Absperrband Eichenprozessionsspinner
Christel Grommel | am

Eichenprozessionsspinner breitet sich in Niedersachsen aus

Die Raupe mit den giftigen Haaren ist auf dem Vormarsch. In einigen Landkreisen ist sie das erste Mal aufgetaucht.

Thomas Brand von der LWK Oldenburg zählt Landkreise auf: Leer, Cloppenburg, Oldenburg-Land, Diepholz und die Stadt Oldenburg. Hier gab es in diesem Jahr erstmals bestätigte Fälle. Im Landkreis Vechta im vergangenen Jahr gemeldete Fälle. Eine Pflicht zur Meldung besteht nicht. 

Die heimische Raupenart frisst an den Eichen Blätter und Triebe. Das schädigt die Bäume, das größere Problem ist allerdings die Gesundheitsgefahr für den Menschen. Die giftigen Brennhaare können schwere Allergien auslösen. Das Nesselgift Thametopoein löst die Reaktionen aus. Beim Einatmen oder Hautkontakt kann es zu unangenehmen Wirkungen, zum Teil zu heftigen allergischen Reaktionen führen, warnt das Landesgesundheitsamt.

Seit etwa 1990 breitet sich die Raupenart immer weiter in Niedersachsen aus, sagte Brand. Von Lüchow-Dannenberg aus hat sich die Art stetig nach Südposten ausgeweitet. Die Raupen sind schon seit Jahren im südlichen Emsland und der Grafschaft Bentheim zu Hause. Seit einigen Jahren kommen sie auch in der Stadt und dem Landkreis Osnabrück vor. 

Der Klimawandel begünstigt die Ausbreitung: Die Eichen sind nicht mehr so widerstandsfähig und die Raupe mag es trocken und warm. Milde Winter und Frühjahre sind ideale Bedingungen für den Schädling.

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Mit Material von dpa
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