In Niedersachsen gilt ab morgen (1. Dezember) 2G-Plus im öffentlichen Leben.
Ellen Hartmann | am

Corona: 2G-Plus ab Mittwoch in Niedersachsen

Erneut verschärft Niedersachsen die Maßnahmen gegen das Corona-Virus. Ab 1. Dezember gilt im öffentlichen Leben die 2G-Plus-Regel, also Zutritt nur für Geimpfte oder Genesene mit Test. Ein Überblick.

Die neue 2G-Plus-Regel besagt, das Menschen die vollständig geimpft oder genesen sind, einen negativen Corona-Test benötigen, wenn sie Zutritt zu vielen Bereichen des öffentlichen Lebens haben wollen. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gilt die 2G-Plus-Regel allerdings in den meisten Bereichen nicht, da sie sich in ihrem Schulalltag bereits regelmäßig testen lassen müssen. Wollen unter 18-Jährige jedoch in eine Disco oder eine Shisha Bar gehen, brauchen Sie einen negativen Test. 

Nicht ganz Niedersachsen in Warnstufe 2

Die 2G-Plus-Regel gilt grundsätzlich überall dort, wo der Hospitalisierungswert fünf Tage lang über dem Wert 6 und die Sieben-Tages-Inzidenz über 100 liegt. Dies ist in Niedersachsen nicht überall der Fall: Unter anderem die Städte Wilhelmshaven und Osnabrück und auch die Landkreise Holzminden, Nienburg und der Heidekreis weisen eine niedrigere Inzidenz auf. Laut Osnabrücks Stadtsprecher Sven Jürgensen wolle sich die Stadt aber der Warnstufe 2 anschließen. Hierzu werde momentan eine Allgemeinverfügung vorbereitet. Der Heidekreis hingegen sieht keinen Handlungsbedarf, hier sinken die Zahlen seit Tagen. Kreissprecherin Sadra Michaelis betont, dass sich der Landkreis an die Vorgaben des Landes halte und in Warnstufe 1 bleiben wolle. So sieht das auch Wilhelmshaven: "Da der Inzidenzwert laut RKI seit Samstag unter der 100er-Grenze liegt, sind die Voraussetzungen für die Warnstufe 2 in unserer Stadt entsprechend der aktuell gültigen Corona-Verordnung nicht gegeben", so eine Sprecherin gegen über NDR Niedersachsen

Wo gilt nun 2G-Plus?

Die verschärfte Maßnahme gilt ab morgen für Innenräume von Hotels, Sportanlagen (hier in geschlossenen Räumen), in der Gastronomie, bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 1.000 Personen sowie im Kino, im Zoo und im Theater. Auch beim Friseurbesuch und in Kosmetikstudios gilt nun die 2G-Plus-Regel. Zusätzlich gilt die Beschränkung auch für private Treffen, wenn sich mehr als 15 Personen in Innenräumen treffen. Hier sollen dann auch FFP2-Schutzmasken getragen werden. Treffen sich bis zu 15 Personen unter freiem Himmel gelten Kontaktbeschränkungen ohne 2G.

Wo sind Corona-Tests möglich?

Wer sich testen lassen möchte, kann dies in Testzentren oder auch in der Apotheke tun. Zu beachten ist bei den Corona-Tests jedoch, dass ein Schnelltest nicht älter als 24 Stunden sein darf, ein PCR-Test nicht älter als 48 Stunden. Zudem müssen PCR-Tests vielfach selbst bezahlt werden, ein Selbsttest von Zuhause ist zudem nicht ausreichend, um die 2G-Plus-Regel zu erfüllen. Vom Gesundheitsministerium heißt es, dass Corona-Tests weiterhin kostenlos seien und es keine Begrenzung auf die Anzahl der Tests gebe. Demnach können sich die Bürgerinnen und Bürger jeden Tag kostenlos testen lassen. 

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Immer mehr Weihnachtsmärkte abgesagt

Unter anderem hat sich Göttingen dafür entschieden den Weihnachtsmarkt zu schließen. "Der Infektionsschutz kann nicht länger gewährleistet werden", so Oberbürgermeisterin Petra Broistedt. Eigentlich hätte ab 1. Dezember auf dem Göttinger Weihnachtsmarkt die 2G-Regel gelten sollen. Mit der 2G-Plus-Regel hätten Geimpfte und Genesene jedoch täglich ein Testzentrum sowie eine Ausgabestelle für Bändchen aufsuchen müssen. Laut Broistedt widerspreche dies aber dem Ziel, Kontakte zu reduzieren. Sie könne den Markt nicht weiter verantworten. 

Seit 13 Uhr berät die neue Bundesregierung über zusätzliche Maßnahmen und den Aufbau eines Krisenstabs. Zusätzlich hat das Bundesverfassungsgericht heute die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung in der dritten Welle der Corona-Pandemie als zulässig erklärt. Damit gelten die Bundes-Notbremse inklusive der verhängten Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen sowie der Schulschließungen als verhältnismäßig. 

 

Mit Material von dpa, NDR und RND
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