Hat bald ausgedient: Das Atomkraftwerk in Lingen (Emsland) wird im April abgeschaltet.

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Imke Harms | am

Emsland: Atomkraftwerk Lingen geht zum 15. April vom Netz

Der 15. April ist im Emsland ein magisches Datum. Aller Voraussicht nach wird dann das Atomkraftwerk in Lingen abgeschaltet.

Sicherheitsprüfungen und eine Revision nach einem Kurzstillstand, voraussichtlich jedoch zum letzten Mal: Am 15. April 2023 soll das Atomkraftwerk Emsland endgültig vom Netz gehen: Ein historischer Moment.

Brennelemente in Lingen umgruppiert

Neue Brennelemente wurden laut dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz nicht eingebaut, sondern die bestehenden umgruppiert. Während der 14-tägigen Revision seien unter anderem etwa 240 wiederkehrende Prüfungen ausgeführt worden. Dabei seien keine sicherheitstechnisch relevanten Abweichungen verzeichnet worden. Die Zustimmung zum Wiederanfahren sei daher erteilt worden.

Keine meldepflichtigen Ereignisse

Außerdem seien die bereits eingesetzten Brennelemente inspiziert sowie überprüft worden. „Die Prüfungen sicherheitstechnisch wichtiger Komponenten wurden ohne Auffälligkeiten abgeschlossen, es ereigneten sich keine meldepflichtigen Ereignisse“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Die Anlage gehe nun mit um rund 25 Prozent verminderter Leistung in den Streckbetrieb, nachdem der Bundestag die Laufzeit um 3,5 Monate verlängert hatte. Am 15. April 2023 ende dann die Laufzeit des Atomkraftwerks nach dem Atomgesetz,

Atomkraftwerk Emsland

Rückbau des Atomkraftwerkes

Anschließend erfolgen nach Angaben des Ministeriums die Stilllegung und der Rückbau des Kraftwerks. Dazu sagt Niedersachsens Energieminister Christian Meyer: „Die Nutzung der Atomenergie findet nach einem jahrzehntelangen gesellschaftlichen Streit nun endlich ein Ende. Aus meiner Sicht hätte es den Weiterbetrieb im Emsland nicht gebraucht, zumal wir in Norddeutschland keinen Strommangel haben und die negativen Szenarien des Stresstests der Bundesregierung nicht eingetreten sind.“

Zentrum für grünen Wasserstoff

Ist das Kraftwerk Mitte April vom Netz, endet damit auch in Niedersachsen das Zeitalter und der Betrieb von Atom-Energie. Der Standort Lingen wird jetzt gemeinsam mit RWE zu einem Zentrum zur Erzeugung von Grünem Wasserstoff aus Erneuerbaren Energien ausgebaut, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums weiter.

Einsparpotenziale für Energie müssen betriebsspezifisch gesucht und umgesetzt werden.

Energiesicherheit schaffen

Minister Meyer: „Damit schaffen wir Energiesicherheit und sorgen dafür, dass nicht mehr so viele Windkraft- oder Biogasanlagen wegen Stromüberschüssen im Netz abgeschaltet werden müssen.“

Mit Material von Niedersächsisches Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz

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