Bude auf dem Weihnachtsmarkt
Janina Schuster | am

Coronaregeln: Niedersachsen setzt ab Dienstag auf 2-G

In Niedersachsen gilt ab Dienstag (23.11.) die 2-G-Regelung. Das hat Auswirkungen auch auf das anstehende Weihnachtsfest. Doch auch weitere Maßnahmen sind im Gespräch.

Am Donnerstag (18.11.) fanden die Bund-Länder-Beratungen statt, an denen auch Ministerpräsident Weil teilnahm. Dieser stellte die Ergebnisse am Abend Medienvertretern vor. Die niedersächsische Landesregierung setzt demnach angesichts des stark ansteigenden Corona-Infektionsgeschehen auf die 2-G-Regelung. Damit wird die Bewegungsfreiheit jener, die weder geimpft noch genesen sind stärker eingeschränkt.

Keinen Lockdown mehr laut Weil

Diese Fassung der Corona-Verordnung soll ab dem 23. November gelten. Laut Weil soll es keine allgemein flächendeckenden Schließungen mehr geben, wie beispielsweise zuletzt in der Gastronomie oder dem Handel. Eskaliere die Lage jedoch, könnte das Land alle Veranstaltungen im gesamten Freizeitbereich verbieten. Dazu zählte Weil etwa Diskotheken, Bars, Kultur, Sport und Freizeiteinrichtungen. Restaurants dürften jedoch unter Anwendung der 2-G-Regel weiterhin geöffnet bleiben.

Weihnachtsmärkte werden freiwillig abgesagt

Obwohl Weil Weihnachtsmärkte nicht generell verbieten will, haben sich bereits etliche Städte dazu entschlossen diese nicht stattfinden zu lassen. So wurden die Märkte in Goslar, Bückeburg, Duderstadt, Ostercappeln und Rodenberg bereits abgesagt. Andere Städte entschieden sich dafür ihre Weihnachtsmärkte unter 3-G-Bedingungen stattfinden zu lassen. Nach aktueller Corona-Verordnung ist das auch möglich. Dabei kann jede Stadt eigene Regelungen treffen, um seine Besucher zu schützen. In Hannover soll es möglich sein im Rahmen von 3G über den Weihnachtsmarkt zu flanieren. Wer jedoch etwas essen oder trinken möchte, muss einen 2G-Status nachweisen können.

Inzidenzwerte verschärfen sich

Ein weiteres Ergebnis der Beraterrunde: die bisherigen Stufengrenzen der Hospitalisierungsinzidenz sollen mit der kommenden Verordnung neu festgelegt werden. Bislang galten die Werte 4, 8 und 12. Künftig sind die Grenzwerte für mögliche Verschärfungen von Maßnahmen 3, 6 und 9.  Niedersachsen liegt derzeit bei einem Hospitalisierungsgrad von 4,7. Über kurz oder lang erwartet Weil sogar die Anwendung der 2-G-Plus-Regelung. So ist zum Geimpft oder Genesen-Status noch ein negativer Corona-Test vorzuweisen. Somit soll auch kompletter Lockdown im Winter verhindert werden.

Kommt die Impfpflicht?

Einigkeit zwischen den Ländern herrschte auch in puncto Impfpflicht. So gab es die klare Ansage, dass für eine Impfpflicht für Berufsgruppen in Pflegeeinrichtungen wie Seniorenheimen gearbeitet würde. Die Personengruppen in diesen Einrichtungen bedürfen besonderen Schutz, da sie besonders verletzlich seien. Doch auch mehr Ungeimpfte aller anderen Teile der Gesellschaft sollen sich zu einer Immunisierung durchringen. "Wenn wir heraus wollen aus diesem Alptraum, dann läuft dieser Ausweg nur über das Impfen", sagte Weil. "Wir haben uns gegenseitig versichert, dass die Impfangebote noch einmal deutlich ausgeweitet werden."

Unternehmen werden aktiv

In Niedersachsen sprachen sich derweil viele Betriebe für härtere Corona-Regeln aus. Große Arbeitgeber wollten demnach 3G für alle einführen und stockten eigene Impfangebote weiter auf. Doch auch die Kommunen sollen fortan stärker in die Pflicht genommen werden, das Impftempo weiter zu erhöhen.  Der Leiter des niedersächsischen Corona-Krisenstabs sagte dazu: "In einigen Regionen ist es dringend geboten, aktiv zu werden!"

Mit Material von dpa, ndr, haz
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