Urlauber auf Nordseeinsel
Christel Grommel | am

Corona und Ostern - was ist in Niedersachsen erlaubt?

In Niedersachsen gelten Corona-Auflagen. Die Osterfeiertage sind jedoch für viele eine willkommene Gelegenheit, Kurzurlaube oder Ausflüge zu machen. Was ist erlaubt?

Urlaub, Tagesausflüge, Grillen oder Osterfeuer und Gottesdienste - zu Zeiten von Corona ist an den Osterfeiertagen vieles anders. 

Vieles ist wegen der Corona-Pandemie entweder verboten oder nicht ratsam. Was geht und was geht nicht an den Feiertagen in Niedersachsen?

Reisen und Ausflüge

In Niedersachsen und Bremen sind Tagesausflüge unter Beachtung der Kontaktauflagen wie etwa der Zwei-Personen-Regel grundsätzlich erlaubt. Es empfiehlt sich jedoch, vorher bei Kommunen und Landkreisen nachzufragen, welche Bestimmungen vor Ort gelten. Denn die landesweiten Regeln können von Kreisen und Städten verschärft werden.

Am Steinhuder Meer sind einige Bereiche wie beispielsweise die große Badeinsel gesperrt und die Personenschifffahrt eingestellt. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln. 

Cuxhaven untersagt den Tagestourismus, indem nur noch an die Strände darf, wer in Cuxhaven seinen Erstwohnsitz hat. Auch hier sind vermehrte Kontrollen angekündigt. 

Im Harz ist die Situation komplizierter: Er erstreckt sich über drei Bundesländer. In Sachsen-Anhalt sind touristische Reisen und Ausflüge in das Bundesland und auch innerhalb Sachsen-Anhalts untersagt und der Harz dort auch für Tagesausflügler aus Niedersachsen tabu. Unter Beachtung der Regeln ist ein Tagesausflug im niedersächsischen Teil erlaubt. Es ist ratsam, sich hier vorher zu informieren.

Ostfriesische Inseln - sie sind besonders über lange Wochenenden beliebt. Zu den ostfriesischen Inseln ist momentan Touristen der Zugang über Wasser wie aus der Luft untersagt. Nur noch Menschen mit Erstwohnsitz, Lieferanten oder teils auch auf den Inseln Arbeitende dürfen anreisen. Das gilt bis mindestens 18. April. 

In den Landkreisen Aurich und Wittmund ist für Wohnwagen das Parken zwischen dem 9. und 14. April auf öffentlichen Flächen verboten. Polizei und Ordnungsämter werden nach Angaben der Kreise kontrollieren und Verstöße konsequent ahnden.

Picknick, Grillen und Osterfeuer

All das fällt über Ostern im öffentlichen Bereich aus: Verhaltensweisen in der Öffentlichkeit, die das Abstandsgebot von 1,5 Meter gefährden, sind untersagt.

"Dies gilt insbesondere für Gruppenbildungen, Picknick oder Grillen im Freien", heißt in der niedersächsischen Verordnung.

Die Osterfeuer fallen aus, an manchen Orten werden die Holzhaufen tagsüber und unter Ausschluss der Öffentlichkeit verbrannt. 

Gottesdienste

Über Ostern feiern Katholiken und Protestanten zahlreiche Gottesdienste. Doch das Coronavirus hat die Messpläne obsolet gemacht. Die Behörden haben Zusammenkünfte in den Kirchen verboten.

Es gibt aber zahlreiche Streaming-Angebote. Im Osnabrücker Dom zelebrieren Bischof Franz-Josef Bode und Weihbischof Johannes Wübbe abwechselnd. Im Hildesheimer Dom teilen sich diese Aufgabe Bischof Heiner Wilmer und Weihbischof Heinz-Günter Bongartz.

Bis Gottesdienstbesuche wieder erlaubt sind, veröffentlicht auch die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers jeden Sonntag einen Gottesdienst auf ihrer Internetseite, bei Facebook und auf Youtube. Das gilt auch für die Osterfeiertage. 

Mit Material von dpa

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