Mitarbeiter in einem Schlachthof

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Anne-Maria Revermann | am

Coronavirus: Niedersachsen testet alle Schlachthof-Mitarbeiter

Auch Niedersachsen testet nun Schlachthofmitarbeiter auf das Coronavirus.

Niedersachsen will Schlachthof-Mitarbeiter nach Infektionen in Fleischbetrieben anderer Bundesländer auf das Coronavirus testen. Dabei gehe es um 23.700 Beschäftige in 183 fleischverarbeitenden Betrieben, kündigte Sozialministerin Carola Reimann am Mittwoch (13. Mai) in Hannover an.

 

Tests an Schlachthöfen in Niedersachsen

Getestet werden soll in Niedersachsen in dieser Reihenfolge:

  1. Alle Mitarbeiter mit Symptomen
  2. Alle Werkvertragsarbeiter, die möglicherweise mit von dem Coronavirus betroffenen Schlachthöfen in Nordrhein-Westfalen oder Schleswig-Holstein in Kontakt waren
  3. Alle weiteren Beschäftigten

Bereits am Montag sei den Schlachthöfen per Erlass verboten worden, ihre Belegschaften zwischen verschiedenen Schlachtbetrieben auch in unterschiedlichen Bundesländern auszutauschen. Denn bislang seien Werkvertragsarbeiter oft an wechselnden Standorten im Einsatz gewesen und dort in Sammelunterkünften einquartiert worden. Das habe eine Verbreitung des Coronavirus begünstigt.

Einzelzimmer für Beschäftigte?

Die Kommunen wiederum sind am Montag per Erlass verpflichtet worden, diese Unterkünfte zu überprüfen. In Sammelunterkünften soll auf die Hygieneregeln hingewiesen werden. Nach Möglichkeit solle laut Landesregierung jeder Schlachthof-Mitarbeiter in ein eigenes Zimmer einquartiert werden.

Diese Forderung stößt in den betroffenen Kommunen allerdings auf Kritik. Gegenüber dem NDR sagte der Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers aus Sögel im Landkreis Emsland, dass dies nicht möglich und völlig lebensfern sei. In Sögel, wo beim Schlachthof Weidemark etwa 1.800 Osteuropäer arbeiten, gebe es nicht genügend Wohnraum, um eine Unterbringung in Einzelzimmern zu gewährleisten.

In Niedersachsen sind weiterhin lediglich drei Infektionen von Schlachthof-Mitarbeitern im Emsland bekannt geworden. Allerdings wird davon auszugehen, dass ein Teil der Beschäftigten in Niedersachsen auch in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein eingesetzt wurde. Dort hätten sich hunderte Beschäftigte mit dem Virus angesteckt.

Mit Material von dpa, NDR

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