Ein Bauernhaus in Niedersachsen
Anne-Maria Revermann | am

Coronavirus: Ferienbauernhöfe leiden massiv

Die Corona-Krise mit den strikten Reisebeschränkungen trifft das Geschäft mit Urlaub auf dem Bauernhof massiv. Zahlreiche Betten stehen leer.

Auch Betreiber von "Urlaub auf dem Bauernhof" gehen derzeit durch harte Zeiten. Auf Ferienhöfen stehen 140.000 Gästebetten leer, wie aus Daten der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus hervorgeht.

Laut einer bundesweiten Befragung von 860 Betrieben für den Zeitraum von Mitte März bis Mitte April konnten 63.000 Gäste wegen der Reise- und Kontaktbeschränkungen in der Coronakrise nicht anreisen.

Die Folge: Umsatzausfälle von 8,7 Millionen Euro. Hochgerechnet auf insgesamt 9910 Ferienhöfe in Deutschland entspreche dies Einbußen von rund 99,6 Millionen Euro.

Verluste nicht aufholbar

Verluste könnten nicht wieder aufgeholt werden, erläuterte die Branchenvertretung. Landtourismus sei ein Saisongeschäft, in dem von Ostern bis zu den Herbstferien Geld für den Winter verdient werden müsse.

Bei Leerstand fielen weiter Kosten und Gebühren an. Ferienhöfe hätten auch Anträge auf Soforthilfen gestellt. Doch viel lieber wollen viele Höfe wieder öffnen, statt auf Zuschüsse und Kredite zu bauen.

Ferienhöfe auf dem Land verfügten über Platz und beherbergten nur wenige Gäste zur gleichen Zeit. In einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus mit Selbstversorgung und Anreise im privaten Pkw könnten soziale Kontakte wie zu Hause auf ein Minimum beschränkt werden, das betonten auch schon Bundesagrarministerin, Julia Klöckner und Niedersachsens Landwirtschaftsministerin, Barbara Otte-Kinast.

Eine stufenweise Öffnung würde nicht nur Ferienhöfen, sondern auch der Wirtschaft im ländlichen Raum helfen - vom Einzelhandel über das Gastgewerbe bis zum Handwerk.

Mit Material von dpa

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