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Meinung | Maren Diersing-Espenhorst | am

Coronavirus: Bitte bleiben Sie gesund!

Die Corona-Krise hält uns alle in Atem. Ein Kommentar von LAND & FORST-Chefredakteurin, Maren Diersing-Espenhorst.

Moin liebe Leserinnen und Leser,

das Coronavirus hält uns alle in Atem. Covid-19 breitet sich in ganz Deutschland aus und sorgt dafür, dass das öffentliche Leben nahezu zum Stillstand kommt. Schulen, Kitas, Spielplätze, Geschäfte, Bars, Clubs, Theater, Museen und auch Landesgrenzen sind geschlossen. Das Robert-Koch-Institut geht davon aus, dass wir erst in etwa zwei Wochen sehen werden, ob diese von der Bundesregierung getroffenen Maßnahmen wirksam sind. Ziel dieser Schritte ist es, die Infektionswelle zu verlangsamen, damit es zu keinen Überlastungen in den Krankenhäusern kommt und alle Patienten gut versorgt werden können.

Aber was ist mit Ihnen, liebe Landwirtinnen und Landwirten? Sie sind für die Versorgung der Bevölkerung ebenfalls elementar wichtig. Sie sorgen mit Ihrer Arbeit dafür, dass wir täglich Brot, Eier, Milch und Fleisch auf dem Tisch haben. Das zeigen die Krise und die teilweise leer geräumten Supermarktregale deutlich.
 

Alle Preise sind gefallen

Die Pandemie schlägt sich allerdings auch negativ auf die Landwirtschaft nieder. Das gilt unter anderem für Agrarexporte, da immer mehr Staaten Deutschland als ein Hauptrisikoland einstufen. Zudem haben die Preise für wichtige landwirtschaftliche Güter an den Warenterminbörsen nachgegeben. Zucker, Kartoffeln, Fleisch und Milch – alle Preise sind gefallen. Und dennoch werden diese Produkte weiter von Ihnen erzeugt, denn Sie können nicht einfach aufhören Ihre Tiere zu versorgen oder in den Lagern den Strom abschalten.

Aber was geschieht, wenn ein Landwirt an dem Virus erkrankt und für zwei Wochen in Quarantäne muss? Darf er dann selbst für die Frühjahrsbestellung nicht mehr auf seinen Acker? Wie werden die Lieferketten im In- und Ausland aufrechterhalten? Wie sollen der Spargel gestochen oder die Erdbeeren geerntet werden, wenn ausländischen Saisonarbeitskräfte nicht einreisen dürfen? Diese Fragen gilt es bundeseinheitlich zu lösen.

Wir informieren Sie weiter

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner muss hier zügig Antworten liefern. Kellner zum Spargelstechen einzusetzen, wie von ihr vorgeschlagen, ist schön und gut, aber hilft nun wahrlich nicht in allen landwirtschaftlichen Bereichen weiter. Was wir jetzt brauchen, sind pragmatische und schnelle Lösungen, die sich ohne endlose Formalien umsetzen lassen und uns nicht unter dem nächsten Berg an Formularen ersticken lassen.

Auch bei der LAND & FORST kann es in den nächsten Ausgaben zu Einschränkungen kommen. Falls es tatsächlich dazu kommen sollte, bitte ich Sie dies zu entschuldigen. Wir werden dennoch alles daransetzen, Sie möglichst umfassend zu informieren.

Bitte lesen Sie dazu auch gerne unsere Onlineberichterstattung unter www.landundforst.de. Wir werden versuchen, Sie dort so ausführlich und zeitnah wie möglich über Neuigkeiten zu informieren.

Bis dahin bleiben Sie bitte gesund!

Inhalte der Ausgabe

  • Thema der Woche: Ferien auf den Ponyhöfen
  • Agrarpolitik: Sommerreise der Ministerin - Vorstellung der Ackerbaustrategie
  • Tierhaltung: Optimierung der Kuhfruchtbarkeit
  • Technik: Richtig belüften im Kartoffellager
  • Pflanzenbau: Tipps zur N-Düngung im Herbst
  • Leben auf dem Land: Meteoriten im Oldenburger Land
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