Ein Osterstrauch mit bemalten Ostereiern.
Ellen Hartmann | am

Corona: Was ist an Ostern in Niedersachsen erlaubt?

Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen und ausgedehnte Maskenpflicht: Wir haben für Sie zusammengefasst, was an Ostern verboten und was erlaubt ist.

Auch wenn die von Bund und Ländern beschlossene "Osterruhe" von Gründonnerstag bis Ostermontag gekippt wurde, gelten bei uns im Norden an den Feiertagen weiterhin die aktuelle Corona-Maßnahmen. Denn noch bis zum 18. April befindet sich Deutschland im Lockdown.

Sind Treffen an Ostern erlaubt?

Über die Feiertage gibt es – anders als an Weihnachten – keine Festtagszunahme, was private Treffen angeht. Auch gelten an den Ostertagen die neuen Kontaktbeschränkungen: Liegt der Inzidenzwert unter 100 ist es erlaubt, wenn sich maximal fünf Menschen aus zwei Haushalten treffen. Hier dürfen auch Kinder unter 14 Jahren dabei sein, sie werden nicht mitgezählt. Wenn die Inzidenz über 100 liegt, darf sich ein Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen. In Regionen mit einem Wert unter 35 können  sich drei Haushalte treffen – das dürfen dann maximal zehn Personen sein.

Zudem hat die Landesregierung Niedersachsen beschlossen, dass sich über die Feiertage in der Öffentlichkeit keine Gruppen bilden dürfen. Ministerpräsident Stephan Weil appelliert zusätzlich an alle Bürgerinnen und Bürger, an Ostern zu Hause zu bleiben.

Wo gelten Ausgangssperren in Niedersachsen?

In vielen Landkreisen, Regionen und Städten Niedersachsens gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr:

  • der Landkreis Peine (seit dem 30. März bis zum 13. April)
  • der Landkreis Cloppenburg (seit dem 30. März bis zum 11. April)
  • der Landkreis Celle (seit dem 30. März bis zum 11. April)
  • das Emsland (seit dem 31. März bis auf Weiteres)
  • Wesermarsch (seit dem 31. März bis zum 13. April)
  • Salzgitter (seit dem 31. März bis zum 13. April)
  • Stadt und Landkreis Osnabrück (seit dem 31. März bis zum 18. April)
  • die Region Hannover (seit dem 1. April bis zum 12. April) von 22 bis 5 Uhr
  • Landkreis Oldenburg (seit dem 1. April bis zum 18. April)

Osterurlaub – geht das?

Bund und Länder rufen alle Bürger weiter dazu auf, an Ostern keine Reisen im In- oder Ausland vorzunehmen. Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und auch Schleswig-Holstein waren mit Vorschlägen, Hotels und Restaurants über Ostern zu öffnen, gescheitert.

Osterfeuer auch 2021 verboten

Nachdem Osterfeuer bereits im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Lage verboten wurden, setzt die niedersächsische Landesregierung auch in diesem Jahr darauf, alle Osterfeuer im Norden ausfallen zu lassen. Im eigenen Garten sei ein kleines Feuer in einer Feuerschale oder in einem Feuerkorb erlaubt, so das Umweltministerium. Allerdings gelten auch hier die neue Corona-Verordnung, die aktuellen Kontaktbeschränkungen sowie etwaige Ausgangssperren.

Gibt es Gottesdienste an den Feiertagen?

Auch die niedersächsischen Kirchen werden über die Feiertage kreativ. So bieten evangelische und katholische Kirchen unter anderem das Abendmahl per Video oder im Livestream an. Zwar dürfen Kirchen Gottesdienste auch im Lockdown feiern, aber wie die Regelungen vor Ort sind, entscheiden die Gemeinden selbst.

Das sind die Angebote:

In Braunschweig bietet die Landeskirche am Karfreitag und am Ostersonntag einen Livestream ihrer Gottesdienste an. Auch Oldenburg überträgt per YouTube den Karfreitags-Gottesdienst aus der Kapelle auf dem Gertrudenfriedhof. Am Ostersamstag soll es zudem einen Spielfilm geben, der online gezeigt wird. Das Bistum Hildesheim setzt über die Feiertage ebenfalls auf Live-Streams aus dem Mariendom.

Die hannoversche Landeskirche plant über 400 dezentrale Angebote, die nicht in der Kirche stattfinden sollen. Präsenz-Gottesdienst gibt es aber auch: Die Gartenkirche St. Marien in Hannover-Mitte bietet diesen von Karfreitag bis Ostermontag an. Wer dabei sein möchte, sollte sich jedoch vorher wegen einer Voranmeldung informieren.

Mit Material von NDR, dpa und HAZ
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