Bierglas auf einer Theke
Christel Grommel | am

Coronavirus: Biersteuer-Stundung für Brauereien

In der derzeit schwierigen Lage solle eine Stundung der Biersteuer Brauereien dabei helfen, ihre Liquidität zu verbessern. Die Branche steht während der Corona-Krise stark unter Druck.

Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums äußerte sich zu der Stundung: "Um in der derzeitigen schwierigen Lage die Liquidität von Brauereien zu verbessern und Arbeitsplätze zu schützen, haben sich das Bundesfinanzministerium und die Finanzministerien der Länder darauf geeinigt, dass die Biersteuer ebenfalls gestundet werden kann."

Die Biersteuer steht den Ländern zu und betrug in 2019 rund 650 Millionen Euro. 

Die entsprechenden Stundungsanträge könnten bis zum 31. Dezember 2020 bei den Hauptzollämtern gestellt werden. Das betrifft bereits fällige oder fällig werdende Steuern. 

"Die Hauptzollämter sollen den Brauereien zur Vermeidung unbilliger Härten entgegen kommen. Auf die Erhebung von Stundungszinsen kann in der Regel verzichtet werden", sagte ein Sprecher. 

Wichtiges Signal für die Branche

Bund und Länder flankierten mit der Stundungsmöglichkeit bei der Biersteuer "das umfassende Maßnahmenpaket, das von der Bundesregierung auf den Weg gebracht wurde, um die Gesundheit der Bürger zu schützen, Arbeitsplätze und Unternehmen zu stützen und unseren sozialen Zusammenhalt zu bewahren".

Die Branche begrüßte diese Entscheidung. Der Deutsche Brauer-Bund nannte die Stundungsmöglichkeit ein wichtiges Signal für die Branche, die stark unter Druck stehe.

Der Regelsteuersatz beträgt pro Hektoliter 0,787 Euro je Grad Plato - dem Maß für den Stammwürzegehalt. Ein handelsüblicher Kasten mit 20 Flaschen je 0,5 Liter Bier werde demnach mit 0,94 Euro Biersteuer belastet.

Mit Material von dpa

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