Findling in Hüven wird transportiert
Christel Grommel | am

Emsland: 100-Tonnen-Findling wechselt Ort

Ein Tieflader brachte den 102,5 Tonnen schweren Stein vom Acker, wo ihn eine Landwirtsfamilie entdeckt hatte, in die Ortsmitte.

Im Sommer hatte sich der Stein zu einem Publikumsmagnet entwickelt. Hunderte von Menschen besuchten regelmäßig den Acker, um den riesigen Findling zu bestaunen: 5,80 Meter Länge, 2,90 Meter Höhe und 4,50 Meter Breite hat er. 

Nach einer Begutachtung durch Experten des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) vor einem Monat steht fest, dass der Findling als Naturdenkmal anzusehen ist. Aufgrund dessen darf er nicht verändert werden, auch keine Inschrift eingemeißelt werden. 

Nur bewegt werden durfte er - in die Ortsmitte. Transport, Aufstellen und Neugestaltung der Ortsmitte kosten 35.000 Euro. Zu Ostern sollen die Arbeiten fertig sein. Vielleicht darf dann auch ein wenig gefeiert werden, das kleine Dorffest zur Umsetzung konnte aufgrund der Corona-Beschränkungen nicht stattfinden. Auch die Begutachtung des Steins im Herbst durch Experten musste mehrere Wochen lang verschoben werden.

Vor 150.000 bis 200.000 Jahren sei der Findling durch Gletscherbewegungen aus Skandinavien ins Emsland gekommen. Sein Alter schätzen die Experten auf bis zu eine Milliarde Jahre. Wo genau der Stein herkam, muss noch untersucht werden. Er ist nach Angaben des LBEG der viertgrößte, der in Niedersachsen gefunden worden ist.

Mit Material von dpa
Stein-Findling-Acker-Feld-Emsland.jpg
Produkte entdecken

Digitale Ausgabe

Jetzt bestellen
digitalmagazin

✓ Artikel merken und teilen

✓ exklusiv: Video und Audio

✓ Familienzugang

✓ 1 Tag früher informiert

Digitale Ausgabe

✓ Artikel merken und teilen
✓ exklusiv: Video und Audio
✓ Familienzugang
✓ 1 Tag früher informiert
 
Das könnte Sie auch interessieren

Inhalte der Ausgabe

  • In fünf Schritten zum Ökolandbau - eine Praxisanleitung
  • Sonnenblumenanbau: Tierfutter, Insektenrettung und ein schöner Anblick
  • Wie war es auf der Maschinenvorführung in Hausstette?
  • Lampen aus Kürbissen - Ein Besuch in der Kalebassenmanufaktur

JETZT DAS WOCHENBLATT KENNENLERNEN – GEDRUCKT ODER DIGITAL!

Reinschnuppern: 12 Ausgaben ab 10€

Jetzt bestellen