht und hinter der Entwicklung des Vorjahres zurückbleibt", so eine Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Situation bleibt angespannt

Allerdings solle, laut den Experten, noch der Februar und März abgewartet werden. Denn besonders in diesen Monaten würden die Grundwasserhochstände erreicht. Auch könne sich die Witterung schlagartig ändern und zu starken Niederschlägen führen. Zudem gebe es auch regionale Unterschiede, wie die Landwirtschaftskammer berichtet. So habe es im Landkreis Gifhorn im November 2020 nur 20 Liter pro Quadratmeter geregnet, im Dezember 36 Liter und im Januar 44 Liter – also insgesamt 100 Liter. Normalerweise fallen im Winterhalbjahr im Mittel 300 Liter.

Probleme für Landwirtinnen und Landwirte

Besonders die Landwirtinnen und Landwirte sind von diesem regenarmen Winter betroffen. Sie brauchen für ihre Pflanzen noch mindestens 200 Liter bis zum Vegetationsbeginn. Die Experten gehen bis Mai davon aus, dass die Niederschlagsmengen den Durchschnittswerten entsprechen. "Es besteht demnach zumindest in den nächsten Monaten kein Anlass, eine außergewöhnliche Trockenheit zu befürchten", so die NLWKN-Sprecherin.

Mit Material von dpa
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