Ein Schild mit der Aufschrift: "Zutritt nur nach 2G_regel".
Ellen Hartmann | am

Corona: Niedersachsen weitet 2G-Regel aus

Heute (21. September) hat die niedersächsische Landesregierung ihre neue Corona-Verordnung vorgestellt. Morgen treten die neuen Regeln in Kraft.

Laut der Landesregierung gelte die neue Verordnung nun bis zum 10. November. So solle das Land gut durch die Herbstferien gebracht werden, heißt es von Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs. "Wir haben uns mit dem Bund darüber verständigt, die Indikatoren neu zu sortieren", sagt Schröder weiter. In der neuen Verordnung hat die Landesregierung unter anderem festgelegt, dass die Hospitalisierungsrate neuer Leitindikator für Niedersachsen werde. Bei Über- oder Unterschreitungen sollen die Warnstufen erhöht oder herabgesetzt werden. Zusätzlich würden die Zahlen der Neuinfektionen und Intensivbetten dem an die Seite gestellt werden, erklärte Schröder weiter. 

Was ist 2G und was 3G?

3G bedeutet, dass nur Geimpfte, Genesene oder Getestete Zutritt zu Innenräumen von Behörden sowie Einrichtungen wie Restaurants, Kinos, Fitnessstudios oder Krankenhäusern bekommen. Davon ausgenommen sind Kinder unter sieben Jahren und minderjährige Schüler, die sich regelmäßig testen lassen. Diese Regelung kann bei einem niedrigen Corona-Risiko ausgesetzt werden. Anigen-Schnelltests dürfen aber nicht älter als 24 Stunden sein, PCR-Tests nicht älter als 48 Stunden. In Beherbergungseinrichtungen müssen Gäste bei Anreise einen negativen Test vorzeigen, der alle 72 Stunden wiederholt werden muss. 

2G heißt, dass ein Test nicht mehr ausreicht. Nur Genesene oder Geimpfte haben Zutritt. 

Niedersachsen setzt auf 2G

In der Corona-Verordnung des Landes steht auch die genaue Formulierung für die Warnstufen 2 und 3. Derzeit liege Niedersachsen stark unter der einer Impfquote von 80 bis 85 Prozent. Dieser Wert sei nötig, um eine Herdenimmunität zu erreichen. Ungeimpfte Menschen müssten besonders geschützt werden, heißt es von Claudia Schröder. Daher werde in Niedersachsen weiterhin zwischen einer 2G- und einer 3G-Regelung für den Zugang zu Gastronomie und Veranstaltungen differenziert. 

2G sei damit eine Alternative bei Warnstufe 1, die Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Menschen mit einem ärztlichen Attest, wie stillende Mütter oder Schwangere, einbeziehe. Im Falle der 2G-Regel würden zudem Maskenpflicht und Abstandsregeln wegfallen. 

Schnelltests ab 11. Oktober nicht mehr kostenlos

Ab dem 11. Oktober müssen Corona-Schnelltests meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben jedoch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, wie beispielsweise Kinder unter 12 Jahren. Das legt eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest, die einen entsprechenden Bund-Länder-Beschluss umsetzt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten hatten vereinbart, dass das vom Bund seit Anfang März finanzierte Angebot für kostenlose "Bürgertests" für alle enden soll. Da inzwischen kostenlose Impfungen für alle möglich sind, sei eine dauerhafte Übernahme der Test-Kosten durch die Steuerzahler nicht länger nötig, hieß es zu Begründung.

Mit Material von dpa & NDR
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