Wie werde ich Dorfmoderator? Dorf in Niedersachsen mit Hof

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Christel Grommel | am

Dorfmoderator werden und Dörfer stärken

Wie kann ich Dorfmoderator werden? Das Landwirtschaftsministerium fördert die Qualifizierung ländlicher Akteure und will damit Dörfern helfen, wieder zu wachsen.

"Gerade die aktiven Menschen in den Dörfern tragen maßgeblich zum Erfolg der ländlichen Entwicklung bei", erklärte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast.

Mit Freude habe sie die erfolgreiche Entwicklung in Südniedersachsen zu Kenntnis genommen, die jüngst positiv von den Medien begleitet wurde. "Wir wünschen uns Nachahmer im ganzen Land", warb die Ministerin für die Initiative.

Elf Dorfregionen nehmen aktuell am Modellvorhaben "Soziale Dorfentwicklung" teil. In diesem landesweit aufgesetzten Vorhaben hat insbesondere die Dorfmoderation eine herausragende Bedeutung.

Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium (ML) fördert über die Richtlinie für Bildungsmaßnahmen zur beruflichen Qualifizierung (BMQ) die Qualifizierung ländlicher Akteure. Mehr Informationen finden sich auf auf dorfmoderation-niedersachsen.de.

Dorfmoderation in Südniedersachsen

Das Modellprojekt "Dorfmoderation Südniedersachsen" gibt Antworten auf die Frage, wie sich bedrohte Dörfer in abgelegenen Regionen Niedersachsens wieder beleben lassen. 

Das Projekt wurde vor vier Jahren ins Leben gerufen und soll genau solche Dörfer wieder stärken. Eine erste Bilanz zeigt, dass das Projekt erfolgreich ist. 16 Dörfer in den Landkreisen Holzminden, Göttingen und Goslar sind beteiligt, 70 Frauen und Männer sind ehrenamtlich als Dorfmoderatoren dabei.

In manchen Dörfern gibt es tatsächlich einen Zuwachs an Bewohnern. Projekte wie Fahrdienste für eingeschränkt mobile Menschen, Büchereien in einem alten Bauwagen oder das Herrichten einer alten Schule als Dorfmittelpunkt zeigen Wirkung. 

Förderung von Gründerinitiativen auf dem Land

Auch das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) will die ländlichen Räume attraktiver machen. Das BMEL fördert das Forschungsprojekt "Entrepreneurship in ländlichen Räumen – Umfang, Bestimmungsgründe und regionalökonomische Effekte".

Julia Klöckner übergab einen Zuwendungsbescheid über rund 440.000 Euro. Das Projekt geht der Frage nach: Wer gründet was, wo und warum? Aus den Forschungsergebnissen sollen dann gezielt neue Ansätze zur Förderung von Gründerinitiativen auf dem Land abgeleitet werden.

Mit guten Rahmenbedingungen wolle man dafür sorgen, dass es in Zukunft mehr Gründungen in den ländlichen Regionen gibt, nicht nur in den ohnehin schon oft überhitzten Ballungsgebieten. 

Mit Material von ML, BMEL, NDR

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